Winning in a Winter-Wonderland

30. Dezember 2016, 22:42 Uhr

Das Gastspiel in Garmisch-Patenkirchen gewinnen die Löwen mit 5:2 und bauen so ihre kleine Siegesserie auf drei Spiele aus.

Feiertags-Saison, Eishockey-Festtage. Gerade einmal 48 Stunden nach dem Comeback-Sieg gegen Dresden gewannen die Löwen ihr nächstes Spiel - heute beim SC Riessersee.

Die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel bietet traditionell einen dichten Spielplan und gilt als eine der Schlüsselphasen im Verlauf einer Saison. Für die Fans Eishockey-Feiertage, für die Teams eine der härtesten Phasen in der Saison. Erstrecht wenn man eine kurze Bank zur Verfügung hat, wie die Löwen Frankfurt zurzeit. Entsprechend ist die Effektivität der entscheidende Schlüssel zum Sieg. Und genau diesen Aspekt demonstrierten die Löwen heute eindrucksvoll.

Mit dem Fokus auf einer sicheren und konsequenten Defensive, die dem SC Riessersee kaum Kombinationsmöglichkeiten oder Schussbahnen in der Offensive zugestand und eigenen Toren „zum richtigen Zeitpunkt“ erweiterten die Löwen ihre kleine Siegesserie auf nunmehr drei Spiele.

Um im Kampf um die direkte Play-Off-Qualifikation nicht ins Hintertreffen zu geraten, könnte solch eine Serie auch Tim Regans Team gut gebrauchen. Die Saison des SC Riessersee gleicht bisher ein wenig dem Auf-und-Ab der Zugspitzbahn. Vor Weihnachten gewann der SCR dreimal in Serie, trotzte dann auch Bietigheim einen Punkt ab, nur um am Dienstag im Derby gegen Kaufbeuren zu unterliegen.

Vor dem heutigen Spiel musste Löwen-Coach Paul Gardner kurzfristig auch noch auf den erkrankten Pavel Dronia verzichten, der in Frankfurt geblieben war. An die Seite von Mike Card rückte Max Gläßl, während die Pärchen Matt Tomassoni und Eric Stephan sowie David Cespiva und Joel Keussen unverändert blieben. Ebenso unverändert- auch wenn man sich in Riessersee auf vier Reihen einstellte- der 9-Mann-Sturm der Löwen. Damit herrschte zumindest personell Gleichheit auf dem Eis, denn auch der SCR ist aktuell stark von Verletzungen (u.a. Oakley, Eichinger, Eder), geplagt.

Defense first
Das erste Drittel begannen die Löwen kontrolliert aber für ihre Verhältnisse eher verhalten. Die konsequente Defensive erlaubte den anlaufenden Hausherren wenig Platz für strukturiertes Offensivspiel, so dass Riessersee auch im ersten Powerplay zu keiner wirklich guten Gelegenheit kam. Stattdessen provozierten die Löwen mehrfach Fehlpässe und generierten eigene Puckgewinne.

Unter dem Druck von Patrick Jarrett misslang Andreas Driendl 17 Sekunden vor Ende der Strafzeit gegen Eddy Rinke-Leitans eine Ablage im eigenen Drittel. Jarrett hatte damit völlig freie Bahn auf das Tor von Mathias Nemec, tanzte den Goalie des SCR aus und brachte sein Team mit 1:0 in Führung (8. Min).

Der Gegentreffer entmutigte Riessersee sichtlich und die Löwen erweiterten ihr schnörkelloses Spiel zunehmend auf das Drittel des SCR. Einen Querpass von Roman Pfennings entlang der blauen Linien traf Richie Mueller per Direktabnahme zwar nicht richtig, aber die Scheibe schlug dennoch hinter Nemec in den Maschen ein (11.).

Obwohl die Löwen das Spiel bis zur Drittelpause unter Kontrolle hatten, kam Riessersee noch zum Anschluss. Von der Bande hinter dem Tor gelang es Mattias Beck die Scheibe vor das Tor von Brett Jaeger zu schieben, wo Roope Ranta freistehend wenig Mühe hatte das 1:2 zu erzielen (18.).

Souveräne Kontrolle
Auch wenn der Anschluss Riessersee neuen Schwung gab, die Löwen hielten unbeeindruckt an ihrem Spielplan fest. Die tief stehenden Verteidiger hatten, unterstützt von den aushelfenden Stürmern, meist wenig Mühe die tiefen Pässe des SCR aus der Zone zu entschärfen.

Offensiv kam den Löwen ihre läuferische Stärke zu Gute mit der sie die Hausherren mehrfach in ihre Zone drängten und zu freien Schüssen kamen. Die erneute zwei-Tore-Führung besorgte Richie Mueller im Powerplay mit seinem altbewährten Erfolgsrezept: Mike Card passte von der blauen Linie diagonal auf Mueller im linken Bullykreis und nachdem die erste Direktabnahme noch knapp über das Tor ging, passte der zweite Versuch Sekunden später perfekt. Begleitet vom „Ping“ der Lattenunterkante schlug der Puck im Netz ein (23.). 

40 Sekunden später erhöhte Roman Pfennings mit seinem ersten Saisontreffer gar auf 4:1 (24.) Bei seinem mächtigen Pfund auf die Stockhandseite war Matthias Nemec machtlos.

Brenzlig wurde es für die Löwen noch einmal in der 30. Minute als kurz nacheinander Clarke Breitkreuz und Richie Mueller auf die Strafbank mussten. Natürlich drängte Riessersee die Löwen in die Defensive, das Trio Brett Breitkreuz, Mike Card und Matt Tomassoni verhinderte allerdings mit einem mehr als eine Minute andauernden „Monster-Shift“ den erneuten Anschluss.

So ganz war dem SC Riessersee damit der Zahn aber dennoch nicht gezogen. Dank eines Wechselfehlers kamen die Hausherren in der 47. Minute zu einem Überzahlspiel, welches sie durch einen Treffer von Andreas Driendl auch prompt zum 2:4 nutzten (48.).

Als Clarke Breitkreuz vier Minute später aber auf 5:2 erhöhte (52.) war der letzte Sieg im Jahr 2016 perfekt.

Ausblick
Das neue Jahr 2017 beginnen die Löwen am Dienstag, den 03.01.2017 mit einem Auswärtsspiel beim EHC Freiburg (19.30Uhr). Zum nächsten Heimspiel empfangen die Löwen am Freitag, den 06.01.2017, die Heilbronner Falken. Spielbeginn in der Eissporthalle ist wie immer um 19.30 Uhr.

Tickets erhaltet Ihr im Löwen-Ticket-Shop. Außerdem überträgt SpradeTV live.

 

SC Riessersee - Löwen Frankfurt 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)

Statistik

 

Löwen Frankfurt:

Torhüter: Brett Jaeger, Fabian Heyde

Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Max Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen, Matt Tomassoni

Angreifer: Patrick Jarrett, C.J. Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Nils Liesegang

Trainer: Paul Gardner