Ihre Spieler kennen die Löwen-Fans allesamt, den Cheftrainer ebenso. Doch David Dubiel ist vielen noch immer mehr oder weniger unbekannt. Denn die Haupttätigkeit des vom Löwen-Partner Prime Time Fitness kommenden Athletik- und Fitness-Trainers spielt sich meistens intern ab. Sicher hat ihn der eine oder anderer Zuschauer schon Mal in den Pausen auf der Treppe der Haupttribüne gesehen, wenn er gemeinsam mit Goalie- und Video-Trainer Valtteri Salo sprintend mit einem Laptop unterm Arm in die Kabine eilt, um die Trainer mit den frischesten Statistik-Auswertungen zu versorgen. Löwengebrüll-Mitarbeiter Michael Löffler versucht, den 29-Jährigen den Fans etwas näher zu bringen.

Das gesamte Interview findet ihr hier im Löwengebrüll ePaper.

Löwengebrüll: David, für alle Löwen-Fans, die dich noch nicht so gut kennen. Kannst du dich selbst ein wenig vorstellen?

David Dubiel: „Ich bin in Hanau geboren, lebe aber seit ewigen Zeiten in der Main-Metzropole, bin also ein Frankfurter, der schon als Kind in der Eissporthalle auf der Tribüne saß. Da meine Eltern einen großen Wert auf eine allgemeine sportliche Ausbildung legten, habe ich einige Sportarten praktiziert. Über Tennis und Turnen kam ich schließlich zum Schwimmen. In Gelnhausen, wo meine Eltern leben. Auf den Delphin-Strecken zählte ich zur hessischen Spitze. Irgendwann fragte ich mich, welchen Weg ich einschlagen möchte: Den sportlichen, oder einen akademischen Beruf. Ich machte mein Abitur und habe dann in Frankfurt an der Uni den Bachelor in Sportwissensschaft gemacht. Mir wurde klar, dass ich dem Sport treu bleiben möchte, im praktischen Bereich. Schon während meines Studiums gab ich Seminare für jüngere Studenten, über meine Tennis-Kontakte war ich auch in der Schüttler-Waske-Tennisacademy tätig. Dort war ich für die athletische Ausbildung der Jugend zuständig, half aber auch im Profibereich aus. Über Nike kam ich dann auch zum Fußball, kümmerte mich um die körperlichen Belange der Jugendlichen, die kurz vorm Profitum standen. 2013 fing ich zunächst als Helfer beim Löwen-Kooperationspartner Prime Time Fitness an, wo ich zunehmend immer mehr Verantwortung übernahm. 2017 bekam ich dort eine Teilzeitanstellung, wurde für den Bereich Personal Training zuständig. Ich habe sogar bei der allerersten Leistungsdiagnostik, die die Löwen bei uns absolvierten, mitgearbeitet. Nachdem Franz-David Fritzmeier in Frankfurt angefangen hatte, fragten er und Prime Time Fitness Geschäftsführer Holger Gockel mich 2018, ob ich das Athletik- und Fitness-Training der Löwen übernehmen möchte. Seitdem gehöre ich zum festen Stamm des Löwen-Trainerteams.“

Löwengebrüll: Bist du nicht auch für die Ernährung zuständig?

Dubiel: „Das hat sich so ergeben. Als ich meinen Job hier antrat, berieten wir uns, Franz und ich, was noch verfeinert werden könnte. So kamen wir auf die Ernährung, die für die Sportler enorm wichtig ist. Prinzipiell sind sich die menschlichen Körper und Organe sehr ähnlich. Dennoch gibt es Nuancen. Deshalb muss die Ernährung bei jedem individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sein. Wir möchten die Spieler nicht nur beraten, sondern auch zur richtigen Ernährung erziehen. Deshalb bieten wir gemeinsame Frühstücke an. Die Spieler, vor allem die jungen, kommen in die Halle. Dort bereiten sie nach meiner Anleitung selbst das gemeinsame Frühstück. Inzwischen sind sie geübt, bringen selbst Variationen ein. Aber es ergeben sich immer noch Fragen, die ich individuell den Spielern beantworten kann.“

Löwengebrüll: Vor den Playoffs kommt nun als Highlight das Derby gegen Kassel. Auch für dich ein besonderes Spiel?

Dubiel: "Klar. Ich probiere zwar, mich auf jeden Gegner immer gleich zu konzentrieren. Aber Kassel ist  anders. Schließlich habe ich die emotionalen Derbys schon zu Eintracht- und Lions-Zeiten live miterlebt. Jeder Fan freut sich nach dem Sieg sagen zu können: Wir sind die Nummer eins in Hessen. Zu der normalen Rivalität kommt in dieser Saison noch die Tatsache, dass beide Teams aufsteigen möchten.“

Das gesamte Interview findet ihr hier im Löwengebrüll ePaper.