Spielbericht

Löwen brüllen weiter: Mit Leidenschaft und Disziplin zum nächsten Sieg

Mit einem 2:1-Heimsieg gegen Heilbronn setzen die Löwen Frankfurt ihre nun vier Spiele andauernde Siegesserie fort.

Frankfurt (MH) – Die Löwen Frankfurt bleiben in der Erfolgsspur. Beim dritten Aufeinandertreffen mit den Heilbronner Falken in dieser DEL2-Saison am 30. Spieltag - dem virtuellen „Family Day“ - gewannen die Löwen am Sonntag mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) gegen die Falken in der heimischen Eissporthalle am Ratsweg.

Die Löwen verbuchen damit den vierten Dreier in Serie und verbessern weiter den in dieser so Saison maßgeblichen Punkteschnitt. Manuel Strodel besorgte das Siegtor. Zuvor hatte Luis Schinko zum 1:1 getroffen gehabt.

Wachsame Falken entscheiden 1. Drittel für sich

Das 1. Drittel startete verhalten. Während die Löwen um Puckbesitz bemüht waren, störten die Gäste früh den Spielaufbau der Löwen. Großchancen waren in den ersten acht Minuten des Spiels nicht zu verzeichnen. So dauerte es achteinhalb Minuten, bis die erste große Torchance zu sehen war – die jedoch unmittelbar verwertet wurde. Nach einem Konter der Falken musste Dylan Wruck auf Zuspiel von Bryce Gervais nur zum 1:0 für die Falken ins leere Tor einschießen (9.).

Und auch das erste Überzahlspiel des Tages gehörte den Falken. Nach einem Halten durch Daniel Wirt drückten diese dann auch mehr als eine Minute auf den Kasten von Bastian Kucis, doch 29 Sekunden vor Ablauf der Strafe zogen die Heilbronner die nächste Strafe im Spiel und stellten damit auf 4-gegen-4. Beide Überzahlspiele verpufften wirkungslos – um nicht zu sagen: ohne Gefahr auf den jeweiligen gegnerischen Kasten.

Die Löwen wirkten bemüht. Als eine Chance von Kyle Sonnenburg durch einen Falken-Verteidiger nur durch eine Strafe vereitelt werden konnte, agierten die Löwen wieder in Überzahl. Zunächst hatte Center Stephen MacAulay dabei eine Riesenchance im freien Slot, dessen Schuss auf die Brust von Arno Tiefensee aber nicht den Ausgleich für die Löwen brachte. Doch noch konnten die Hausherren den Goalie der Falken nicht überwinden.

Umkämpfter Ausgleich in umkämpftem Drittel

So waren es nun die Löwen, die aggressiv ins 2. Drittel starteten:  Wenngleich ohne größere Chancen auf der eigenen Seite, dafür aber mit stärkerem Pressing setzten die Löwen nun die Mannschaft aus der Käthchenstadt unter Druck.

In der 28. Minute war es dann für die Löwen soweit: Mitten in eine Drangphase setzte sich Schinko mit dem zweiten Nachschuss durch und überwand Tiefensee aus dem Slot zum durchaus verdienten 1:1.

Vor allem in der Offensive wirkten die Frankfurter nun wachsamer, passgenauer und so wirkte auch das Spiel nach vorne insgesamt nun zielstrebiger. Eine zwischenzeitliche Unterzahl (Strodel saß wegen Stockschlags) egalisierte die Mannschaft von Head Coach Franz-David Fritzmeier, um in der Folge wieder das Heft in die Hand zu nehmen.

Zugunsten kam dieser dann eine Wruck-Strafe wegen übertriebener Härte. Das durch die Löwen durchaus druckvoll gestaltete Überzahlspiel endete trotz viel Eiszeit im Gäste-Drittel und trotz eines Mitchell-Solos, das Tiefensee parierte, dennoch ohne Tor, womit es mit einem 1:1 in die zweite Pause ging.

Ravensburg reloaded: Geduldiges Offensivspiel macht sich bezahlt

Auch das Schlussdrittel begann zunächst mit aktiveren Frankfurtern: Eine Hereingabe von Martin Buchwieser fälschte Falken-Verteidiger Marcus Götz fast gefährdend für die eigenen Farben ab (45.)., zudem verpasste im Anschluss daran Buchwieser einen Abpraller (46.).

Die Löwen bremsten sich dann doch selbst: Ein Unterzahlspiel mussten sie überstehen (47.), die Falken waren nun agiler. Doch wie auch die Löwen zuvor zogen die Mannen aus Heilbronn inmitten der eigenen Überlegenheit eine Strafe, nahmen sich damit den Wind aus den Segeln. Nutzen konnten die Löwen diesen Aufwind jedoch ebenfalls nicht.

Mit einem 1:1 pendelte das Spiel nun auf das Ende zu – und wieder schlug die Stunde des Captains: Als die Löwen wie am Dienstag in Ravensburg erneut Geduld bewiesen und mit kontrollierter Offensive aufspielten, hielt Adam Mitchell – relativ freistehend – von der Blauen drauf. Sein Schuss wurde noch von Strodel abgefälscht und markierte die erstmalige Führung der Südhessen (56.).

Heilbronn drückte nochmal aufs Gas, doch auch mit sechstem Feldspieler gelang kein weiterer Treffer. Somit setzten die Löwen ihren Aufwärtstrend fort.

Ausblick

Am kommenden Dienstag steht für die Löwen das nächste Spiel auf dem Programm, wenn erstmals der EC Bad Nauheim zum Derby nach Frankfurt reist. Das Lokalderby beginnt um 19:30 Uhr in der Eissporthalle und wird live auf SpradeTV übertragen.

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken (0:1, 1:0 1:0)

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