Spielbericht

Löwen setzen Ausrufezeichen im Allgäu

7:1-Sieg erhöht Frankfurter Punkte- und Torekonto. Proft, Dmitriev, Lewandowski, Eisenmenger(2), M. Mieszkowski und Kretschmann mit den Toren.

Frankfurt (MH) – Der ESV Kaufbeuren bleibt für die Löwen Frankfurt ein gutes Pflaster. Mit einem deutlichen 7:1-Auswärtssieg im Allgäu kehren die Löwen am Donnerstagabend wieder nach Hause zurück und verbuchen damit drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze. Magnus Eisenmenger trifft doppelt, Luis Schinko mit drei Assists.

Busbeine blieben im Bus – furioses Anfangsdrittel für die Löwen

Hüben wie drüben startete das Spielgeschehen mit Offensivszenen – so auch initiiert durch Rückkehrer Magnus Eisenmenger, der zweimal die Scheibe im Offensivdrittel stibitzte und damit die erste ungenutzte Riesenchance bescherte (4.).

Besser machte es Carter Proft in der 8. Minute, der dem Vajs-Ersatz Benedikt Hötzinger die Sicht nahm und damit einen Erk-Schuss unhaltbar zum 1:0 für die Löwen passieren ließ. Dies ging bis dahin für effektiv forecheckende Löwen auch so in Ordnung, holten sich diese doch bereits früh im gegnerischen Drittel die Pucks und führten verdient im Allgäu.

Nach dem Powerbreak wachten die Kaufbeurer dann erstmals auf und ließen den Ansatz eines druckvollen Offensivspiels erkennen. In der Folge waren die Löwen jedoch weiterhin die gefährlichere Mannschaft: Eine 2-auf-0-Situation verpasste MacAulay, kurz darauf konnte Mike Mieszkowski Hötzinger nicht überwinden. Eine zerfahrene Partie entwickelte sich, auch bedingt durch das starke Forechecking beider Mannschaften. Alexander Thiel hatte auf Kaufbeurer Seite die erste größere Einschuss-Chance.

Drei Minuten vor der Pause schraubte Alexej Dmietriev mit einem Tor der Marke „Schlitzohr“ das Ergebnis in die Höhe: Aus kurzem Winkel überwand dieser den Kaufbeurer Schlussmann. Im ersten Powerplay des Abends ließen sich die Löwen dann ebenfalls nicht bitten: Nur fünf Sekunden saß Sami Blomqvist wegen Stockschlags auf der Strafbank, bis Eddi Lewandowski einen Schinko-Schuss zum 3:0 abfälschte (19.).

Löwen bauen Führung aus

Trotz eines erneut druckvollen Starts ins Mitteldrittel gerieten die Löwen erstmals in Unterzahl, welche die Fritzmeier-Truppe schadlos überstand. In der Folge verflachte das Spiel ein wenig: Die Joker mühten sich um Offensivaktionen, die Löwen um Spielkontrolle. Tobi Wörle hatte auf Joker-Seite die Chance auf den Tip-in (26.), verpasste aber.

Einen kapitalen Fehler im Spielaufbau nach der ungenutzten Überzahl verwertete die junge Garde der Löwen, um auf 4:0 zu erhöhen. Magnus Eisenmenger sagte an der Stelle „Servus“ und netzte die ihm durch Darren Mieszkowski uneigennützig aufgelegte Scheibe über die Fanghand Hötzingers ein (33.). Die Löwen gaben weiter den Ton an und nahmen das 4:0 wohlwollend mit in die 2. Drittelpause.

Auch das dritte Drittel geht nach Frankfurt

Die Löwen hielten Linie: Weiterhin konsequent verteidigend und den ESVK vom Tor fernhaltend, agierten die Löwen aus der sicheren Verteidigung heraus. Aus jener Deckung erhöhten die Löwen nochmals: Schinko zog bei einem 3-auf-1 scharf ans Tor und spielte rüber zu Mike Mieszkowski, der nur einschieben musste (44.).

Doch die Joker spielten Trumpf und kamen in Überzahl aufs Scoreboard. Mit einem satten Schlagschuss setzte Julian Eichinger die Scheibe platziert ins Eck hinter Kucis zum 5:1 (48.). Unmittelbar darauf wurde es nochmals gefährlich, als die Löwen erneut mit einem Mann weniger agierten. Mehrmals wurde die Pallin-Mannschaft gefährlich und kam auch zu aussichtsreichen Schüssen, dieses Mal war Kucis jedoch unüberwindbar.

Immerhin wirkten die Kaufbeurer nun aktiver und gefährlicher als in den Dritteln zuvor, auch in der Unterzahl sieben Minuten vor Schluss konnten sich die Kaufbeurer dem Frankfurter Überzahl-Klammergriff entziehen – obgleich nicht komplett ausschalten. Magnus Eisenmenger traf mit seinem zweiten Treffer aus dem hohen Slot im Powerplay und besorgte das 6:1, wenig später erhöhte Christian Kretschmann aus ähnlicher Position zum 7:1 – und somit zum Endstand.

Ausblick

Weiter geht es im Takt am Samstagabend, 20.02., wenn die Löwen Frankfurt auf die Eispiraten Crimmitschau treffen. Spielbeginn in der Frankfurter Eissporthalle am Ratsweg ist 19:30 Uhr. Das Spiel wird live auf SpradeTV übertragen. Kommenden Montag reisen die Löwen zum kleinen Derby nach Bad Nauheim.

ESV Kaufbeuren – Löwen Frankfurt: (0:3, 0:1, 1:3)

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