Spielbericht

Nichts für schwache Nerven: Löwen Frankfurt unterliegen gegen Ravensburg Towerstars im Shootout

Löwen Frankfurt liefern sich Krimi mit Ravensburg Towerstars

Frankfurt (NB) – Spannender geht es kaum: Trotz dezimierter Spielerzahl bei den Ravensburg Towerstars lieferten sich beide Mannschaften ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass die Ravensburger im Shootout schlussendlich für sich entscheiden konnten. Für die Löwen trafen Brett Breitzkreuz, Yannick Wenzel und Dylan Wruck.

Starker Start für Frankfurt

Der erste Spielabschnitt begann für die Löwen Frankfurt mit einem frühen Powerplay, doch die Ravensburger überstanden ihr erstes Unterzahlspiel schadlos, indem sie das Aufbauspiel der Frankfurter immer wieder störten. Ein paar Minuten später landete die Scheibe zum ersten Mal im Netz der Mainstädter - jedoch ertönte zuvor der Pfiff des Schiedsrichters, der eine Strafe gegen Pierre Preto wegen Stockchecks ankündigte. Kurz darauf jubelten die Spieler der Towerstars erneut, aber wieder freuten sie sich zu früh, da der Puck nur das Außennetz berührte. McMillan erhielt zwei Strafminuten wegen Spielverzögerung, was die Löwen in eine doppelte Unterzahl führte. Das blieb von den Puzzlestädtern nicht ungenutzt, sie setzten sich vor dem Löwen-Tor fest und eröffneten das Feuer auf Jake Hildebrand.

Zum Ende des Powerplays wirkten die Ravensburger etwas unkoordiniert, was sich im weiteren Spielverlauf fortsetzte. So gelang den Frankfurtern in der 10. Spielminute die 1:0 Führung durch Ryon Moser in einer klassischen 2 zu 1 Situation. Moser und Breitkreuz konterten gegen nur einen Verteidiger und konnten den Puck an Goalie Jonas Langmann vorbei ins Tor schieben.

Die Löwen drängten auf das nächste Tor, aber das Glück war zunächst auf Seiten der Towerstars. In der 16. Spielminute zog David Zucker über links zum Tor und netzte mit der Rückhand im Fallen unhaltbar über Hildebrands Schulter ein.

Nach erneuter Strafe gegen die Löwen endete das erste Drittel unentschieden, mit einer Bilanz von 14:9 Torschüssen für Ravensburg.

Ravensburger Goalie stets zur Stelle

Ein Gerangel zwischen Marius Erk und Vinzenz Mayer sorgte zu Beginn des zweiten Drittels für ein 4 gegen 4. Die zwei Minuten verstrichen, die Chancen blieben bei beiden Mannschaften ungenutzt. Kurz darauf erzielte James Bettauer in der 24. Spielminute den Führungstreffer für Ravensburg.

Nathan Burns musste für zwei Minuten wegen unkorrekten Anspiels vom Eis. Ravensburg ließ den Puck gut laufen, das Spiel der Löwen geriet durch die Strafen zunächst immer wieder ins Stocken, bis Carson McMillan zu Yannick Wenzel passte, der im Slot stehend die Scheibe aus kurzer Distanz ins Netz feuern konnte und somit den erneuten Ausgleich erzielte.

Im darauf folgenden Überzahlspiel für die Löwen zielte Tomas Sykora zwei Mal aufs Tor, Langmann war aber in beiden Fällen zur Stelle. Carson McMillan sorgte für die nächste gute Chance, der Puck prallte allerdings vom Beinschoner des Ravensburger Keepers ab.

Jonas Langmann zeigte sein Können auch im weiteren Spielverlauf und vereitelte unter anderem die Versuche von Kyle Sonnenburg und Nathan Burns, teils mit durchaus akrobatischen Saves.

Wer hat den längeren Atem?

Zu Beginn des dritten Spielabschnitts ging es weiter munter hin und her, es boten sich Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Towerstars mussten jedoch ihre Kräfte aufgrund der dezimierten Spielerzahl gut einteilen.

Nach unglücklichem Scheibenverlust ergab sich eine gute Chance für Sam Herr, der zum Konter ansetzte und nur von Tomas Sykora durch Halten gestoppt werden konnte. Sykora musste daraufhin für zwei Minuten vom Eis. Das Unterzahlspiel blieb nicht ohne Folgen: In der 53. Spielminute landete die Scheibe nach einem Schuss aus der Distanz vor dem Kasten. Danach folgte wildes Gestocher, bis Sam Herr die Scheibe über die Linie bringen konnte.

Dylan Wruck erhielt eine riesen Chance nach einem Rebound, aber Langmann schmiss sich mit vollem Körpereinsatz auf die Scheibe.

Den Mannen von Peter Russell schwanden zum Ende des dritten Spielabschnitts aufgrund der kurzen Bank die Kräfte und die Löwen spielten ein Powerplay bei 5-gegen-5. Zwei Minuten vor Spielende nahm Bo Subr seinen Goalie vom Eis und nur 43 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Dylan Wruck, der zuvor noch an Langmann scheiterte, das 3:3.

Den erschöpften Ravensburgern blieb die Overtime nicht erspart. Sie mobilisierten die letzten Kräfte und Sam Herr steuerte ganz alleine auf Hildebrand zu, der Nerven aus Stahl bewies und die Löwen mit einem riesen Save ins Penaltyschießen brachte.

Showdown im Shootout

Den ersten aber leider auch einzigen Treffer für die Frankfurter im Penaltyschießen erzielte Max Faber. Nach Fehlversuchen von Bettauer und Schwartz traf Georgiy Saakyan für die Ravensburger. Auch Zucker, Mayer und Sykora scheiterten, Faber konnte keinen zweiten Treffer landen. Der zweite Schuss von Georgiy Saakyan brachte letztendlich den hart umkämpften Sieg für die Ravensburg Towerstars.

Nach einer spannenden Partie mit Playoff-Charakter fuhren die Löwen Frankfurt nach Hause und nahmen einen Punkt aus Ravensburg mit.

Ravensburg Towerstars - Löwen Frankfurt 4:3 n.P. (1:1;1:1;1:1/1:0)