Sieben Eier im Steelers-Nest

15. April 2017, 20:45 Uhr

Mit einem 5:7-Auswärtserfolg sichern sich die Löwen Spiel 1 der Finalserie bei den Bietigheim Steelers. Brett Breitkreuz erzielt einen Hattrick.

Bietigheim (HW) - Die Löwen Frankfurt sichern sich in einem hochspannenden Spiel mit einem 7:5-Erfolg den ersten Sieg in der Finalserie gegen die Bietigheim Steelers. Im Duell der beiden besten Teams der Liga betrieben beide Mannschaften beste Werbung für den Eishockeysport und lieferten sich eine hart umkämpfte und hochklassige Auseinandersetzung um die DEL2-Meisterschaft.

Nachdem die Löwen den Anfangsabschnitt klar für sich entschieden, lieferten sich beide Teams im Mittelabschnitt ein ausgeglichenes Spiel. Mit einem Treffer im Schlußdrittel starteten die Gastgeber noch einmal eine Schlußoffensive, in der sie auf den Ausgleich drängten, doch sicherte Brett Breitkreuz mit seinem dritten Treffer des Abends den Sieg in der Schlußminute.

Ein Start nach Maß

In einem zunächst ausgeglichenen Anfangsabschnitt nutzten die Löwen die erste Überzahlgelegenheit nach 7 Minuten direkt. Benjamin Zientek hatte noch nicht richtig auf der Strafbank Platz genommen, da zappelte der Puck bereits im Netz. CJ Stretch hatte das Bully gewonnen und Brett Breitkreuz im Nachschuß getroffen.

Mit der Führung im Rücken agierten die Löwen aus einer massiven Defensive heraus. Die Hausherren kamen so nun zwar zu größeren Spielanteile, doch fanden sie keinen Weg an der Löwenverteidigung und dem erneut stark haltenden Brett Jaeger vorbei.

Zweieinhalb Minuten vor Drittelende fing Lukas Laub einen Aufbaupass der Steelersverteidigung an der blauen Linie ab. Unaufhaltsam zog der Youngster zum Tor und netzte aus halblinker Postion ein.  Die Löwen starteten daraufhin eine Schlußoffensive im Anfangsabschnitt und Eric Stephan erhöhte noch vor Drittelende mit einem geschlenzten Distanzschuß durch Freund und Feind hindurch auf 3:0.


Schrecksekunde zur Mitte des Spiels
Im Mittelabschnitt starten die Steelers druckvoll aus der Kabine und nutzten eine frühe Überzahl zum Anschlußtreffer durch Robin Just (23.). Die Löwen antworteten noch in der gleichen Spielminute. Zunächst verfehlte Brett Breitkreuz im Slot stehend noch knapp das Tor, Sekunden später nutzte er jedoch seine nächste Schußgelegenheit und stellte den alten Abstand wieder her (23.).

Das Spiel nahm nun an Härte zu. Nach einer Attacke von Sebastian Alt gegen Torhüter Brett Jaeger stellte Löwenverteidiger Eric Stephan den Schwaben zur Rede und beide Spieler fanden sich nach kurzem Handgemenge auf der Strafbank wieder.

Frankfurt blieb zunächst weiter am Drücker und erhöhte zwischenzeitlich auf 5:1: Nils Liesegang schickte Richie Mueller auf die Reise, der Sinisa Martinovic mit einem platzierten Schuß das Nachsehen ließ (26.).

Wenig später nutzten die Gastgeber ihr bekannt starkes Powerplay und liessen der Löwenverteidigung in doppelter Unterzahl keine Abwehrchance (29.). Doch es sollte noch schlimmer kommen: Löwengoalie Brett Jaeger signalisierte zur Mitte des Spieles, dass er nicht weiterspielen könne. Florian Proske übernahm den Platz im Löwengehäuse (30.) und fand mit guten Paraden gegen Benjamin Zientek (37.) und René Schoofs (39.) auch gleich gut ins Spiel.

Seine Vorderleute blieben in der Folge vor allem mit ihrem Konterspiel gefährlich. Nachdem Richie Mueller zunächst noch mit seinem Alleingang scheiterte, legte er im nächsten Versuch zu Christoph Gawlik quer, der den Puck unterm Lattenkreuz versenkte (39.).

Doch auch die Steelers sollten kurz vor Drittelende noch einmal nachlegen. Nach einer zweifelhaften Strafe gegen Brett Breitkreuz benötigten die Hausherren nur 10 Sekunden, um zum 3:6 Zwischenstand zu verkürzen (40.).

Löwen wehren Schlußoffensive ab.
Im Schlußabschnitt kontrollierten die Gäste aus Frankfurt zunächst die Partie und Bietigheim schien sich bereits in sein Schicksal zu fügen, als Benjamin Zientek sich mit einem Alleingang gegen zwei Löwen durchsetzte und mit seinem Treffer den Heimfans und seinem Team noch einmal neues Leben einhauchte (48.).

Immer wieder kombinierte sich das Team des Tabellenführers der Vorrunde vors Löwentor und ein ums andere Mal verteidigten die Frankfurter um Ersatzgoalie Proske in höchster Not. Nachdem Proske zunächst noch gegen Robin Just grandios parierte (51.) war er gegen den nächsten Steelerskonter und den Direktschuß Marcus Sommerfelds machtlos (53.).

Ausgerechnet in Unterzahl hatten die Löwen in der Schlußphase ihre besten Chancen, doch sowohl Patrick Jarrett als auch Christoph Gawlik scheiterten jeweils knapp an Steelers-Goalie Martinovic (54.). Beide Teams lieferten sich nun einen echten Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, ohne jedoch erneut zum Torerfolg zu kommen.

Erst als Steelerscoach Kevin Gaudet in der Schlußminute seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, machte Brett Breitkreuz seinen Hattrick und den 7:5 Endstand aus Löwensicht mit einem Treffer ins leere Tor perfekt.

Spiel 2 am Ostermontag in der Eissporthalle
Übermorgen, am Ostermontag, den 17. April 2017, geht die Serie in der Eissporthalle Frankfurt weiter. Spielbeginn ist bereits um 16:00 Uhr. Spiel drei findet am kommenden Mittwoch wieder in Bietigheim statt, ehe die Löwen am kommenden Freitag um 19:30 dann erneut Heimrecht haben.

Tickets für die Heimspiele erhaltet Ihr wie immer im Löwen-Ticket-Shop. Außerdem überträgt SpradeTV die Partien natürlich live.

Bietigheim Steelers - Löwen Frankfurt 5:7 (0:3, 3:3, 2:1)

Statistik

Löwen Frankfurt:

Torhüter: Brett Jaeger, Florian Proske

Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Max Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen, Matt Tomassoni

Angreifer: Patrick Jarrett, Christoph Gawlik, C.J. Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Lukas Laub, Nils Liesegang

Trainer: Paul Gardner