Ein völlig verrücktes Torhüter-Spiel!

6. Oktober 2017, 22:36 Uhr

1:2 nach Verlängerung: 47 Schüsse bringen ein Tor und einen Punkt.

Auch der Lauf der Löwen Frankfurt, die als einziges Team noch ungeschlagen in dieser Saison waren, ist gerissen. An Spieltag Nummer 7 verzweifelten die Löwen vor allem am gegnerischen Torhüter Olivier Roy, der einen Sahnetag erwischte. In der Overtime führte ein Konter zur Entscheidung für das Gästeteam aus Westsachsen. 

Spiel der Goalies

Der erste Abschnitt gestaltete sich als zähes Ringen um den Scheibenbesitz. Den Eispiraten gelang es oftmals, das Aufbauspiel der Löwen im Mitteldrittel zu stören. Dennoch hatten die Löwen durch Pistilli und Gron die ersten guten Einschuss-Möglichkeiten. Doch Olivier Roy im Tor der Gäste bewies schon hier ein ums andere Mal seine Klasse und zeigte, dass er ein würdiger Nachfolger von Ryan Nie (jetzt Braehaed Clan) sein. 

Doch auch sein Gegenüber Florian Proske war stets auf dem Posten, wenn die Gäste gefährlich im Slot auftauchten. Und das taten sich nach Geschmack von Löwen-Coach Paul Gardner sicher zu oft. Kurz vor dem Ende des ersten Abschnitt nahm das Löwen-Offensivspiel nochmal an Fahrt auf, der Führungstreffer blieb den Hausherren aber erwehrt.  

Alle gegen Roy

Auch nach der Pause das gleiche Bild. Beide Teams kämpften verbissen um die Puckherrschaft. Ein ansehnliches Löwen-Powerplay, das zwar keinen Torerfolg brachte, erhöhte das gesamte Spieltempo. Das kam den Löwen entgegen. Spätestens jetzt wurde es zum Duell Roy gegen die Löwen. Vor allem Matt Pistilli versuchte sich immer wieder gegen seinen franko-kanadischen Schlussmann. Doch ob Schlenzer oder Hammer, er hielt was zu halten war. Keine Tore also auch zur zweiten Pause. 

Im Schlussabschnitt der Schock-Moment aus Löwen-Sicht. Einen Konter vollendete Patrick Pohl (42.) mit einem unhaltbaren Schuss ins rechte obere Eck. Keine Chance hier für den starken Florian Proske.

Nun rannten die Löwen wütend gegen Roy und seine Vorderleute an. Ausgerechnet ein abgefälschter Schuss von Eric Stephan (45.) trudelte an Freund und Feind vorbei ins Eispiraten -Gehäuse. Ausgleich. Danach drückten die Löwen weiter, aber Roy zeigte bis zum Ende des Spiels keine Schwäche. Punkteteilung nach 60 Minuten. 

Proske muss mit schlimmen Krämpfen raus

Noch vor Beginn der Verlängerung zeigte Proske auf einmal ein Problem an (er wurde von heftigen Krämpfen am ganzen Körper geplagt), und Hannibal Weitzmann übernahm. Der musste auch postwendend eingreifen, als Pohl die erste Chance beim Drei-gegen-Drei-Vergleich für seine Mannen hatte.

Gerade als die Löwen zum nächsten Anlauf auf Roy ansetzen, schnappte sich Christoph Kabitzky die Scheibe und setzte zum Alleingang an, den der Ex-Löwe zum Zusatzpunkt für die Eispiraten Crimmitschau (62.) einnetzte. Während die Gäste feierten, verließen die Löwen das erste Mal in der Saison geschlagen das Eis. Und Florian Proske wurde in der Kabine weiterbehandelt. Ein verrückter Goalie-Abend. 

Am Sonntag geht es für die Löwen Frankfurt zum SC Riessersee zum ersten Wiedersehen mit Ex-Löwe Richie Mueller. Die Partie beim SCR beginnt um 18:30 Uhr. 

Das Spiel wird per Live-Stream auf SpradeTV übertragen, außerdem informieren wir Euch per Ticker und Twitter in Sachen Spielverlauf.

Löwen Frankfurt - Eispiraten Crimmitschau 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)