Spielbericht

Frankfurt setzt ersten Stich im Löwen-Halbfinale

Mit einem 4:1-Sieg sind die Löwen Frankfurt erfolgreich in die Playoff-Halbfinalserie mit ihren "eisigen Artgenossen" gestartet.

Frankfurt (MK) - Rückstand? Ja. Rückschlag? Keineswegs. Obwohl die Löwen im ersten Halbfinalspiel erstmals in den DEL2-Playoffs 2019 mit 0:1 in Rückstand geraten waren, durften sie am Ende über einen absolut verdienten 4:1 (0:1, 2:0, 2:0)-Sieg gegen die Dresdner Eislöwen jubeln.

Dank eines hohen Tempos, vielen gut herausgespielten Chancen und einer sicheren Defensive ließen sich die Hessen auch von einem unglücklichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und sicherten sich den ersten Sieg in der Best-of-Seven-Serie gegen die Eislöwen. Die Löwen-Torschützen vor 4.137 Zuschauern in der Frankfurter Eissporthalle waren Brett Breitkreuz, Lukas Koziol, Adam Mitchell und Tim Schüle.

Starker Auftakt mit "Schönheitsfehler"

Das Löwen-Rudel war angesichts des Überraschungserfolgs der Dresdner Eislöwen gegen den letztjährigen Meister Bietigheim gewarnt vor dem Hauptrunden-Neunten und boten ein nahezu perfektes Auftaktdrittel trotz der über einwöchigen Pause.

Nach den ersten 20 Minuten hatten die Südhessen 22 Schüsse auf das von Marco Eisenhut gehütete Eislöwen-Tor abgefeuert und den Dresdner Sturm um die Playoff-Topscorer Jordan Knackstedt und Nick Huard auf nur 5 Abschlüsse beschränkt.

Einziger "Schönheitsfehler": das Ergebnis. Denn nach einem intensiven Eröffnungsdrittel stand trotz des deutlichen Chancenplus der Löwen nur bei den Gästen ein Torerfolg zu Buche.

Goldhelm Jordan Knackstedt nutzte eine der wenigen Unaufmerksamkeiten in der Hintermannschaft der Hausherren und erzielte mit einem Flatterschuß ins linke Toreck (17. Spielminute) das 1:0 für Sachsen.

Löwen beißen zurück

Dieser Spielstand sollte bis tief ins Mitteldrittel Bestand haben, trotz nun mutiger agierender Gäste. Doch nicht nur Dresdens Eisenhut, auch Ilya Andryukhov im Löwen-Gehäuse erwies sich einmal mehr als sicherer Rückhalt.

So entbehrte es nicht einer gewissen Ironie, dass die Löwen just in dem Moment zum Ausgleich durch  Breitkreuz (36.) kamen, als die Gäste sich ein Chancenübergewicht erarbeitet hatten. Der Hüne hatte einen Schuss von Kevin Maginot unhaltbar abgefälscht.

Und es sollte noch besser kommen für den Hauptrundensieger: gerade einmal 80 Sekunden später brachte Koziol seine Farben in Überzahl durch einen weiteren abgefälschten Distanzschuss in Führung (37.). Schüle hatte zuvor aus der Distanz abgezogen.

Oh Captain, my Captain!

Das Spiel stand in der Folge auf des Messers Schneide und die Eislöwen stellten erneut eindrucksvoll unter Beweis, dass ihr tabellarisches Abschneiden in der Vorrunde keinen guten Indikator für die tatsächliche Leistungsfähigkeit darstellte.

Erst in der Schlussphase der Partie konnte Löwen-Kapitän und Topscorer Adam Mitchell mit seinem Treffer zum 3:1 (56.). die Spannung auf dem Eis und auf den Rängen nach Vorarbeit von Mathieu Tousignant etwas lindern.

Tim Schüles Schuss ins leere Tor (59.) beseitigte 108 Sekunden vor dem Ende auch noch die letzten Zweifel.

Gewohnter Playoff-Rhythmus setzt ein

Nach den teils langen Pausen im Viertelfinale agiert die DEL2 ab dem Halbfinale nun im gewohnten Playoff-Rhythmus: Bereits am Freitag steigt ab 19:30 Uhr Partie 2 der Serie in Dresden, ehe es am Sonntag um 17:00 Uhr in der Festung Eissporthalle zum dritten Aufeinandertreffen kommt.

Tickets können noch im Löwen-Ticket-Shop erworben werden.

Löwen Frankfurt - Dresdner Eislöwen 4:1 (0:1; 2:0; 2:0)

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