Löwen-News

Fritzmeier: „Wir gehen weiter unseren eingeschlagenen Weg"

Löwen-Sportdirektor äußert sich zu Kaderplanung, Corona-Pandemie und Erstligastandort Frankfurt.

Trotz der aktuellen Sommerpause gibt es jede Menge Themen, die die Löwen betreffen. Daher hat sich Löwen-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier nach seiner Vertragsverlängerung die Zeit genommen, über wichtige Punkte wie Multifunktionsarena, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Kaderplanungen für die kommende Saison zu sprechen.

Franz-David Fritzmeier über Frankfurt als Erstligastandort:

„Es ist toll, dass wir hier die Möglichkeit haben unser Team um das Team in den letzten Jahren immer weiter - aber gezielt - zu vergrößern und den Spielern gute Bedingungen zu ermöglichen. Dabei ist es uns auch gelungen, die richtigen Personen für die betreffenden Positionen zu gewinnen.

Natürlich bringt die Situation um die in die Jahre gekommene Eissporthalle besondere Herausforderungen mit sich, das heißt sie bietet keine zeitgemäßen Voraussetzungen. Mit viel Aufwand, Kreativität und Liebe zum Detail versuchen wir aktuell das Beste daraus zu machen. In Bezug auf die neue Löwen-Spielstätte muss die Stadt Frankfurt dieses Jahr Farbe bekennen und die jahrelange Hängepartie beenden. Wir brauchen hier ein verbindliches Hallen-Planszenario für das Ziel der Erstklassigkeit!“

Franz-David Fritzmeier über die Corona-Situation/Herausforderungen durch die Pandemie:

„Das jähe Ende der letzten Saison hat uns emotional sehr getroffen. Wir waren bereit und gierig auf die Playoffs, aber dann kam es anders. Die vergangenen Wochen galt es, die durch die Corona-Pandemie entstandene Verunsicherung zu managen. Einerseits aus Clubführungssicht die Risiken zu reduzieren und für die ungewisse Zukunft vorbereitet zu sein, dabei trotzdem unseren Spielern und Trainern eine gewisse Sicherheit zu geben.

Keine einfache Situation, da die Unsicherheit aufgrund der noch nie erlebten Thematik hinsichtlich der Pandemie groß war. Jetzt versuchen wir Schritt für Schritt wieder den Alltag zurückzuerobern. Das Sommertraining läuft, natürlich unter Einhaltung der für den Profisport geltenden Bestimmungen, und mit der Liga arbeiten wir an Hygienekonzepten zur Vorbereitung auf die neue Saison.“

Franz-David Fritzmeier über die Löwen-Kaderplanung 2020/2021:

„Wir gehen weiter unseren eingeschlagenen Weg und konnten für die bevorstehende Spielzeit viele Spieler des letztjährigen Hauptrundensiegerteams halten. Auch unsere jungen Spieler arbeiten gerade sehr hart im Sommertraining, um den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen. Auch aufgrund der Liga-einheitlichen Kaderregelungen werden die jungen Spieler immer wichtiger.

Für die kommende Saison bedeutet das, wenn man mit voller Kaderstärke (zwölf Stürmer, sieben Verteidiger, zwei Torhüter) antritt, müssen davon sechs Spieler in die U24- und wiederum zwei davon in die U21-Regelung fallen. Dazu kommt noch, dass zwei der U21-Spieler mit einem Fördervertrag der DEL2 ausgestattet sein müssen. Die letzten Kaderentscheidungen werden wir auch von der Entwicklung der Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf den Ligaspielbetrieb abhängig machen. Hier sind wir unter anderem von den vorgegebenen Rahmenbedingungen der Politik und davon abhängig, wie schnell sich auch die wirtschaftliche Lage wieder verbessert.

Wir benötigen für den Erfolg das Engagement aller Beteiligten, von Fans die Dauerkarten kaufen, über Sponsoren und Partner, welche den Löwen weiter den Rücken stärken, bis hin zur Politik, welche unsere Rahmenbedingungen mit beeinflusst. In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal mit dem immer an uns herangetragenen Image der „Millionarios“ aufräumen. Sicher ist Frankfurt eine Bankenstadt, was aber leider nicht bedeutet, dass hier die Straßen mit Geldscheinen gepflastert sind und man diese nur aufheben muss. Wir arbeiten alle in der Organisation jeden Tag hart daran unseren Etat zu ermöglichen und unsere Fans zu begeistern. So überragend unsere Stadt und der Standort auch sind, gibt es in vielen Bereichen auch Kostenpunkte, die so an anderen DEL2-Standorten nicht vorherrschen.

Ein Punkt ist das Thema Wohnraum für unsere Spieler: Hier haben wir einen immensen Kostenpunkt. Das Thema der immer weiter fortschreitenden Professionalisierung hatte ich bereits angesprochen. Deshalb gilt es weiterhin effektiv zu arbeiten und die Team-Chemie im Löwen-Rudel beizubehalten, damit wir uns gegen die anderen Top-Teams der Liga – welche ihre Spieler auch nicht mit Knöpfen bezahlen - behaupten können.“