Keine Punkte bei Krinners Heimdebüt

30. Oktober 2016, 22:00 Uhr

Bei den Ravensburg Towerstars unterliegen die Löwen mit 1:4. Brett Breitkreuz erzielt den einzigen Treffer des Abends.

Ravensburg (MK) - Neue Besen kehren gut? Dass diese Binsenweisheit in Bezug auf Trainerwechsel bei hinter den Erwartungen zurückbleibenden Titelanwärtern keine Allgemeingültigkeit besitzt, wissen die Löwen Frankfurt aus der eigenen Erfahrung der Vorsaison nur zu gut.

Auch bei den Ravensburg Towerstars, die mit großen Vorschlusslorbeeren in die Saison gestartet waren und unter der Woche auf Platz 11 liegend die Notbremse zogen und Danny Naud durch den DEL2-erfahrenen Toni Krinner ersetzten, stellte sich der gewünschte Effekt beim Auswärtsspiel in Rosenheim am Freitag noch nicht ein.

Umso engagierter gingen die Mannen aus der Brettspielhauptstadt Deutschlands dafür aber gegen das am heutigen Tage wenig überzeugende Team um Kapitän Patrick Jarrett zu Werke und fügten den Löwen als dritte Mannschaft überhaupt eine Niederlage nach regulärer Spielzeit zu.

Löwen verlieren in Überzahl den Faden

Dabei kamen die Südhessen gut in die Partie und setzten die Towerstars gleich unter Druck. So bot sich ihnen schon nach 2 Spielminuten die Gelegenheit zum Powerplay. Doch die im bisherigen Saisonverlauf so gut aufgestellten Überzahlformationen taten sich diesmal ungewohnt schwer.

Stattdessen kamen die Gastgeber durch Daniel Pfaffengut bei einem Konter zu einer guten Einschussgelegenheit, doch im Duell Eins-gegen-Eins gegen Löwen-Schlussmann Brett Jaeger traf dieser nur das Außennetz (3. Spielminute). Kurz darauf war der 20-jährige Center dann aber doch erfolgreich und sorgte 12 Sekunden nach Abslauf der Strafzeit aus dem Slot für die 1:0-Führung.

Die Frankfurter agierten nun zunächst sichtlich verunsichert, fanden aber dank Brett Jaeger, der in dieser Phase die Übersicht behielt, zurück in die Partie, ohne die zurückgewonnene Kontroll über das Spielgeschehen in Zählbares ummünzen zu können.

Angriff wird zum Boomerang

So versuchte es das Löwen-Rudel von Paul Gardner nach dem Pausentee mit aggressivem Forechecking, welches sich jedoch leider zum Boomerang entwickelte. Nach starker Puckeroberung im Ravensburger Drittel rutschte die Ablage von Goldhelm CJ Stretch an David Cespiva vorbei, so dass Mathieu Tousignants Alleingang nur durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Penalty verwandelte der kanadische Rechtsaußen dann eiskalt (22.).

So sahen sich die Löwen erneut mit einem Zwei-Tore-Rückstand konfrontiert, erschwerten sich eine neuerliche Aufholjagd jedoch zum Einen mit zu vielen Strafzeiten und zum anderen mit zu umständlichen Spiel.

Roloff sorgt für Entscheidung in Unterzahl

Letzteres sorgte dann auch für die Entscheidung in dieser Partie. Brian Roloff stellte bei Löwen-Überzahl so lange den Passweg von Richard Mueller zu, bis der Matchwinner vom Freitag die Balance verlor und dem US-Amerikaner der Ravensburger die nächste unbedrängte Kontersituation ermöglichte. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und netzte eiskalt ein (46.).

Zwar keimte nach einem von Brett Breitkreuz eingeleiteten Eigentor eines hereinrutschenden Towerstars-Verteidigers nochmal für einen kurzen Moment Hoffnung auf (48.), doch Raphael Kapzan stellte nur 76 Sekunden nach dem Anschlusstreffer den Drei-Tore-Rückstand aus Löwensicht wieder her.


Letztes Heimspiel vor der Länderspielpause am Dienstag

Bereits übermorgen, am Dienstag, den 1. November 2016 geht es für die Löwen mit dem nächsten Heimspiel weiter. Um 19:30 Uhr gibt der Aufsteiger, die Bayreuth Tigers, seine Vistenkarte in der Eissporthalle in Frankfurt ab.

Karten für dieses und alle weiteren Heimspiele der Löwen können im Löwen-Ticketshop erworben werden.


Ravensburg Towerstars - Löwen Frankfurt 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)

Statistik


Löwen Frankfurt

Torhüter: Florian Proske, Brett Jaeger

Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Maximilian Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Matt Tomassoni

Stürmer: Patrick Jarrett, CJ Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Joel Keussen, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Lukas Laub, Nils Liesegang

Trainer: Paul Gardner