Ausgebeutet

9. Oktober 2016, 19:51 Uhr

Beim Gastspiel in Crimmitschau unterliegen die Löwen den Eispiraten mit 1:3.

7 Saisonspiele, 15 Punkte, Tabellenplatz 2 – Löwen-Coach Paul Gardner kann mit der aktuellen Form seiner Löwen zufrieden sein. Vor allem da sein Team - wie er auch bei der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Heilbronn am Freitag betonte - stets einen Weg zum Sieg zu finden scheint. Entsprechend selbstbewusst fuhren die Löwen am heutigen Sonntag nach Crimmitschau.

Die Löwen mussten dabei neben Nick Mazzolini und Matt Tomassoni nun auch noch auf Sturmtank Dennis Reimer verzichten, der sich bei einem „Blind-Side-Hit“ von Heilbronns Rylan Schwartz schwer an der Schulter verletzte. Entsprechend traten die Löwen mit nur drei kompletten Sturmreihen plus eines zehnten Stürmers an.

Auf Seiten Crimmitschaus durfte man vor allem auf die im Sommer mit an Bord genommenen, erfahrenen Neuzugänge Ivan Ciernik (aus Augsburg) und Jason Pinizzotto (aus Bietigheim) sowie den Kanadier Mark Lee gespannt sein, die den Angriff der Eispiraten wieder zu einem Sturm werden lassen sollen.

Stürmische Piraten
Und genau dieses Trio legte im zweiten Drittel den Grundstein für Crimmitschaus Erfolg am heutigen Abend. Die Löwen investierten weniger in das Spiel, hielten sich aber schadlos bis Mark Lee per Abstauber im Powerplay für die Eispiraten traf (21.).

Die Führung war verdient, denn gefährliche Chancen generierten die Löwen im ersten Drittel lediglich während eines zweiminütigen Powerplays sowie in Spielminute 17, als es gelang die Defensive der Eispiraten mit einem schnellen Angriff auseinander zu ziehen. Den Schuss von C.J. Stretch allerdings parierte Ryan Nie im Tor der Gastgeber.

Crimmitschau hingegen suchte ab der ersten Minute das Heil in der Offensive und überfiel die Löwen immer wieder mit konsequent vorgetragenen, einfachen Spielzügen und raschen Abschlüssen.

So schickte Eispiraten-Goalie Ryan Nie bereits in der dritten Spielminute Patrick Pohl allein auf die Reise, doch Brett Jaeger im Tor der Löwen reagierte glänzend und entschärfte den Konter inklusive Nachschuss. Bis in das zweite Drittel hinein war es vor allem Jaeger, der bei mehrern Alleingängen und in brenzligen Situationen die Übersicht behielt und so dafür sorgte, dass die Eispiraten nicht schon eher einen Treffer erzielen konnten.

Mit der Führung und dem Momentum auf ihrer Seite drehten die Eispiraten auf und allein Brett Jaeger hielt sein Team durch mehrere starke Saves im Spiel. Beim Doppelschlag in der 29. Minute war aber auch Jaeger machtlos. Dominic Walsh und Mike Hoeffler erhöhten binnen 14 Sekunden auf 3:0. Vor allem in dieser Phase agierten die Löwen kollektiv zu passiv. Anstatt den Puck kompromisslos aus der eigenen Zone zu klären, konnten die Eispiraten mehrmals den Puck noch im Angriff halten und so zweite und dritte Gelegenheiten generieren, die irgendwann auch Jaeger nicht mehr schadlos überstand.

Genau dieses schlampige Spiel seine Mannschaft im zweiten Drittel ärgerte auch Coach Paul Gardner, der bei der Pressekonferenz vor allem das zu sorglose Verhalten in der Defensive anprangerte.

Heute kein Comeback
Natürlich waren die Löwen spätestens jetzt aufgewacht. Nach Überwinden des Schocks gelang es den Löwen auch zunehmen Druck aufzubauen und sich Chancen zu erarbeiten. Oft allerdings agierten die Löwen zu verspielt, so dass sich nur wenig zwingende Gelegenheiten ergaben.

Erst ein einfacher Gegenzug brachte die Löwen zum Erfolg. Eddy Rinke-Leitans‘ harten Schuss hielt  Ryan Nie nicht fest, so dass Clarke Breitkreuz die Scheibe über die Linie drücken konnte (48.).

Zwar drückten die Löwen in der Schlussphase die Hausherren zunehmend in die Defensive, doch selbst im gefährlicherem Powerplay wollte kein weiterer Treffer mehr gelingen.

Am Freitag Derby gegen Bad Nauheim, Sonntag in Rosenheim
Weiter geht es für die Löwen am nächsten Freitag um 19:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim. Tickets für das Aufeinandertreffen mit dem Team aus dem Frankfurter Vorland können im Löwen-Ticket-Shop erworben werden.
Am Sonntag reisen die Löwen dann nach Rosenheim. Spielbeginn bei den Starbulls ist um 17.00 Uhr.

 
Eispiraten Crimmitschau - Löwen Frankfurt 3:1 (0:0, 3:0, 0:1)

Statistik


Aufstellung Löwen Frankfurt:
Torhüter: Brett Jaeger, Florian Proske
Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Maximilian Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen,
Stürmer: Patrick Jarrett, CJ Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Lukas Laub, Nils Liesegang.