Spielbericht

Löwen schlagen sich trotz Niederlage achtbar im Derby

Löwen mobilisieren alle verfügbaren Kräfte und verlieren mit 3:5 gegen Rote Teufel. Am Freitag Heimspiel gegen EHC Dortmund (19:30 Uhr).

Zwölf Feldspieler starteten auf Seiten der Löwen Frankfurt in das Rhein-Main-Derby gegen die Roten Teufel Bad Nauheim, denn der eigentlich noch angeschlagene Daniel Kunce rückte kurzfristig ins Löwen Rudel auf. Zudem stand Sven Breiter nach seiner abgesessenen Sperre wieder im Aufgebot der Löwen, die im Tor erneut auf Christian Wendler setzten.

Die Hausherren begannen zunächst druckvoll und gerade mal zwei Minuten waren gespielt, als Tobias Schwab für die Roten Teufel traf. Das ließ nichts Gutes ahnen, doch angetrieben von den mitgereisten Fans kamen die Löwen immer besser ins Spiel und hatten durch Martin Schweiger die erste Großchance zum Ausgleich. Der fiel dann schließlich in der siebten Spielminute, als Sven Breiter mustergültig für Kevin Thau aufgelegt hatte und dessen zielgenauer Schuss im Netz landete.

Auch in der Folge blieben die Löwen hellwach und hatten phasenweise mehr vom Spiel. Das zahlte sich in der 15. Spielminute erneut aus. Wieder leistete Sven Breiter die Vorarbeit, als Ryan Fairbarn zum verdienten 2:1 aus Sicht der Löwen in Schwarze traf. Mit der knappen Führung ging es auch in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt wurde es dann die erwartete Abwehrschlacht mit den verfügbaren zwölf Spielern und Torhüter Christian Wendler zwischen den Pfosten, denn die Roten Teufel kamen nun mit mehr Tempo aus der Kabine.

Zudem kassierten die Löwen zu viele Strafzeiten. Einige waren durchaus berechtigt, andere schienen eher unverständlich und führten zu Kopfschütteln auf der Löwen Bank.

Letztlich wusste Bad Nauheim dies auszunutzen, denn der 2:2-Ausgleich durch Lanny Gare (26. Min.) fiel im Powerplay. Die Löwen stemmten sich nun mit der verbleibenden Kraft gegen die Angriffe der Roten Teufel, doch angezeigter Strafe und einem Mann mehr auf dem Eis traf Michael Maaßen (34.) schließlich zur 3:2-Führung. Kurz vor der Pause saßen gleich zwei Löwen auf der Sünderbank, als Kevin Lavallée zum 4:2 erhöhte. Dabei blieb es nach 40 gespielten Minuten.

In der Kabine hatten die Löwen nochmal alle Kräfte gesammelt und kurz nach Wiederbeginn verkürzte Sven Breiter (40.) auf 4:3. Kurz danach jubelten die Löwen schon, als der Puck erneut im Tor landete, doch nach kurzer Diskussion entschied das Schiedsrichtergespann auf kein Tor.

Angefeuert von den Löwen Fans im Gästefanblock gaben die Frankfurter nochmal alles, und Coach Clayton Beddoes wechselte wie schon am Freitag kurz Boris Ackers ein, um seinen Spielern eine kurze Extra-Verschnaufpause zu gönnen.

Aber irgendwie passte es zu dieser Spielzeit, dass die Löwen nicht für ihren Einsatz belohnt wurden mit dem Ausgleich, sondern Michael Maaßen (52.) zum 5:3 traf. Auch wenn sie sich bemühten, schafften die Löwen es nicht mit schwindenden Kräften nochmal heran zu kommen. Dennoch boten die Löwen den Roten Teufeln einen großen Kampf.

Am kommenden Wochenende stehen die beiden letzten Meisterrundenspiele für die Löwen auf dem Programm: Am Freitagabend ist der EHC Dortmund in der Eissporthalle zu Gast (19:30 Uhr). Am Sonntag geht es nach Duisburg.

Rote Teufel Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 5:3 (1:2, 3:0, 1:1)

1:0 (2.) Tobias Schwab (Dylan Stanley)
1:1 (7.) Kevin Thau (Sven Breiter)
1:2 (15.) Ryan Fairbarn (Sven Breiter, Daniel Kunce)
2:2 (27.) Lanny Gare (Tobias Schwab, Dylan Stanley) PP1
3:2 (35.) Michael Maaßen
4:2 (38.) Kevin Lavallee (Tobias Schwab, Dylan Stanley) PP2
4:3 (41.) Sven Breiter (Martin Schweiger, Kevin Thau)
5:3 (52.) Michael Maaßen (Kevin Lavallee)

Strafminuten: Bad Nauheim 12 - Frankfurt 20.

Zuschauer: 4000.