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Auf geht‘s! Löwen starten Saison 2021/2022 in Freiburg

1. Spieltag – EHC Freiburg vs. Löwen Frankfurt – Fr., 01.10.21 - DEL2-Saison 2021/2022

Es geht wieder los! Die Löwen Frankfurt starten auf den Tag genau fünf Monate nach Saisonende in die neue Spielzeit 2021/2022 der DEL2. Wiedersehensfreude ist angesagt, denn nach mehr als 500 Tagen sind nun auch endlich wieder Zuschauer zu den Ligaspielen zugelassen!

Zum Auftakt führt die Reise das Löwen-Rudel in die altehrwürdige Echte Helden Arena ins Breisgau und damit in die südlichste Großstadt Deutschlands - Freiburg.

Für alle daheimgebliebenen Löwen-Fans wird die Partie jedoch wie gewohnt via SpradeTV in die heimischen Wohnzimmer gestreamt.

Lage der Löwen: Auf geht’s - kämpfen und siegen!

Einen überaus arbeitsreichen Sommer verlebte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier, der mit der Last-Minute-Verpflichtung von Yannick Wenzel am vergangenen Samstag das Dutzend an Neuzugängen voll machte.

Neben dem erfahrenen U24-Stürmer aus Bietigheim setzte der König der Löwen dabei vornehmlich auf die kanadische Karte und lotste mit Rylan Schwartz, Ryon Moser, Bobby Raymond, Matt Carey, Dylan Wruck, und Carson McMillan sechs Spieler aus dem Mutterland des Eishockeys in die Mainmetropole. Besonderes Augenmerk dürfte, neben dem ehemaligen Spieler des Jahres Dylan Wruck, auch auf Jake Hildebrand liegen, der als amtierender ECHL-Torhüter des Jahres den Sprung über den großen Teich wagt und als erster Goalie seit Landsmann Bryan Hogan zu Saisonbeginn eine Kontingentstelle einnimmt.

Notwendig wurde der personelle Umbruch unter anderem auch, da die bei den Löwen entwickelten Talente Luis Schinko, Leon Hüttl und Mike Fisher wie schon zuvor die Eisenmenger-Brüder den Talentspähern der DEL-Clubs nicht verborgen geblieben waren. So stellt sich das neue Löwen-Rudel auf dem Papier deutlich erfahrener auf.

Dies muss keineswegs ein Nachteil sein für die beiden neuen Löwen-Dompteure Bohuslav Subr und Jan Barta, die an der Bande nun die Zügel (und notfalls auch die Peitsche) in der Hand halten.

In der Vorbereitung zeigte die Leistungskurve nach drei Niederlagen zum Auftakt zuletzt deutlich nach oben: Sowohl das einzige Testspiel auf heimischem Eis gegen die Saale Bulls aus Halle und die Generalprobe bei den Tölzer Löwen konnten siegreich gestaltet werden.

Der Gegner: Quo vadis, Freiburg?

Einen ähnlich großen Aderlass galt es für die Wölfe Freiburg zu kompensieren. Der schmerzlichste Verlust dürfte dabei sicherlich der Wechsel ihres Erfolgscoachs Peter Russell sein, der die Wölfe gemeinsam mit seinem Assistenten Jack Hartigan in den vergangenen beiden Spielzeiten an die Spitze der DEL2 geführt hatte.

Zwar stehen dem neuen Trainer-Duo Peter Hoffmann und Petr Bares mit Nicholas Pageau in der Verteidigung sowie Dauerbrenner Nikolas Linsenmaier und Scott Allen noch einige Stützen der Überraschungsteams der letzten beiden Spielzeiten zur Verfügung, mit Schlussmann Ben Meisner und Top-Scorer Andreé Hult konnten die Breisgauer jedoch ihre zwei wohl besten Akteure nicht in Freiburg halten.

So stellt sich nicht nur an der Dreisam die Frage, wohin der Weg die Wölfe in der kommenden Saison führen wird. Einen eindeutigen Fingerzeig konnte die Vorbereitung nicht geben. Überzeugenden Siegen gegen die Schweizer Konkurrenz aus Zug und Basel steht eine deutliche 2:8-Schlappe gegen den Ligarivalen aus Bad Nauheim gegenüber.

Prognose: Mögen die Spiele beginnen

Auch ein Blick in die Vergangenheit ist wenig aufschlussreich, um die Prognose zu schärfen: Während die Löwen drei ihrer letzten fünf Auftaktspiele siegreich gestalten konnten, fällt die Bilanz für die Wölfe aus Freiburg mit zwei Siegen nur unwesentlich schlechter aus.

Hoffnung macht hingegen die „ewige Bilanz“ beider Kontrahenten: Mit 21 Siegen aus 27 Spielen spricht diese bei einem Torverhältnis von 110:72 eine eindeutige Sprache zu Gunsten der Löwen. Mit zehn Siegen aus 13 Spielen erscheint auch die Franz-Siegel-Halle in Freiburg ein gutes Pflaster für die Südhessen zu sein.

Jedoch: Papier ist geduldig, daher gilt: Mögen die Spiele beginnen!