Spielbericht

5:1 für ein 2:2! Löwen erzwingen Spiel 5

Ein deutlicher 5:1-Sieg gleicht die Serie gegen die Bietigheim Steelers aus; Sebastian Collberg trifft doppelt

Frankfurt (MH) – In einem spannenden Playoff-Spiel bezwingen die Löwen die Bietigheim Steelers und wehren damit den zweiten Matchball der Steelers zum Seriensieg ab. Beim 5:1-Heimsieg in der Frankfurter Eissporthalle am Donnerstagabend beweisen die Löwen vor allem Stärke in den Special Teams: Drei Treffer in Überzahl ebnen den Weg zum Sieg in Spiel 4.

Torloses Anfangsdrittel trotz spielbestimmender Gäste 

Mit dem Aufwind eines Matchpucks starteten die Gäste aus dem Ellental schwungvoll in das Anfangsdrittel. In einem bereits zu Beginn hitzigen Spiel hielten sich beide Teams kaum im Mitteldrittel auf, überbrückten dieses schnell und waren daher um umso mehr Druck in der Offensivzone bemüht.

Zwar verzeichneten die Löwen in Person von Sebastian Collberg und Kale Kerbashian ihre erste Chance (4.), in der Folge erarbeiteten sich die Bietigheimer jedoch stetig mehr und mehr Überlegenheit und bewiesen dabei mehr Gefahr als noch bei der 2:6-Heimniederlage am vergangenen Dienstag. Einen 2-auf-1-Konter auf das Löwen-Gehäuse vereitelte Basti Kucis mit der Fanghand (10.).

Die erste Strafe im Spiel zogen dann die Löwen, als Alexej Dmitriev unmittelbar nach dem Powerbreak in die Kühlbox musste. Zwar drückten die Bietigheimer auf die Führung, doch Löwen-Goalie Kucis bewies sich erneut als sicherer Rückhalt und rettete dabei mitunter gegen den einschussbereiten Robin Just (12.).

Und auch das lautstarke Monieren einer Strafe der Steelers-Bank blieb folgenreich, als Martin Buchwieser seine Löwen mit einem „Stockcheck“ in Unterzahl brachte. Die zweite Unterzahl am Abend killten die Löwen diesmal erneut, ohne den Steelers Druck aufs Tor zu gewähren. Es blieb somit trotz des spielerischen Übergewichts durch die Gäste mit insgesamt 5 zu 23 Torschüssen nach dem 1. Drittel torlos.

Effektive Löwen beißen gegen weiterhin drückende Steelers zu

Auch in den ersten Minuten des Mitteldrittels kam Bietigheim aktiver und mit mehr Puckbesitz aus der Kabine, während die Löwen ihrerseits dagegen ankämpften und sich mit einigen Icings aus dem Klammergriff der Steelers befreiten. Zwar blieben die Steelers im Mitteldrittel stets dominant, konnten dies aber nicht auf die Anzeigetafel bringen.

Weitere interessante Regelauslegungen sorgten dann zeitweilig für eine doppelte Löwen-Unterzahl, welche die Löwen aber weiterhin stark verteidigten und das 0:0 hielten. Nach dem Powerbreak kamen die Löwen erstmals in den Genuss eines Überzahlspiels, konnten dieses aber nicht ausnutzen. Erst mit dem zweiten Löwen-Powerplay des Abends kam es dann zum ersten Treffer im Spiel: Sebastian Collberg musste den Abpraller des Steelers-Goalie Doubrawa nur ins halbleere Tor zum 1:0 einschieben (35.).

Special Teams erzwingen Spiel 5

Zum Schlussdrittel zeichnete sich erstmals ein ausgeglichenes Bild an Spielanteilen: Die Löwen beschäftigten die Gäste vor allem an der Bande, behaupteten mehr Puckbesitz für sich und schwächten damit den Druck der Ellentaler ab. So war der nächste Überzahl-Treffer auch den Löwen vorbehalten – und wieder hieß der Nutznießer Sebastian Collberg: Einen weiteren Abpraller des Gäste-Goalies nach einem Kerbashian-Schuss auf den Schoner Doubrawas, staubte Collberg zum 2:0 ab.

Doch die Steelers wehrten sich: In einer unachtsamen Sekunde umkurvte Riley Sheen die Abwehr der Löwen und schob den Puck unmittelbar nach dem zweiten Treffer der Löwen zum 2:1-Anschluss ein. Dies rüttelte die Steelers scheinbar wach, denn Basti Kucis sah sich mit einer Schoner-Glanzparade im Liegen gezwungen, den Ausgleich durch Steelers-Stürmer Zientek zu vermeiden (49.).

Löwen beweisen Geschlossenheit und machen den Deckel drauf

Im Schlussspurt tüteten die Löwen den Sieg ein. Mit dem 3:1 durch Max Faber (50.) vom Bully weg und durch die Beine des Steelers-Schlussmannes, stellte die Fritzmeier-Mannschaft die Weichen auf Sieg. In der Folge rannten die Steelers an, konnte aber keine nennenswerten Chancen verbuchen. In der nächsten Überzahl brachte sich Martin Buchwieser aufs Scorerboard, der einen angetäuschten Distanzschuss in den Winkel zum 4:1 abtropfen ließ (55.). Auch ohne Türhüter und in Löwen-Unterzahl gelang den Schwaben kein Treffer, sodass Stephan MacAulay mit 5:1 das letzte Tor des Abends schoss (58.).

Ausblick

Das entscheidende 5. Spiel der Löwen bei den Bietigheim Steelers findet am kommenden Samstag, den 01.05., um 17:00 Uhr in Bietigheim statt und wird live auf SpradeTV übertragen. Der Sieger des Spiels zieht in das Halbfinale ein und trifft auf den Sieger der Serie EHC Freiburg gegen ESV Kaufbeuren.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 5:1 (0:0, 1:0, 4:1)