Interview

Maximilian Faber: „Die Stimmung in der Halle fehlt mir schon sehr.“

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Im Ausschnitt aus der aktuellen Ausgabe spricht Max Faber.

Er hat den Löwen mächtig gefehlt, denn so viel Torgefahr wie von Maximilian Faber geht in der DEL2 von keinem anderen Verteidiger aus.

Kurz vor den Playoffs 2018 verpflichtet, zählte Max während seiner Löwen-Zeit stets zu den Topscorern des Teams. In 146 Matches kam der zum besten Verteidiger der DEL2 2018/2019 gewählte Faber auf 135 Scorerpunkte. Für einen Abwehrrecken eine unglaubliche Bilanz. Sein letztes Spiel absolvierte er am 01. März 2020 in Heilbronn, denn nach einem Trainingsunfall im Sommer war Faber außer Gefecht gesetzt. Sein erfolgreiches Comeback gab es am 28. Februar 2021, indem er beim 4:3 gegen Freiburg gleich das Siegtor in der Overtime erzielte. Wie es dem mittlerweile 27 Jahre alten Abwehrspieler während der langen Pause erging und wie es ihm aktuell auf dem Eis ergeht, erzählte Max Faber Löwengebrüll-Mitarbeiter Michael Löffler.

Das gesamte Interview findet ihr hier im Löwengebrüll ePaper.

Du kannst sicher Deine Erfahrungen vom ausgiebigen Badeurlaub am Meer, von den mehrmonatigen Familienbesuchen und von Deinen neuen Hobbys beschreiben. Oder hast Du das Jahr ohne Eishockey gar anders verbracht?

Faber: *lacht* Nein, faulenzen konnte ich nicht. Nach meiner Verletzung Anfang August haben die Ärzte erst eine konservative Behandlung mit Physiotherapie und Ruhe versucht. Nachdem das keinen Erfolg brachte, wurde ich Mitte September operiert. Sechs Wochen lang habe ich auf Krücken verbracht und während dieser Zeit schon mit der Reha begonnen. Ich war täglich bei unserem Reha-Partner R2comSport, dem interdisziplinären Gesundheitszentrum in Neu-Isenburg - manchmal bis zu fünf Stunden am Tag.

Was hat sich seit Deinem letzten Match am 01. März 2020 in der Zwischenzeit geändert?

Faber: Recht wenig. Trainer Olli Salo habe ich gar nicht mitbekommen, wie Franz-David Fritzmeier tickt, weiß ich aus langjähriger Erfahrung genau. Mit den meisten Spielern in der Mannschaft habe ich schon gespielt. Das Einzige, was ganz anders ist, sind die Spiele ohne Zuschauer. Die Stimmung in der Halle fehlt mir schon sehr.

In den beiden letzten Heimspielen gegen Bayreuth und Bad Tölz gerieten die Löwen im Schlussdrittel mächtig unter Druck. Ist das die Folge des Mammutprogramms? Oder hatte es andere Ursachen?

Faber: Sicher spielt die Anstrengung auch eine Rolle, alle sind körperlich ein wenig müde. Aber das ist der kleinere Teil der Gründe. Uns fehlt momentan die Abgeklärtheit. Wir stürmen gegen defensiv eingestellte Gegner los, müssten aber cleverer, etwas vorsichtiger spielen. Dass Bad Tölz gute Stürmer hat, die stets torgefährlich sind, weiß man ja zur Genüge, wir waren also gewarnt. Natürlich soll das nicht heißen, ein Sieg wäre nicht möglich gewesen. Hätten wir im zweiten Drittel im Powerplay eine der hundertprozentigen Chancen zum 2:0 genutzt, wäre es wahrscheinlich anders ausgegangen.  

Das gesamte Interview findet ihr hier im Löwengebrüll ePaper.