Frankfurt (MK) – Geduld ist das Credo der Stunde und allerorten wird derzeit davor gewarnt, voreilige Schlüsse zu ziehen. Selbiges gilt nach gerade einmal vier absolvierten Spieltagen der DEL2-Saison 2020/2021 und einer mehr als ungewöhnlichen Vorbereitung erst recht für die Löwen Frankfurt, ein Muster ist in den bisherigen Partien jedoch sehr auffällig: eine 2:0-Führung ist alles Andere als ein Garant für drei Punkte.

Im Gegenteil, auch beim Gastspiel des Löwen-Rudels bei bei ihren eisigen Artgenossen in Dresden erkämpften sich die Mannen von Olli Salo trotz eines 0:2-Rückstands dank der Treffer von Martin Buchwieser und Alexej Dmitriev noch einen Punkt und unterlagen wie schon am Freitag mit 2:3 nach Verlängerung.

Defensive ist Trumpf

Doch nicht nur beim Ergebnis, auch beim Spielverlauf waren einige Parallelen zur ersten Partie des Wochenendes zu erkennen. Denn wie schon die Falken am Freitag, adressierten auch die Dresdner Eislöwen ihre bisherigen Defensivschwächen unf fokussierten sich auf stabiles Auftreten in der eigenen Zone.

So lieferten sich beide Teams liefern ein umkämpftes, aber wenig körperliches erstes Drittel, in dem sich beiden Team wenig Räume für Offensivaktionen boten. Folgerichtig war es dann auch eine Überzahlsituation, welche den Elbstädtern die Führung ermöglichte. René Kramer (16. Spielminute) setzte die Scheibe im zweiten Versuch rechts unten in die Maschen.

Löwen wackeln, aber Kucis bleibt standhaft

Zwar fanden die Löwen besser in den Mittelabschnitt, doch ohne ihre beiden offensiven Führungsspieler Adam Mitchell und Stephen MacAulay taten sich die Gäste insbesondere in Überzahl schwer, zwingende Torchancen zu kreieren.

Als dann die Dresdner nach einem Konter durch Elvis Biezais gar auf 2:0 erhöhten (28.), kamen die Südhessen gehörig ins Wanken. In dieser Phase war es Bastian Kucis, der erstmals in dieser Spielzeit zwischen den Pfosten begann, der seine Farben im Spiel hielt und einen vorzeitigen Knock-out verhinderte.

Sowohl bei Sololäufen von Biezais (32., 38.), als auch gegen Dennis Swinnen, Nick Huard und Kevin Lavalee (30., 35.) erwies sich der Rückkehrer als sicherer Rückhalt und Turm in der Schlacht.

Löwen zeigen erneut Moral

Und die Paraden des Schlussmanns sollten nicht vergebens sein. Als sein Gegenüber Riku Helenius kurz vor Ende des Mitteldrittels eine Scheibe nicht festmachen konnte, stand Routinier Buchwieser goldrichtig und verkürzte für die Frankfurter (39.).

Der Anschluss hauchte den Gästen neues Leben ein und starteten mit viel Engagement in den Schlussabschnitt. Der Ausgleich durch Dmitriev (43.) in Überzahl war die logische Konsequenz, nachdem zuvor bereits Buchwieser und zweimal Sebastian Collberg knapp gescheitert waren.

Die Südhessen hatten nun Blut geleckt und nahmen das Tor von Helenius unter Dauerbeschuss, doch der finnische Schlussmann deutete in der Folge an, warum er einst von den Tampa Bay Lightning in der ersten Runde gedraftet wurde.

Von den Eislöwen wiederum war bis in die Verlängerung offensiv nichts mehr zu sehen, doch da war Dresdens Serien-Topscorer Jordan Knackstedt im Powerplay plötzlich zur Stelle und sicherte mit einem Handgelenksschuss den Zusatzpunkt für die Gastgeber.

Ausblick:

Am kommenden Freitag, den 20. November wartet die nächste schwere Aufgabe auf die Löwen. Dann empfangen die Frankfurter die Ravensburg Towerstars. Spielbeginn in der Eissporthalle Frankfurt ist um 19:30 Uhr. Die Partie, zu der keine Zuschauer erlaubt sind, wird live auf SpradeTV übertragen.

Dresdner Eislöwen – Löwen Frankfurt 3:2 n.V. (1:0; 1:1; 0:1, 1:0)

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