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Nacht der Besen? Löwen wollen das Halbfinale in Heilbronn perfekt machen

Halbfinale 4 – Heilbronner Falken vs. Löwen Frankfurt – Mi., 06.04.2022 um 20:00 Uhr – Eishalle Heilbronn – DEL2 Playoffs 2021/2022

Kehraus oder mögliches Comeback – diese Frage gilt es für die Löwen Frankfurt in Spiel 4 der Playoff-Halbfinalserie mit den Heilbronner Falken am Mittwochabend ab 20 Uhr in der Eishalle Heilbronn zu beantworten. Die Frankfurter dürften gewarnt sein, denn nicht nur Goethes Zauberlehrling musste schmerzhaft lernen, dass die Kontrolle der Besen deutlich diffiziler ist als es von außen den Anschein macht, auch im Eishockey ist bekanntlich der letzte Sieg einer Serie der Schwerste.

Wie gewohnt berichten neben SpradeTV auch die Löwen wieder live und vor Ort für euch via der bekannten Social Media Kanäle und des Löwen-Live-Tickers.

Rückblick: Geistesstärke großes Löwen-Plus

Sieht man einmal ab von Jake Hildebrands spektakulärem Save in der 35. Spielminute von Spiel 3, so hat die souveräne 3:0-Führung der Löwen Frankfurt in der Serie bislang wenig mit Wundern gemein, jedoch umso mehr mit unbändiger Geistesstärke und Konzentration.

Wie schon in den beiden Auftaktpartien der Serie war das Rudel von Löwen-Dompteur Bo Subr auch im dritten Aufeinandertreffen mit dem fränkischen Überraschungsteam von Beginn an hellwach und legte mit dominantem Spiel vom Eröffnungsbully weg sowie Treffern zu „psychologisch“ wichtigen Zeitpunkten den Grundstein für den 5:2-Heimsieg vor 4.286 Zuschauern in der heimischen Eissporthalle. Neben Topscorer Brett Breitkreuz trugen sich mit Pierre Preto, Kevin Maginot, Dylan Wruck und Rylan Schwartz vier Ex-Falken in die Torschützenliste ein und bescherten den Goethestädtern so drei Matchpucks und die Chance auf den zweiten Sweep in der diesjährigen Playoffrunde.

Falken: Hexer Tiefensee noch kein Meister

Auf Seite der Falken zeigte Schlussmann Arno Tiefensee abermals eine starke Leistung und stemmte sich mit 33 Paraden zwar dem Frankfurter Sturmlauf nach Kräften entgegen, konnte diesen jedoch nicht ausreichend einhegen.

Denn seinen Vorderleuten fehlte erneut über weite Strecken der Begegnung die offensive Durchschlagskraft. Erst in der Schlussphase, mit dem Mute der Verzweiflung und sechstem Feldspieler sorgten die Heilbronner durch einen Doppelschlag von Jeremy Williams und Kenney Morrison in der 57. Spielminute für kurzzeitige Spannung, die Ex-Teamkollege mit dem postwendenden 4:2 jedoch wieder zu Nichte machte.

Immerhin, die Moral stimmt also nach wie vor in der Truppe von Chefcoach Jason Morgan, bei der ein „Hexenmeister“ vor Spiel 4 verzweifelt gesucht wird. Ein Kandidat für diese Rolle ist sicherlich Goldhelm Julian Lautenschlager, der mit 13 Scorerpunkten nicht nur die interne, sondern auch die ligaweite Playoff-Scorerliste anführt.