Spielbericht

Fünf mal fünf. Die Löwen-Tormaschine läuft weiter

Mit einem 5:1 Erfolg gegen Weisswasser bleiben die Löwen Frankfurt auch im siebten Spiel der Saison ohne Punktverlust und erzielen dabei bereits zum fünften Mal fünf Tore.

Frankfurt (HW) - 3.529 Zuschauer waren am Freitag Abend unter 2G-Bedingungen in die Frankfurter Eissporthalle gekommen, die erstmals in dieser Saison auch wieder eine volle Stehplatzkurve erlaubten. 

Die von Ex-Löwen Clarke Breitkreuz als Kapitän aufs Eis geführten Gäste aus Weisswasser erwiesen sich als ebenbürtiger Gegner, der am Ende jedoch kein wirksames Mittel gegen die beachtliche Frühform der Frankfurter Tormaschine fand. Tomás Sykora mit einem Doppelpack, Rylan Schwartz. Daniel Wirt und Manuel Strodel erzielten die fünf Tore für die Hessen, die damit auch nach sieben Spieltage noch ohne Punkteverlust die Tabelle der DEL2 anführen.

Schwartz eröffnet den Torreigen gegen seinen Ex-Klub

Die Löwen starteten hochmotoviert und mit großer Laufbereitschaft in das Duell mit den Füchsen aus Weißwasser. Selbst während ihrer ersten Unterzahlsituation bereiteten sie den Gästen immer wieder Probleme in ihre Überzahlaufstellung zu finden. Erst mit Ablauf der Strafzeit von Max Faber gelang es den Füchsen mit einer sehenswerten Passkombination Arttu Rämö auf der linken Seite freizuspielen. Löwen-Keeper Jake Hildebrand verhinderte den drohenden Rückstand jedoch mit einer spektakulären Parade. 

Treffsicherer zeigte sich Löwen-Topscorer Rylan Schwartz in der 10. Spielminute gegen sein ehemaliges Team. Dylan Wruck hatte den Puck zuvor im Angriffsdrittel gezielt in den Rückraum gespielt, wo Maximilian Faber von der Bank kommend aus vollem Lauf einen wuchtigen Schlagschuss aufs Gästetor feuerte, den Leon Hungerecker schon nur mit Mühe abwehren konnte. Vom Schoner des Füchse-Torwarts stieg die Scheibe hoch in die Luft, wo sie Rylan Schwartz volley aus der Luft ins Tornetz schlug.

Den zweiten Löwen-Treffer des Abends besorgte Tomás Sykora im zweiten Nachschuss. Wieder konnte der Lausitzer Keeper zuvor einen Schuß Dylan Wruck nicht festmachen. Zunächst konnten die Gäste einen Nachschuß Yannick Wenzels noch blocken, doch landete die Scheibe direkt bei Sykora, der sie zum 2:0 versenkte (18.).

Weisswasser zeigte sich vom Löwentor jedoch nicht geschockt, sondern schlug direkt zurück. Nur 37 Sekunden nach Sykoras Treffer brachte ein Doppelpass Hunter Garlent in freie Schußposition, gegen die Jake Hildebrand machtlos war (18.).

Wirt verhindert torlosen Mittelabschnitt

Fast hätten die Frankfurter Fans den mittleren Spielabschnitt ohne Torjubel verbringen müssen. Sie sahen einen ausgeglichenen und mit viel defensivem Einsatz geführten Schlagabtausch beider Teams, bei dem zwei Alleingänge lange Zeit die größten Torchancen auf beiden Seiten der Eisfläche darstellten: Zunächst war Steve Hanusch mit einem Alleingang der Löwenabwehr enteilt, kurz später wurde Rylan Schwartz mit einem Traumpass zum Alleingang geschickt. Beide Male behielten die Torhüter jedoch die Oberhand. 

Kurz vor Drittelende hatten sich die ersten Zuschauer schon an die Bierstände begeben, als die Löwen noch einmal zubissen. Wieder konnte Gäste-Keeper Hungerecker einen Schuß nicht festhalten und wieder war ein Löwe für den Nachschuß zur Stelle. Diesmal hatte Carson McMillan den ehemaligen Husky zur Parade gezwungen und Daniel Wirt nutzte den Rebound im Slot zur 3:1 Führung (40.)

Sykora setzt den Schlußpunkt

Auch im letzten Spielabschnitt agierten die Gäste lange Zeit auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer aus Frankfurt. Doch wieder arbeiteten die Löwen geduldig bis zum Torerfolg in der 50. Spielminute. Mit hohem Tempo zog Manuel Strodel unaufhaltsam in die Angriffszone und behauptete sich stark gegen seinen Verteidiger. Selbst von einem Foul ließ sich der gebürtige Buchloer nicht stoppen und netzte bei angezeigter Strafe flach zum 4:1 ein.

Angesichts des 3-Tore-Rückstandes nahm Gästecoach Chris Straube seinen Goalie bereits viereinhalb Minuten vor Ende der Partie für einen weiteren Feldspieler vom Eis und die Gäste drückten in der Folge vehement auf einen weiteren Treffer. Als Bobby Raymond dann zwei Minuten vor Ende der Partie noch eine Strafe kassierte spielten die Ostsachsen sogar mit einer 6-gegen-4 Überzahl. Dennoch war den Löwen der Schlußpunkt in der Partie vorbehalten: Tomás Sykora verfügte 42 Sekunden vor Spielende über die größeren Reserven und sprintete seinem Bewacher davon, so dass er mit einem Schuß ins leere Tor den viel umjubelten 5:1-Endstand herstellte.

Ausblick

Weiter geht es für die Löwen Frankfurt am Sonntag, den 24. Oktober 2021 bei den Bayreuth Tigers. Spielbeginn ist bereits um 17:00 Uhr. 

Am kommenden Freitag, den 29. Oktober 2021 empfangen die Löwen die Roten Teufel des EC Bad Nauheim zum Nachbarschaftsduell in der Frankfurter Eissporthalle. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr. Auch für dieses Heimspiel ist der Besuch unter 2G-Bedingungen möglich. D.h. der Zutritt ist für Geimpfte und Genesene möglich, die Abstands und Maskenpflicht entfällt. Informationen zu den Regelungen für Kinder und Jugendliche sowie weitere Antworten gibt es gebündelt in den FAQs zum 2G-Konzept. Karten gibt es im Löwen-Ticket-Shop und selbstverständlich überträgt auch SpradeTV die Partie live.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 5:1 (2:1, 1:0, 2:0)

Statistik