Fünf Punkte aus dem Sachsendoppelpack

30. September 2016, 23:04 Uhr

Dank eines 6:4-Heimerfolgs gegen die Dresdner Eislöwen klettern die Löwen auf Rang 2. Nils Liesegang mit drei Punkten Spieler des Tages.

Frankfurt (MK) - Nur fünf Tage nach dem Gastspiel in der Lausitz empfingen die Löwen Frankfurt mit den eisigen Artgenossen aus Dresden den nächsten Gegner aus Sachsen in der heimischen Eissporthalle und komplettierten damit die erste Runde des Sachsendoppelpacks.

Auf dem Papier alles andere als eine angenehme Aufgabe für die Südhessen, die in der Vorsaison gegen die Mannen von Trainer Bill Stewart beide Male das heimische Eis als Verlierer verließen. Doch das Fremde liegt den Sachsen dieser Tage offenkundig nicht.

Mit einem 6:4-Heimsieg sorgte das Löwen-Rudel von Trainer Paul Gardner für die dritte Auswärtsniederlage der Elbstädter in Serie, die in der Ferne weiterhin auf den ersten Punktgewinn warten.

Kalte Dusche für die Löwen

Dabei erwischten die Gäste einen Start nach Maß. Gerade einmal 66 Sekunden waren gespielt, da musste Brett Jaeger, der gegen seine letztjährigen Teamkollegen den Vorzug vor Florian Proske erhielt, das erste Mal den Puck aus dem Netz fischen. Der Ex-Frankfurter Petr Macholda hatte im Powerplay von der blauen Linie Maß genommen und überwand den Löwen-Schlussmann auf der Fanghand (1.).

Auch Brendan Cook war mit einem Handgelenkschuss auf dieser Seite erfolgreich und erhöhte nach einem Konter auf 2:0 (10.) für die blau-weiß gekleideten Sachsen.

Die Hausherren brauchten etwas Zeit, ehe sie gegen die engagiert und aggressiv zu Werke gehenden Eislöwen besser in die Partie fanden. Clarke Breitkreuz (14.) sorgte nach Vorarbeit von Nils Liesegang für den Anschlusstreffer.

Special Teams sorgen für die Wende

Für die Wende in der Begegnung sorgten im Mitteldrittel dann die Special Teams der Löwen, obgleich es danach zunächst nicht aussah.

Mit aggressivem Unterzahlspiel setzten die Gäste dem in der Vorwoche gegen Ravensburg noch so blendend funktionierendem Überzahlspiel der Frankfurter zu, die eine fünfminütige Überzahlmöglichkeit nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Alexander Höller zu Beginn des Abschnitts (22.) ungenutzt verstreichen ließen.

Doch die Löwen lernten aber schnell und so nutzte Dennis Reimer die nächste Powerplay-Gelegenheit zum Ausgleich (30.). Dieser währte jedoch gerade einmal 30 Sekunden. Der Torjubel der knapp 3.400 Zuschauer im Rund der Eissporthalle war noch nicht verklungen, da besorgte Lucas Dumont (31.) nach einem schnellen Gegenangriff die erneute Führung.

Die Hausherren waren nun aber auf Betriebstemperatur angekommen: Eric Stephan erzielte in Unterzahl den neuerlichen Ausgleich (35.), C.J. Stretch brachte seine Farben 22 Sekunden vor der Pause  auf die Siegerstraße (40.).

Jarretts Traumtor sorgt für Sicherheit

Dass die Frankfurter diese nicht mehr verließen, dafür sorgte der Kapitän nach einem langen Zuspiel in spektakulärer Weise selbst. Patrick Jarrett vernaschte zunächst einen Eislöwen-Verteidiger und düpierte im Anschluss Hannibal Weitzmann mit einem Schuss zwischen dessen Schoner (44.).

Zwar konnten die Dresdner durch Marius Garten, der einen abgefälschten Macholda-Schuss am langen Pfosten freistehend verwerten konnte, kurz vor Spielende (9.) nochmals verkürzen, doch für eine Wende reichte es nicht mehr.

Stattdessen setzte Nils Liesegang mit einem Schlenzer von der Mittellinie ins leere Gehäuse den Schlusspunkt in dieser Partie (60.).

Sonntag an der Zugspitze, nächstes Heimspiel am 7. Oktober

Weiter geht es für die Löwen am Sonntag um 18:30 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim SC Riessersee. Das nächste Heimspiel steht dann am kommenden Freitag, den 7. Oktober 2016 um 19:30 Uhr gegen die Heilbronner Falken auf dem Programm.

Tickets für alle Heimspiele der Löwen gibt es im Löwen-Ticket-Shop.

Löwen Frankfurt - Dresdner Eislöwen 6:4 (1:2, 3:1, 2:1)

Statistik

Aufstellung Löwen Frankfurt:

Torhüter: Brett Jaeger, Florian Proske
Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Maximilian Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen,
Stürmer: Patrick Jarrett, CJ Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Dennis Reimer, Lukas Laub, Nils Liesegang