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Frischer Wind! Schlagen die neuen Sturmformationen auch in Kaufbeuren zu?

25. Spieltag – ESV Kaufbeuren vs. Löwen Frankfurt – So., 19.12. um 17 Uhr - DEL2-Saison 2021/2022

Mit neuen Sturmformationen haben die Löwen Frankfurt am Freitagabend zurück in die Erfolgsspur gefunden. Mit 6:3 bezwangen die Südhessen vor corona-bedingt 1.880 Zuschauern in der heimischen Eissporthalle die Heilbronner Falken. Gleich am Sonntag soll gegen die sich zuletzt torhungrig präsentierenden Joker aus Kaufbeuren idealerweise der nächste Dreier folgen.

Da aufgrund der bayrischen Corona-Verordnung derzeit keinerlei Zuschauer erlaubt sind, kann die um 17 Uhr startende Begegnung in der erdgas schwaben Arena nur via SpradeTV verfolgt werden. Natürlich versorgen euch auch die Löwen via den bekannten Social-Media-Kanälen und dem Löwen-Live-Ticker mit Informationen.

Lage der Löwen: Griff in die taktische Trickkiste

Nachdem der so furiose Motor der Paradeformation zuletzt ein wenig ins Stottern geraten war, trennte Löwen-Dompteur Bo Subr erstmalig in dieser Saison seine torgefährlichste Angriffsreihe und stellte Yannick Wenzel dem Duo Dylan Wruck und Ryon Moser zur Seite. Rylan Schwartz wiederum rückte an die Seite von Carson McMillan und Tomás Sykora.

Und der Schachzug des Coachs zeigte Wirkung: Gleich fünf Treffer markierten die Frankfurter bei gleicher Mannstärke, verteilt über alle vier Angriffsreihen. Zwar blieb Rylan Schwartz auch im dritten Spiel in Folge ohne eigenen Punkt. Der Topscorer-Helm wird jedoch auch im Allgäu aufgrund eines Vergleich zum punktgleichen Dylan Wruck (beide 28 Punkte) aufgrund eines mehr erzielten Treffers (13 zu 12 Tore) auf dem Haupt des Deutsch-Kanadiers Schwartz thronen. Auf Rang Drei der internen Wertung hat sich derweil Carson McMillan vorgearbeitet (24 Punkte).

Der Gegner: Brustlöser Selber Wölfe?

Nach einer langen Durststrecke im November und einem erratischen Start in den Dezember hat der ESV Kaufbeuren in den letzten beiden Aufeinandertreffen gerade offensiv ordentlich Selbstvertrauen getankt. Insbesondere beim 12:3-Heimsieg gegen die bemitleidenswerten Selber Wölfe gelang den Buron Joker (fast) alles.

Inwiefern der Kantersieg gegen den derzeit nicht konkurrenzfähig erscheinenden Aufsteiger jedoch ein Signal für einen nachhaltigen Aufschwung ist, bleibt abzuwarten. Mit den starken Kontingentspielern John Lammers, Tyler Spurgeon (je 27 Punkte), Sami Blomqvist (25 Punkte), Brendan Gracel (21 Punkte) sowie Abwehrrecke Sören Sturm (21 Punkte) kann das nach der plötzlichen Rückkehr von Rob Pallin nach Kanada mittlerweile von Tray Tuomie gecoachte Team weiterhin auf ein starkes Fundament zurückgreifen.

Doch insbesondere die Special-Teams – sowohl im Powerplay als in Unterzahl stellen die Allgäuer die schlechtesten Formationen der Liga – und die mit 82 Gegentoren sehr löchrige Defensive stellen die Rot-Gelben immer wieder vor massive Probleme.

Historie: Torgarantie

Auch im ersten Aufeinandertreffen der Saison am zweiten Spieltag war diese Schwäche der Kaufbeurer spielentscheidend. Drei Überzahltreffer und ein Shorthander waren maßgeblich für den 5:3-Erfolg der Löwen.

Doch auch historisch sind die Buron Joker bei einer Bilanz von 22 Siegen aus 29 Spielen und einem Torverhältnis von 134:86-Toren bislang einer der Lieblingsgegner der Löwen gewesen.

Zumal bei den Partien beider Mannschaften eines fast gewiss ist: Tore fallen nahezu immer. Nur fünf von 87 absolvierten Spieldritteln endeten torlos.