Spielbericht

Heimpremiere missglückt: Löwen müssen sich im Test gegen Falken geschlagen geben

Die Löwen Frankfurt trennen sich im einzigen Test-Heimspiel vor dem Saisonbeginn mit 2:6 gegen Heilbronn.

Fast vier Monate Warten fanden am Samstagabend ihr Ende: In der Frankfurter Eissporthalle begann die neue Eiszeit. Zum Auftakt zweier „Back-to-Back“-Testspiele empfingen die Löwen die Heilbronner Falken am Ratsweg. 2.278 Zuschauer ließen sich die Heimpremiere ihrer Löwen nicht entgehen, mussten am Ende jedoch eine 2:6 (0:2, 0:3, 2:1)-Niederlage akzeptieren. Beide Tore für die Löwen erzielte Adam Mitchell im Schlussdrittel. 

Wie schon am vergangenen Wochenende in Krefeld mussten die Löwen erneut auf Carter Proft (Oberkörperverletzung) und Mike Fischer im Sturm verzichten. Außerdem fehlte Verteidiger-Neuzugang Thomas Gauch. Dafür ergänzten erneut Darren Mieszkowski (Krefeld U23) und Constantin Vogt (Krefeld U20) den Kader der Löwen.

Profts Position als Center der 2. Reihe übernahm der von den Eisbären Berlin zu den Löwen gewechselte Martin Buchwieser, flankiert von den Youngstern Luis Schinko und Max Eisenmenger. Doch noch bevor diese Reihe das erste Mal in Aktion treten konnte, stand es bereits 0:1.

Missglückter Auftakt

Steven MacAulay, der zwischen Mitchell und Roope Ranta die Partie eröffnete, kassierte direkt im ersten Wechsel eine Strafe, was die Falken nach 66 Sekunden zur Führung nutzten. Louis Brune traf im Powerplay mit einem verdeckten Handgelenksschuss, der durch einen Tip unmittelbar vor dem Tor unhaltbar für Löwen-Goalie Patrick Klein abgefälscht wurde.

Der frühe Rückstand war für die Löwen leider nur der Auftakt in ein Spiel, dass praktisch bis zum Ende äußerst unglücklich verlief und letztlich unter der Rubrik "hoffentlich lehrreich" archiviert werden wird. Dabei versuchten die Löwen nach den Vorgaben ihrer Coaches viel, doch vor allem im Gang nach vorne wollte weniger gelingen als bei allen vier bisherigen Vorbereitungsspielen.

Auch - oder vor allem - im Powerplay taten sich die Löwen schwer. Unverkennbar fehlte noch die präzise Abstimmung der Lauf- und Passwege auf deren Basis eine Tore gegen eine Unterzahlformation praktisch "erzwungen" werden.

Doppelt bitter für die Löwen: Auf der anderen Seite schien Heilbronn heute nahezu alles zu gelingen. Unmittelbar nachdem in der 16. Minute ein erstes Frankfurter Powerplay trotz zahlreicher Chancen erfolglos verstrichen war, liefen die Falken einen Konter, den Dylan Wruck mit einem trockenen Schuss ins linke untere Eck zum 2:0 abschloss.

Highlight des ersten Abschnitts für die Fans der Löwen war ein Fight von Steven Delisle gegen Heilbronns Michael Knaub, bei dem der Falke zwar gar keine schlechte Figur machte, am Ende aber doch „stark gerupft“, ohne Trikot, auf die Strafbank fahren musste (11.).

Powerplay ohne Fortune

Doch offensiv fehlte den Löwen weiterhin der entscheidende Punch. Auch zwei Hinausstellungen gegen Heilbronn, die den Löwen zu Beginn des 2. Drittels die Chance zum Anschluss in doppelter Überzahl boten, verstrich torlos, denn auch mit zwei Spielern mehr auf dem Eis taten sich die Löwen schwer präzise Kombinationen aufzuziehen, die Heilbronns Defensive nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Abschlüsse resultierten weiterhin vor allem aus Distanzschüssen, die für Mirko Pantkowski im Heilbronner Tor allerdings leicht zu entschärfen waren.

Wie scheinbar einfach es im Powerplay gehen kann, demonstrierten dann wieder die Falken. Ordentlich Verkehr im Slot erschwerte Klein erst den Save eines Distanzschusses und ermöglichte dann Stefan Della Rovere den freien Rebound im Tor versenken zu können (32.). Und noch bevor die Löwen ihren eigenen fünften Versuch im Powerplay begannen, erhöhte Derek Damon in Unterzahl auf 4:0; Marcus Götz ließ noch vor der zweiten Pause einen weiteren Treffer folgen.

Erst im Schlussdrittel entwickelten die Löwen soetwas wie offensiven Biss. Vor allem die neuformierte erste Reihe mit Mitchell, MacAulay und Ranta setzte die Falken des öfteren unter Druck und kreierte gute Chancen (43., 47.). Eddie Lewandowski hatte den ersten Löwen-Treffer in der 48. Minute eigentlich schon auf der Kelle, doch Pantkowski parierte den scheinbar sicheren Tip-In mit einem starken Save seines Schoners.

In der 53. Minute schließlich erlöste Mitchell die heimischen Fans mit dem ersten Treffer für die Löwen auf Vorlage von Lukas Koziol und Leon Hüttl. Eine vollständige Aufholjagd wäre für die Löwen zwar immernoch ein weiter Weg gewesen, doch schon im nächsten Wechsel schlug der Kapitän der Löwen ein zweites Mal zu, als er einen Puckgewinn an Heilbronns blauer Line mit einem eiskalten Konter vollendete. Doch mehr als diese beiden Treffer war für die Löwen nicht drin, die in der 58. Minute dann auch noch den Treffer zum 2:6-Endstand hinnehmen mussten.  

Hüttl und Götz hatten sich kurz zuvor noch einen netten Faustkampf geliefert, nachdem Götz den eigentlich nur passiv agierenden Hüttl mehrfach provozierte und dann einige Punches einstecken musste.

Ausblick

Damit könnte der Nährboden für ein interessantes Rückspiel bereitet sein, denn nur 24 Stunden nach Spiel 1 des Duelles folgt Spiel 2 gegen die Falken. Spielbeginn in der Kolbenschmitt Arena ist um 18:30 Uhr.

 

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 2:6 (0:2, 0:3, 2:1)