Spielbericht

Drei wichtige Punkte für die Löwen

Die Löwen Frankfurt siegen am Family Day trotz sieben verletzter Spieler 3:1 gegen den EHC Freiburg.

Frankfurt (DS) – Vor der stimmungsvollen Kulisse von 5.143 Zuschauern in der heimischen Eissporthalle feierten die Löwen Frankfurt am Family Day zum 24. Spieltag der DEL2-Saison 2019/2020 trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von gleich sieben Feldspielern gegen den EHC Freiburg einen 3:1 (0:1, 1:1, 2:0)-Sieg.

Eddie Lewandowski, Roope Ranta und Carter Proft waren die Torschützen. Martin Buchwieser assistierte bei allen drei Treffern und erzielte drei Scorerpunkte an diesem Abend. Jimmy Hertel hielt im Löwen-Tor 36 Schüsse.

Löwen Head Coach Matti Tillikainen zeigte sich nach dem Spiel mit der Reaktion seines Team sehr zufrieden. Die Mannschaft habe die notwendige Siegermentalität gezeigt, und vor allem mit konsequenten Zweikampfverhalten, engagiertem Laufspiel und vielen geblockten Schüssen den Grundstein zum Sieg gelegt.

Löwen engagiert aber glücklos

Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von sieben Feldspielern begannen die Löwen sehr engagiert und suchten ihr Heil in der Offensive. Die ersten Torschüsse des Abends setzten in der 2. Spielminute Max Eisenmenger, nachdem Marius Erk den Puck sehenswert ins Angriffsdrittel geführt hatte und dabei die gegnerische Verteidigung überlief, sowie Dominik Meisinger und Luis Schinko in der 3. Spielminute. In der 4. Spielminute hielt Hertel einen platzierten Schuss auf das kurze Eck von Freiburgs Christian Neuert fest. Die Löwen weiter offensiv, scheiterten aber immer wieder am Freiburger Goalie Ben Meisner, der an diesem Nachmittag zum Spieler des Tages bei den Gästen avancieren sollte. 

Freiburg spielte nach verhaltenem Beginn wesentlich offensiver, wodurch sich ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel mit Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten für die Zuschauer entwickelte. Hertel musste nun mehrmals zupacken, um einen frühen Rückstand der Löwen zu verhindern. Ab der 8. Spielminute agierten die Löwen erstmals in Unterzahl, in der Frankfurts Goalie mehrfach im Mittelpunkt stand und das 0:0 festhielt.

Mit dem Schwung aus dem Überzahlspiel übernahmen nun die Gäste vorübergehend die Spielkontrolle. In der 11. Spielminute zeigte Hertel eine Glanzparade bei einer Doppelchance der Gäste. Nur wenige Sekunden später war er aber machtlos, als Scott Allen beim einem 3-auf-2-Konter den Puck mit einem Handgelenksschuss platziert zur 1:0-Gästeführung für Freiburg einnetzen konnte.

Die Löwen waren danach bemüht und mit einigen Offensivakzenten. Da Lewandowski, Max Faber ihre Torschüsse beim ersten Überzahlspiel ab der 17. Spielminute knapp neben das Tor setzten, blieb es bei der knappen Gästeführung. Gegenüber den letzten Partien zeigten sich die Löwen vor allem im offensiven Körperspiel stark verbessert und spielten mit viel Präsenz im gegnerischen Slot, leider ohne das nötige Scheibenglück für einen Treffer aus einer solchen Spielsituation.

Löwen mit mehr Biss und dem verdienten Ausgleich

Das 2. Drittel begann mit einem Start nach Maß für das Löwen-Rudel. Gleich mit der ersten Angriffssequenz der Löwen fiel in der 21. Spielminute der vielumjubelte Ausgleich. Lewandowski fälschte eine Hereingabe von Buchwieser unhaltbar im Slot ab. In der 23. Spielminute scheiterte Ranta alleinstehend an Meisner, der den Schlenzer in den rechten Torwinkel noch mit der Fanghand parieren konnte. Die Löwen spielten defensiv nun wesentlich konzentrierter, ließen keine Torschüsse der Freiburger aus dem Slot zu und eroberten sich durch aggressives Forechecking immer wieder den Puck an der eigenen blauen Linie und in der neutralen Zone.

