Spielbericht

Frankfurt erleidet Dämpfer im Löwen-Duell

Die Löwen Frankfurt müssen sich mit 1:4 ihren Artgenossen aus Bad Tölz geschlagen geben. Bastian Kucis muss die Partie frühzeitig angeschlagen verlassen.

Frankfurt (MK) – Nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der DEL2-Spielzeit 2020/2021 für die Löwen Frankfurt mussten die Hessen erkennen, dass die Bäume nach der Corona-bedingten dreiwöchigen Zwangspause (noch) nicht in den Himmel wachsen.

Denn obgleich mit den ersatzgeschwächten Tölzer Löwen eigentlich einer der „Lieblingsgegner“ in der Eissporthalle gastierte, verharrt das Punktekonto nach dem 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) weiterhin bei 30 Zählern. Stephen MacAulay markierte den einzigen Treffer für die Südhessen, die zudem ihren Torhüter Bastian Kucis in der Anfangsphase ersetzen mussten.

Schrecksekunde um Basti Kucis zum Auftakt

Beide Teams begannen die Partie zurückhaltend und waren um eine stabile Defensivformation bemüht. Ein erster Abschluss von Marco Pfleger sollte die sportlich einzig nennenswerte Aktion der Auftaktphase bleiben. Kucis, der nach seiner starken Leistung gegen Weißwasser am Sonntag, erneut zwischen den Pfosten der Südhessen begann, war mit der Fanghand jedoch sicher zur Stelle (2. Spielminute).

Es sollte leider die letzte Aktion der Partie bleiben, in der sich der Frankfurter Schlussmann auszeichnen konnte. Denn nur wenig später war der Arbeitstag des Goalies bereits vorzeitig beendet. Nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler musste Kucis das Eis benommen verlassen (6.), für ihn übernahm Patrick Klein.

Der hatte wenig später gleich das Nachsehen: Mario Lamoureux netzte auf Zuspiel von Pfleger zur Gäste-Führung ein (10.). Das Löwen-Rudel des gebürtigen Bad Tölzers Franz-David Fritzmeier ließ sich durch diese Rückschläge nicht beirren und erhöhte gegen die kurze Tölzer Bank die Taktzahl. Der Ausgleich durch MacAulay war die folgerichtige Konsequenz (13.).

Bad Tölz mit den besseren Special Teams

Doch die Hausherren verpassten es in der Folge, den Oberbayern mit hohem Tempo weiter zuzusetzen. Stattdessen verschleppten die mit gerade einmal 13 Feldspielern angereisten Bad Tölzer immer wieder geschickt das Tempo.

Erst zu Beginn des Mittelabschnitts häuften sich die Chancen für die Frankfurter, da die Gäste die ohnehin schon kurze Bank mit drei Strafzeiten in Folge weiter verkürzten. Allein, die Scheibe wollte nicht den Weg ins Tor finden, da der Dauerbrenner im Tölzer Tor, Maximilian Franzreb, einmal mehr einen fantastischen Abend erwischte und seine Farben im Spiel hielt. Und wenn die Löwen doch einmal den Weg vorbei am Tölzer Schlussmann fanden, rettete der Pfosten.

Offensiv beschränkten sich die Gelb-Schwarzen ihrerseits auf wenige Nadelstiche mit schnellen Kontern, doch auch Klein zeigte sich gegen Max French und Pfleger auf der Höhe des Geschehens.

Die Partie stand auf des Messers Schneide und wie so häufig in derart umkämpften Partien entschieden die Special Teams die Begegnung. Denn die Oberbayern fackelten in Überzahl nicht lange und nützten ihre ersten beiden Powerplays der Partie zu einem Doppelschlag binnen 38 Sekunden. Kenney Morrison (38.) bei einer Strafe gegen Marius Erk und French (39.) bei einer Strafe gegen Eddie Lewandowski brachte die Tölzer auf die Siegerstraße.

Tölz verriegelt eigene Zone

Diese Führung ließen sich die Gäste in der Folge auch nicht mehr nehmen. Denn die wackeren Tölzer Buam verteidigten das eigene Gehäuse fortan trotz des kleinen Aufgebots mit enormer Intensität. Die immer wieder mit Mann und Maus anrennenden Frankfurter konnten sich trotz klarer Feldüberlegenheit kaum in gute Abschlussposition bringen, so dass Franzreb gerade einmal fünf Schüsse im Schlussabschnitt abwehren musste.

Den Schlusspunkt setzte 30 Sekunden vor Ende dann French, der mit einem Treffer ins leere Frankfurter Tor auch die letzten minimalen verbliebenen Zweifel am Gästesieg ausräumte (60.).

Freitag in Landshut

Am Freitag, den 29. Januar geht es für die Löwen beim EV Landshut weiter. Ab 19:30 Uhr berichten die Löwen auf allen bekannten Social-Media-Kanälen für Euch wieder vom Aufeinandertreffen in der Dreihelmenstadt.

Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)

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