Spielbericht

Faberhafter Overtime-Sieg in Ravensburg

Max Faber sichert den Löwen Frankfurt den 3:2-Sieg in der Verlängerung bei den Ravensburg Towerstars.

Ravensburg (HW) - Nur zwei Tage nach dem tabellarisch wichtigen 3:2-Erfolg gegen Bietigheim siegen die Löwen erneut mit 3:2 - diesmal aber in Verlängerung und in Ravensburg. Mit den beiden Punkten behaupten sie den vierten Tabellenplatz vor den Steelers.

Kyle Wood und Kale Kerbashian gleichen einen 0:2 Rückstand im Mittelabschnitt aus, Max Faber entscheidet das Spiel mit seinem Treffer in der 3. Spielminute der Verlängerung.

Ein halbes Drittel auf der Strafbank

Gerade einmal 11 Sekunden waren gespielt, als sich Carter Proft die erste Strafe für die Löwen einfing und damit die Geschichte des Anfangsabschnitts früh vorweg nahm. Zwar überstanden die Mainstädter diese erst Strafe noch unbeschadet, doch nutzte Ex-Löwe Pawel Dronia seinen Distanzschuss kurz nach Profts Rückkehr auf das Eis zur 1:0 Führung für die Hausherren (3. Spielminute).

Dass man auf der Strafbank keine Spiele gewinnt, ist eine Binsenweisheit im Eishockey, doch taten sich die Löwen im ersten Drittel des Spiels schwer, der Strafbank fern zu bleiben und ins Spiel zu finden. Insgesamt 10 Strafminuten handelten sie sich in den ersten 20 Spielminuten ein und so verwunderte es nicht, dass Patrick Seifert eine der Überzahlgelegenheiten zur 2:0 Führung nutzte. John Henrion hatte Bastian Kucis die Sicht genommen, so dass dem Löwen-Goalie keine Abwehrmöglichkeit gegen Seiferts Schuß blieb (13.)

Comeback im Mittelabschnitt

12:5 Torschüsse und 2:0 Tore standen nach dem Anfangsabschnitt für die Hausherren der Puzzlestadt in den Büchern. Im Mitteldrittel drehten die Löwen den Spieß dann aber um; gleich mit dem ersten Wechsel erzielte Kyle Wood den Anschlußtreffer (21.). In der Folge blieben die Gäste aus Frankfurt nicht nur der Strafbank fern, sondern nutzten ihre erste Überzahl im Mittelabschnitt gleich selbst: Kale Kerbashian schweißte die Scheibe in Überzahl unhaltbar für Towerstars-Keeper Jonas Langmann in den Winkel (27.) Für den aus Weisswasser an den Main gewechselten Top-Scorer war dies der zweite Torerfolg im Trikot der Löwen.

Die Löwen setzten die Hausherren nun mächtig unter Druck, doch mehr als ein doppelter Pfostentreffer nach einem weiteren Schuß von Wood sprang dabei nicht heraus (35.). Mit 15:5 Torschüssen zeigten die Löwen im Mittelabschnitt jedoch, dass sie nun auch selbst in der Partie angekommen waren und diese durchaus verdient ausgeglichen hatten.

Torloser Schlußabschnitt erzwingt Verlängerung

Nachdem die Towerstars den ersten und die Löwen den zweiten Spielabschnitt jeweils verdient mit zwei Toren für sich entschieden hatten, lieferten sich beide Teams im dritten Drittel ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften weitere Strafen vermieden und sich in erster Linie auf die Absicherung des eigenen Torraums verlagerten.

Großchancen blieben im Schlußabschnitt Mangelware und so endete das Drittel mit 6:7 Torschüssen und ohne weitere Treffer.

Auf Max Faber ist in der Verlängerung Verlass

Nachdem Maximilian Faber nach langer Verletzungspause am 28.02. sein Comback im Löwendress gab, war er immer zur Stelle, wenn es darum ging, in der Verlängerung einen Extrapunkt zu holen. Gleich in seinen ersten beiden Spielen gegen Freiburg und Bayreuth entschied der beste DEL2-Verteidiger der letzten beiden Spielzeiten das Spiel in der Verlängerung und auch heute war wieder Verlass auf den 27-jähringen Defender.

Nach zwei Minuten der Verlängerung bescherte eine diskutable Strafe gegen Andreas Driendl den Löwen eine Überzahlsituation. Franz-David Fritzmeier nahm daraufhin eine Auszeit und skizzierte den Spielplan, den Stephen MacAulay, Kale Kerbashian, Kyle Wood und Max Faber diszipliniert ausführten. 34 Sekunden lang legten sich die Löwen ihren Gegner zurecht, ehe Faber mit einem Schuß aus dem hohen Slot den Siegtreffer erzielte.

Für Löwen-Coach Franz-David Fritzmeier spiegelte das Ergebnis exakt den Spielverlauf wieder: "Im ersten Drittel sind wir nur schwer ins Spiel gekommen und haben eine Vielzahl unnötiger Strafen genommen, die uns verdient in Rückstand gebracht haben. Im Mittelabschnitt hat die Mannschaft Charakter bewiesen und das Spiel klar dominiert. Das Schlußdrittel war dann relativ eng und die Punkteteilung nach 60 Minuten geht in Ordnung, ebenso wie der Zusatzpunkt für uns, den wir uns ab dem zweiten Spielabschnitt verdient haben."

Nächster Gegner: Landshut

Weiter geht es für die Löwen am Montag, den 22. März 2021 mit einem Heimspiel gegen den EV Landshut. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.

Leider sind Conrona-bedingt weiterhin keine Zuschauer in der Eissporthalle Frankfurt erlaubt, doch wie immer könnt ihr die Partie live auf Sprade-TV verfolgen.

Ravensburg Towerstars - Löwen Frankfurt 2:3 n.V. (2:0, 0:2, 0:0, 0:1)

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