Interview

Marius Erk ist bei den Löwen ein "Exot"

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Im Ausschnitt aus der aktuellen Ausgabe spricht Marius Erk.

Marius Erk ist bei den Löwen ein "Exot": Denn er stammt aus Frankfurt. Und das ist im Frankfurter Eishockey eine Rarität. Entsprechend umständlich war auch der Werdegang des heute 24-jährigen Verteidigers. Mit fünf Jahren hat er sich zum Geburtstag eine Eishockey-Ausrüstung gewünscht. Seitdem durchlief er alle Frankfurter Nachwuchs-Teams bis hin zur Jugend-Bundesliga. Weil er die Schule und das Eishockey besser in Köln koordinieren konnte, wechselte er zu den Jung-Haien, bei denen er zwei Jahre lang in der DNL spielte. Seine erste Profi-Station war beim Oberligisten Duisburg. Unter Franz-David Fritzmeier. 2016 wechselte er in die DEL2. Nicht in seine Heimatstadt - sondern zum Erz-Rivalen nach Bad Nauheim. Auch deshalb, weil er mit dem dortigen Manager Matthias Baldys in Duisburg gespielt hatte. Ein Schritt, den viele seiner Freunde aus der Main-Metropole nicht verstehen konnten. "Im Nachhinein war es der richtige Schritt. Ich habe dort viel gelernt. Und mir die Rückkehr nach Frankfurt, die immer mein Zeil war, hart erarbeitet." Was er sonst noch über den Nachbarn aus der Wetterau, seine Karriere und die laufende Saison zu sagen hat, erzählte er Löwengebrüll-Mitarbeiter Michael Löffler.

Das gesamte Interview findet ihr hier im Löwengebrüll ePaper.

Das Derby gegen Bad Nauheim steht an. Hast Du Erinnerungen an dieses Duell?

Marius Erk: Klar. Als kleiner Junge saß ich in der Eissporthalle stets neben meinem Vater, als Jugendlicher unter den Fans in der Stehkurve. Die Derbys waren immer aufregend. Ich drückte natürlich die Daumen für Frankfurt.

Wie schätzt Du den heutigen Gegner ein?

Erk: Sie hatten auch eine Phase des Tiefs, haben sich da aber herausgekämpft. Vor allem offensiv sind die Roten Teufel gefährlich. Besonders aufpassen muss man auf Topscorer Cason Hohmann, der zu den fünf besten Scorern der Liga zählt. Da müssen wir hinten aufpassen, besser stehen als in den letzten Begegnungen

Dein größter Kritiker soll Dein Vater Axel sein. Hat er Dich zum Eishockey gebracht?

Erk: Er ist seit den 80ern ein großer Fan, war mit dem damaligen Löwen-Boss Gerd Schröder befreundet. Er hat mich und meinen um zwei Jahre älteren Bruder Fabian schon als kleine Jungs immer zu den Spielen mitgenommen. Wir haben beide schon als Kinder hier gespielt. In der Jugend oft gemeinsam, denn ich spielte nicht nur in meiner Altersklasse, sondern auch bei den älteren Teams. Fabian hat 2011 mit den Löwen den Aufstieg in die Oberliga geschafft, spielte dann noch zwei weitere Jahre in der zweiten Mannschaft. 2014 ging er in die USA, wo er eine Saison für die Junioren des NHL-Teams Philadelphia Flyers spielte. Danach hat er seine Karriere beendet. So kam mein Vater nur noch regelmäßig zu meinen Spielen. Von ihm kam immer der erste Anruf in die Kabine. Spielte ich gut, schickte er nur ein Smiley mit dem Daumen nach oben. Wenn er aber etwas auszusetzen hat, spricht er schon am Telefon sofort klare Worte.

 

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