Liese schreibt Löwen-Geschichte

28. Dezember 2016, 23:00 Uhr

Beim 5:2-Erfolg gegen die Dresdner Eislöwen krönt sich Nils Liesegang zum besten Scorer der Löwen-Geschichte.

Frankfurt (MK) - Trevor Erhardt, Pat Lebeau, Mannix Wolf und Robert Reichel. Die 25-jährige Löwen-Historie ist zweifelsohne reich an fantastischen Offensivkräften, die jeden Frankfurter Eishockey-Fan mit der Zunge schnalzen lassen.

Doch seit dem heutigen Abend ist ein anderer der Scorer-König der Löwen: denn mit seinem 359. Scorerpunkt übernahm Nils Liesegang die Führung in der ewigen Bestenliste des Löwen-Eishockeys.

Auch wenn der trickreiche Spielmacher bereits in der ersten Spielzeit in Südhessen mit 114 Punkten die Oberliga aufmischte, wurde gerade außerhalb der Stadtgrenzen Frankfurts immer wieder die Zweitligatauglichkeit des heute 29-jährigen Linksaußen angezweifelt.

Doch der gebürtige Gelsenkirchener ist mittlerweile nicht nur der dienstälteste Löwe und absoluter Führungsspieler, sondern hat sich allen Unkenrufen zum Trotz zu einem der besten Offensivspieler der DEL2 entwickelt.

Eislöwen gehen wieder in Front

Zunächst hatten jedoch die eisigen Artgenossen aus Dresden Grund zum Jubeln. Arturs Kruminsch überwand in der 10. Spielminute seinen alten Teamkollegen Brett Jaeger. Der Deutsch-Kanadier hütete erneut das Löwen-Tor, da Florian Proske mit einer leichten Zerrung für den Rest des Kalendarjahres ausfällt.

Anders als in den Partien zuvor war die Gäste-Führung diesmal jedoch das Resultat eines leichten Chancenplus, welches Eric Valentin kurz vor der ersten Pause durch einen abgefälschten Schuss gar noch in eine Zwei-Tore-Führung (19.) ummünzte.

Liese holt sich den Meilenstein

Wie schon beim 5:3-Sieg am 2. Weihnachtstag trieb Löwen-Kapitän Patrick Jarrett seine Meute an und läutete mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 die Kehrtwende ein.

Gerade einmal 18 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, als der Kanadier einen Schuss von Mike Card in Überzahl unhaltbar abfälschte (21.). Es war der erste Powerplaytreffer seit Anfang Dezember für die Löwen.

Die Hausherren erhöhten nun die Intensität beim Körperspiel und fanden immer besser in die Begegnung. Der Ausgleich durch CJ Stretch (28.) war die logische Konsequenz.

Doch die Scheinwerfer waren diesmal ausnahmsweise nicht auf den Torschützen, sondern auf den Assistenten gerichtet. Denn Nils Liesegangs Vorlage war sein 359. Scorerpunkt im Löwen-Dress.

Liese mit dem Gamewinner

Und der Mann des Tages setzte in der sehr intensiven Partie gar noch einen drauf: mit dem Puck am Schläger kurvte er ungestört gen Zentrum und düpierte Hannibal Weitzmann im Eislöwen-Tor auf der Fanghandseite (46.).

Die über 5.000 Zuschauer in der Eissporthalle waren nun völlig aus dem Häuschen und auch ihre Lieblinge auf dem Eis ließen trotz der Ausfälle von Pawel Dronia und Joel Keussen nicht mehr locker.

Richard Mueller zündete den Turbo und erhöhte mit einem platzierten Schuss aus vollem Lauf auf 4:2 (51.) und brachte Bill Stewart und sein Team gehörig unter Zugzwang.

Der gewiefte Taktiker zog schon früh alle Register und nahm seinen Schlussmann bereits knapp drei Minuten vor Spielende vom Eis. Diese Schlussoffensive ging nach hinten los. Clarke Breitkreuz netzte nach einem beherzt geführten Zweikampf in das leere Tor zur Entscheidung ein (58.).

Jahresabschluss an der Zugspitze

Die letzte Partie des Jahres 2016 bestreiten die Löwen am Freitag beim SC Riessersee. Ab 20 Uhr wollen die Löwen dort dann mit einem Sieg im Schatten der Zugspitze den Druck auf Spitzenreiter Bietigheim erhöhen.

Das nächste Heimspiel bestreitet das Löwen-Rudel am 6.01. gegen die Heilbronner Falken. Spielbeginn am Dreikönigstag ist um 19:30 Uhr. Tickets für diese und alle anderen Partien können im Löwen-Ticket-Shop erworben werden.

Löwen Frankfurt - Dresdner Eislöwen 5:2 (0:2, 2:0, 3:0)

Statistik

Löwen Frankfurt
Torhüter:
Brett Jaeger, Fabian Heyde
Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen, Matt Tomassoni
Stürmer: Patrick Jarrett, CJ Stretch, Ricco Ratajczyk, Maximilian Gläßl, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Nils Liesegang