Spielbericht

Löwen bescheren sich selbst in Heilbronn

Mit einem 3:1-Erfolg am 2. Weihnachtstag feiern die Löwen Frankfurt endlich ihren ersten Auswärtssieg der Saison.

Heilbronn (MK) – Ob es der Trainerwechsel an der Bande, die Rückkehr von Stephen MacAulay oder doch der Geist der Weihnacht war, werden die Löwen Frankfurt wohl nicht herausfinden. Die Freude  und Erleichterung über den ersten Erfolg auf fremdem Eis in der Saison 2020/2021 war dem Löwen-Rudel jedoch deutlich anzumerken.

Mit einem 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)-Sieg in Heilbronn vertrieben die Südhessen nach sechs Niederlagen zum Saisonauftakt im siebten Versuch endlich die bösen Auswärtsgeister. Marius Erk, Alexej Dmitriev und Sebastian Collberg erzielten die Treffer vor den aufgrund der Corona-Maßnahmen weiterhin leeren Rängen der Kolbenschmidt Arena.

Unfreiwilliges Durchlüften in Pause 1

Mit Bastian Kucis zwischen den Pfosten und erstmalig in dieser Spielzeit mit Stephen MacAulay, der den Platz zwischen Adam Mitchell und Sebastian Collberg in der Paradeformation übernahm, starteten die Löwen in die Begegnung. Doch es waren die Heilbronner Falken, die offensiv die ersten Akzente setzen konnten.

Ex-Löwe Kevin Maginot eröffnete unmittelbar nach einer überstandenen Kyle Sonnenburg-Strafe auf Zuspiel des amtierenden Spielers des Jahres, Dylan Wruck, den Torreigen (7. Spielminute).

Die Frankfurter brauchten eine Weile, um ins Spiel zu finden. Eine erste Torannäherung von Kyle Wood blieb erfolglos (8.). So zeichnete sich der Ausgleich für die Südhessen denn auch nicht zwingend ab. Erk schloss einen Konter über MacAulay trocken zum 1:1 ab (15.).

Noch überraschender endete dann jedoch der erste Spielabschnitt. Nach einem Feueralarm – der sich glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte – mussten beide Teams schon in der 19. Minute vom Eis und verbrachten die vorgezogene erste Pause an der frischen Heilbronner Luft.

Löwen bremsen sich selbst ein

Diese unfreiwillige Frischluftzufuhr schien den Löwen besser zu bekommen als den Käthchenstädtern. Wenige Minuten nach dem verspäteten Seitenwechsel war Dmitriev zur Stelle und sorgte im Slot mit der Rückhand für die erste Löwen-Führung (23.).

Die Löwen waren nun eigentlich am Drücker, bremsten sich in der Folge mit unnötigen Strafzeiten jedoch selbst ein und ermöglichten den Gastgebern in einige Überzahlsituationen.

Doch ein gut aufgelegter Kucis sowie ein konzentriertes Unterzahlspiel der Frankfurter erwiesen sich für die nach ihrer langen Covid19-Pause vor Weihnachten noch im Aufbauprozess befindlichen Falken selbst bei doppelter Unterzahl als nicht überwindbar.

Löwen lassen nichts anbrennen

Ganz anders präsentierten sich die Löwen nur drei Minuten später: Collberg erhöhte bei doppelter Überzahl für die Löwen auf 3:1 (37.) – und setzte damit bereits den Schlusspunkt.

Denn auch im Schlussabschnitt fehlte den Falken in Überzahl die zündende Idee, so dass das Rudel von Löwen-Dompteur Franz-David Fritzmeier am Ende nicht nur den ersten Auswärtserfolg, sondern auch das Überstehen von acht Unterzahlsituationen bejubeln konnte.

Eisige Artgenossen in der Mainmetropole

Auch zu Corona-Zeiten sieht der Spielplan für die Eishockeyprofis zwischen Weihnachten und Neujahr keine Verschnaufpause vor. Schon am Montag, den 28. Dezember steht für die Frankfurter die nächste Partie auf dem Programm. Ab 19:30 Uhr gastieren dann die Eislöwen in der Frankfurter Eissporthalle.

Wie gewohnt wird auch diese Partie über SpradeTV und die Social-Media-Kanäle der Löwen in Eure Wohnzimmer gebracht.

Heilbronner Falken – Löwen Frankfurt 1:3 (1:1, 0:2, 0:0)

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