Spielbericht

Happy New Year!

Mit einem 6:4-Heimsieg feiern die Löwen einen erfolgreichen sportlichen Auftakt ins Kalenderjahr 2022

Frankfurt (MK) – Den Auftakt in das Kalenderjahr 2022 hatten sich die Löwen Frankfurt sicherlich anders vorgestellt. Anstatt wie gewohnt zum Jahresauftakt in kurzer Taktung Spiel um Spiel zu bestreiten und im Kampf um die Tabellenspitze einzugreifen, waren die Löwen Frankfurt pandemiebedingt zum Zuschauen verdammt.

Zumindest sportlich darf der Start ins „neue“ Jahr aber als gelungen bezeichnet werden. Denn trotz extrem kurzer Bank – lediglich 14 Feldspieler standen Löwen-Dompteur Bo Subr bei der ersten Partie in 2022 zur Verfügung – bezwangen die Südhessen die Lausitzer Füchse mit 6:4.

Die Treffer für das dezimierte Löwen-Rudel erzielten Tomas Sykora, Constantin Vogt, Yannick Wenzel, Carson McMillan, Ryon Moser und Rylan Schwartz, für die die beiden Neuzugänge Brett Breitkreuz und Nathan Burns ebenso wie Darren Mieszkoswki, Alexej Dmitirev, Kevin Maginot und Marius Erk nicht aufliefen. Zwischen den Pfosten startete Bastian Kucis.

Ereignisarmer Start

Den Löwen war die mangelnde Spielpraxis der letzten Woche sichtlich anzumerken: Offensiv lief zunächst wenig zusammen, doch auch die Gäste aus der Lausitz, bei denen der neue Coach Petteri Väkiparta am Freitag in Kaufbeuren ein erfolgreiches Debut feiern konnte, ließen offensiven Esprit weitgehend vermissen.

Dank ihres kongenialen Sturmduos Peter Quenneville und Hunter Garlent, die beiden Kanadier hatten im bisherigen Saisonverlauf gemeinsam bereits 83 Scorerpunkte gesammelt, und eines von Daniel Wirt verursachten Überzahlspiels gingen die Ostsachen in der 4. Spielminute jedoch in Führung.

Hunter Garlent, der jüngere der beiden bereits in Rapid Rush hervorragend harmonierenden Stürmer, nahm aus halbrechter Position den Abschluss, der an Freund und Feind durch das Getümmel den Weg in die Maschen fand.

Der Treffer gab jedoch weder den bis auf den vorletzten Tabellenrang abgerutschten Füchsen Auftrieb, noch fungierte er als Weckruf für die Löwen, die vergeblich ihr Heil in zahlreichen Dump-n-chase suchten.

So war es einmal mehr die gefürchtete Überzahlformation der Löwen, die Schwung in die Partie brachte: Tomas Sykora netzte auf Zuspiel von Bobby Raymond per One-Timer ein (17.).

Unterzahlformation mit Schwerstarbeit

Angesichts der auch in der Folge weiterhin extrem defensiv agierenden Gäste, welche die Frankfurter mit einer 1-4-Formation an der eigenen blauen Linie erwarteten, überraschte es nicht, dass der zweite Löwentreffer durch einen kapitalen Schnitzer der blau-gelben Mannen aus Weisswasser eingeleitet wurde.

Constantin Vogt eroberte einen missglückten Rückpassversuch der Füchse tief im Füchse-Drittel und bezwang Leon Hungerecker mit einem knackigen Handgelenkschuss ins kurze Eck (26.).

Doch die Gastgeber machten sich das Leben sodann mit einigen Strafen unnötig selber schwer: gleich dreimal mussten die Löwen bis zum Abschluss des Mitteldrittels in Unterzahl agieren, davon gar 108 Sekunden am Stück mit zwei Mann weniger.

Zwar konnten die von „Mr. PK“ Manuel Strodel angeführten Unterzahlformationen alle drei Situationen entschärfen, mussten dabei jedoch gewaltig Körner lassen. Diese schienen ihnen in der 35. Minute zu fehlen, als Hunter Garlent nach gerade überstandener Unterzahl unbedrängt durchs Löwen-Drittel kurven konnte und mit seinem Abschluss die Kelle Daniel Visners traf, der den Puck unhaltbar für Bastian Kucis zum neuerlichen Ausgleich abfälschte.

Wilder Schlagabtausch im Schlussdrittel

Yannick Wenzel markierte mit seinem Kracher in den Winkel nach netter „Spin-o-rama“-Pirouette von Max Faber den Auftakt in ein wildes Schlussdrittel (43.). Die neuerliche Führung baute Carson McMillan nach einem „Rebound“ von der Bande auf zwei Tore aus (47.).

Doch so richtig Würze erhielt die Begegnung erst nach einem Faustkampf von Bobby Raymond und Luis Müller (49.), dem beide Teams einen wilden Schlagabtausch folgen ließen.

Ryon Moser (55.) sorgte nur 22 Sekunden nach Brett Carsons Anschlusstreffer zum 4:3 (54.) erneut für den Zwei-Tore-Vorsprung, nachdem Jakub Kania im Zweikampf gestolpert und dem Deutsch-Kanadier so freie Bahn aufs Füchse-Tor verschafft hatte.

Rylan Schwartz wiederum sorgte mit seinem Schuss ins leere Tor (60.) dafür, dass auch die Scorerpunkte 7 und 8 des Lausitzer Duos Quenneville und Garlent an diesem Abend – Peter Quenneville hatte kurz vor Schluss mit einem verunglückten Schuss nochmals für Spannung gesorgt (59.) – ohne Konsequenzen blieben.

Ausblick: Gastspiel in Westsachsen

Nach dem Duell mit den Ostsachsen aus der Lausitz führt der Spielplan die Löwen am kommenden Freitag nach Westsachsen zu den Eispiraten aus Crimmitschau.

Auf den bekannten Kanälen berichtet das Social-Media-Team der Löwen ab 19:30 Uhr dann natürlich wieder live für euch aus dem Sahnpark.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 6:4 (1:1; 1:1; 4:2)

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