Spielbericht

Back with a bang!

Bei der Rückkehr auf die große PENNY DEL-Bühne setzen die Löwen beim Titelkandidaten Wolfsburg mit einem 5:2-Auswärtssieg gleich ein fettes Ausrufezeichen

Wolfsburg (MK) – 4.547 lange Tage ist es her, dass Matt Hussey dem Frankfurter Eishockey im Playoff-Viertelfinale 2010 in der Verlängerung von Spiel 4 den Sudden Death versetzte. Damals ahnte niemand in der Saturn-Arena, dass es für mehr als 12 Jahre das letzte Frankfurter Spiel in Deutschlands Eliteliga sein sollte.

Von Nervosität war beim Comeback auf der großen Eishockeybühne jedoch wenig zu merken: Trotz eines frühen 0:2-Rückstands steckte der Aufsteiger beim Champions-League-Teilnehmer aus Wolfburg nie auf und feierte dank eines Hattricks von Nathan Burns einen 5:2-Auswärtssieg zum Auftakt. Neben Nathan Burns trugen sich Brett Breitkreuz und Brendan Ranford in die Torschützenliste ein. Mit 24 Paraden erwies Jake Hildebrand auch in der DEL zum gewohnten Rückhalt.

Frühe Rückschläge

Zwar hatte das Rudel von Löwen-Dompteur Gerry Fleming in der Vorbereitung schon unter Beweis gestellt, dass man mit der Ligakonkurrenz auf Augenhöhe agieren kann, doch würde sich dies auch in Ligaspielen bestätigen?

Zumindest der Auftakt ließ kurzfristig Zweifel aufkommen: Jean-Christophe Beaudin und Trevor Mingoia sorgten mit einem Doppelschlag in der 5. Spielminute für die eiskalte Dusche des Aufsteigers. Ein Wechselfehler der Südhessen bescherte den heimischen Grizzlys die erste Überzahlgelegenheit, die sich nicht zweimal bitten ließen: J.C. Beaudin überwand Jake Hildebrand mit einem One-Timer aus dem High-Slot zur frühen Führung (5.).

Die Löwen hatten sich noch nicht geschüttelt, da musste Jake Hildebrand erneut die Scheibe aus dem eigenen Gehäuse fischen: Einen Puckverlust der Gäste im Mitteldrittel nutzten die Wolfsburger zum schnellen Gegenzug. Trevor Mingoia schweißte die Scheibe ebenfalls per Direktabnahme nur 22 Sekunden später unhaltbar in den Winkel (5.).

Löwen stabilisieren die Defensive

Das frühe Lehrgeld zahlte sich jedoch bald aus. Denn nach einer Sequenz von Strafzeiten auf beiden Seiten stabilisierten die Löwen die eigene Hintermannschaft und bissen sich zurück in die Partie.

Nationalkeeper Dustin Strahlmeier verhinderte mit einer sensationellen Schoner-Parade zwar zunächst den Anschluss durch Neuzugang Carter Rowney (10.), doch noch vor der ersten Pause sorgte die vierte Sturmformation in Person von Nathan Burns (19.) für den ersten Löwen-Treffer in der PENNY DEL.

Vierte Sturmformation läuft heiß

Der Treffer verlieh den Mannen aus Mainhattan weitere Sicherheit, die in der Folge dem Vorjahresdritten wenig Raum zur Entfaltung ließen.

Offensiv taten sich zwar auch die Löwen schwer, stellten dank des zweiten Treffers von Nathan Burns (38.) vor dem Schlussabschnitt jedoch alles auf Null. Über halbrechts kommend zog der Deutsch-Kanadier ins Drittel, ließ den Verteidiger mit einem schnellen Toe-Drag aussteigen und schlenzte den Puck zum Ausgleich in den Winkel.

Doch die vierte Sturmformation hatte noch weitere Pfeile im Köcher. Nathan Burns machte den lupenreinen Hattrick perfekt und netzte in der 52. Spielminute nach starkem Forecheck von Dominik Bokk und Zuspiel von Brett Breitkreuz zur ersten Führung der Partie ein.

Und es sollte noch besser kommen: Nach starkem Cycle von Carter Rowney erhöhte Brett Breitkreuz aus seinem „Wohnzimmer“ auf 4:2.

Die Gastgeber warfen in der Folge alles nach vorne – ohne Erfolg. Den Schlusspunkt setzte stattdessen Brenden Randford mit einem Schuss ins verwaiste Wolfsburger Tor (60.).

Ausblick: PENNY DEL is coming home!

Weiter geht es für die Löwen am Sonntag ab 14 Uhr mit dem ersten Heimspiel der Saison gegen die Fishtown Pinguins. Angesichts der großen Vorfreude der riesigen Löwen-Fangemeinde und der Sperrung der Ratsweg-Brücke sowie der Dippemess, wird eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen.

Grizzlys Wolfsburg - Löwen Frankfurt  2:5 (2:1; 0:1; 0:3)
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