Gefährlich wurde Freiburg während der ersten zehn Minuten des 2. Drittels nur bei einem Überzahlspiel ab der 29. Spielminute, in dem sich Hertel einmal mehr als starker Rückhalt der Löwen erwies. Nach Ablauf der Strafe konnten sich die Torhüter auf beiden durch sehenswerte Paraden auszeichnen. Beide Mannschaften agierten nun sehr offensiv und das Spiel hatte wieder die spielerische Intensität und Schnelligkeit des 1. Drittels, nun aber mit den besseren Einschussmöglichkeiten für die Löwen.

Dass die Löwen nun mit mehr körperlicher Präsenz auf dem Eis agierten, wurde besonders im Überzahlspiel ab der 33. Spielminute deutlich, als sie das Überzahlspiel mit sehr starker Präsenz mit zwei Mann im gegnerischen Slot aufzogen. Leider blieb den Löwen dabei einmal mehr an diesem Abend der Torerfolg mangels Scheibenglück im Slot verwehrt. In der 36. Spielminute parierte Hertel bei einem Freiburger Entlastungskonter die Einschussmöglichkeiten von Sebastian Christmann und Jake Ustorf. In der 40. Spielminute packte Freiburgs Meisner dann einen grandiosen Save mit der Fanghand aus, und eliminierte damit eine hochkarätige Einschussmöglichkeit von Buchwieser aus kurzer Distanz am rechten Pfosten. 

Löwen mit der Führung

Beide Teams agierten zu Beginn des 3. Drittels weniger offensiv und aus einer gesicherten Defensive und versuchten durch schnelles Umschaltspiel durch die neutrale Zine offensive Akzente zu setzen. Da beide Teams defensiv sehr stabil standen, kam es zum ersten echten Torschuss des 3. Drittels erst in der 43. Spielminute, als Ranta mit einem Schlagschuss von der linken Außenbahn an Meisner scheiterte. Die Löwen setzten nach und nur eine Minute erzielte Ranta dann die erstmalige Führung der Löwen zum 2:1, als er im hohen Slot einen Schuss von Buchwieser ins Tor abfälschte. Beflügelt durch den Führungstreffer waren die Löwen nun das spielbestimmende Team, und scheiterten immer wieder am überragend haltenden Freiburger Goalie.

Die Löwen spielten vor allem defensiv weiter sehr konzentriert und ließen keine gefährlichen Angriffe der Freiburger zu. Ab der 51. Spielminute mussten die Löwen mit Steven Delisle kurzfristig einen weiteren verletzungsbedingten Ausfall verkraften, nachdem er einen hohen Stock ins Gesicht bekommen hatte und für mehrere Minuten vom Eis musste. Die daraus resultierende vierminütige Überzahl konnten die Löwen nicht zu einem weiteren Torerfolg nutzen. Im Gegenzug entschärfte Hertel einen Unterzahlkonter von Luke Pither mit den Schonern.

In der hektischen Schlussphase schoss Meisinger aus dem hohen Slot mit einem verdeckten Schuss knapp am Torgestänge vorbei (56.). Die Freiburger warfen nun alles nach vorne, und die Löwen blockten viele Schüsse und konnten sich mehrmals nur mit unerlaubten Weitschüssen befreien. Als Freiburgs Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis ging, traf Proft nach Vorlage von Buchwieser 26 Sekunden vor Schluss und unter großer Bedrängnis ins verwaiste Gästetor zum 3:1-Endstand.

Ausblick: Löwen gegen Bietigheim und Crimmitschau

Am Freitag, den 6. Dezember 2019 treten die Löwen auswärts bei den Bietigheim Steelers an. Das nächste Heimspiel bestreiten die Löwen am Sonntag, den 8. Dezember gegen die Eispiraten Crimmitschau. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr. Karten für alle Löwen-Heimspiele gibt es im Löwen-Ticket-Shop.

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 3:1 (0:1,1:0, 2:0)

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