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Kankaanperä: „Die Stimmung in der Kabine ist einfach großartig“

Neuzugang Markus Kankaanperä spricht über die Löwen und seinen Wechsel.

Sein Name mag für viele Löwen-Fans (und gegnerische Stadionsprecher) noch immer ein Zungenbrecher sein. Doch seine Rolle bei den Löwen Frankfurt ist klar definiert: Markus Kankaanperä ist in die Mainmetropole gekommen, um dem Team mit all seiner Erfahrung von fast 1.200 Einsätzen in der höchsten finnischen Spielklasse Stabilität in der Defensive und zusätzliches Knowhow in den Playoffs zu geben.

Schon in seinen ersten Einsätzen war deutlich zu sehen, mit wie viel Übersicht der 39-Jährige spielt. Er strahlt eine unheimliche Ruhe auf dem Eis aus. Und wenn nötig, lässt die finnische Kante auch nichts anbrennen. Über seinen Einstieg bei den Löwen und seine Rolle im Team spricht Kankaanperä mit dem Löwengebrüll.

Im Löwengebrüll stöbern.

Frage: Wie waren Deine ersten Spiele im Trikot der Löwen?

Markus Kankaanperä: „Die Spiele waren in Ordnung. Man muss sich auch erst einmal zurechtfinden in einem neuen Team und lernen, was die Trainer für ein System spielen. Man muss ein Gefühl dafür bekommen, was die Mitspieler auf dem Eis tun. Es hat auf jeden Fall Spaß gebracht. Zudem waren es zwei wichtige Siege gegen Freiburg. Am Ende ist das alles, was zählt.“

Frage: Du hast in deiner langen Karriere schon in einigen Umkleidekabinen gesessen. Wie gefällt Dir die Atmosphäre in der Löwen-Kabine?

Kankaanperä: „Es gefällt mir wirklich gut. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und hab mich direkt wohlgefühlt. Die Stimmung in der Kabine ist einfach großartig. Wir haben einige sehr witzige Jungs dabei. Und auch einige, die nicht so witzig sind. Aber wer das ist, verrate ich lieber nicht…“

Frage: Warum hast Du Dich dazu entschieden, zu den Löwen Frankfurt nach Deutschland zu wechseln?

Kankaanperä: „Mein Eishockey-Jahr war bislang nicht so toll. Ich habe wenig gespielt und war zwischenzeitlich auch verletzt. Jetzt bin ich fit und wollte einfach nur spielen. Ich wollte zu einem Team, das eine Chance darauf hat, etwas zu gewinnen. Ich wollte zu einem Team, bei dem ich einfach wieder Spaß am Eishockey haben kann. Daher bin ich sehr froh, dass es mit den Löwen Frankfurt geklappt hat.“

Frage: Mit Matti Tiilikainen, Marko Raita und Valtteri Salo kommen gleich drei unserer Coaches aus deiner Heimat. Kanntest Du sie bereits?

Kankaanperä: „Ehrlich gesagt, nein. Ich wusste vorher, wer sie sind. Aber ich habe noch nie mit ihnen gearbeitet oder kannte sie.“

Frage: Was wusstest Du vom deutschen Eishockey, bevor Du hierhergekommen bist?

Kankaanperä: „Nicht viel. Ich habe ja quasi mein ganzes Leben lang in Skandinavien gespielt. Also habe ich das getan, was jeder Eishockeyspieler in einer solchen Situation macht: Freunde und ehemalige Mitspieler angerufen und mich erkundigt. Am meisten habe ich von meinem guten Freund Toni Söderholm erfahren. Der kennt sich ja als Coach der deutschen Nationalmannschaft gut aus hierzulande…“

Frage: Was ist Deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen Eishockey in Finnland und Deutschland?

Kankaanperä: „Ich spiele ja noch nicht wirklich lange hier. Daher kann ich das noch nicht endgültig bewerten. Aber bislang würde ich sagen, dass Eishockey in Finnland wesentlich systemlastiger ist als hierzulande. Hier kann in einem Spiel eine Menge passieren und man muss vor allem geduldig spielen.“

Frage: Du spielst an der Seite vom aktuell jüngsten Profi im Löwen-Kader. Wie kommt ihr trotz des Generationenunterschieds miteinander klar?

Kankaanperä: „Wir verstehen uns gut. Wir reden sehr viel miteinander. Ich versuche ihm, vieles beizubringen. Ich sage ihm, was er tun soll und wo er sich auf dem Eis hinbewegen soll. Ich mache also die Ansagen und er macht die Arbeit (lacht; Anm.d.Red.).“

Frage: Was ist Dein erster Eindruck von Leon als Spieler?

Kankaanperä: „Er ist ein sehr talentierter Spieler. Er bringt alles mit, um ein wirklich sehr guter Spieler zu werden. Er muss aber noch lernen, wann er ein Risiko eingehen sollte und wann nicht. Dabei versuche ich ihm zu helfen.“

Frage: Die Playoffs stehen kurz vor der Tür. Wie kannst Du mit Deiner Erfahrung dem Team in der K.o.-Phase helfen?

Kankaanperä: „Die Playoffs sind der letzte Teil einer Saison – sie sind aber auch der schönste Teil. Es geht darum, sich in jedem Training und jedem Spiel zu verbessern. Dabei ist es unheimlich wichtig, dass man jede Minute auf dem Eis genießt und Spaß hat. Es sind immerhin die Playoffs – die sollten Spaß machen!“