Spielbericht

Playoffs, wir kommen! Löwen lösen Playoff-Ticket dank achtem Sieg in Serie

Ein 5:4-Heimsieg nach Verlängerung gegen Freiburg festigt den Löwen Platz 2 in der Tabelle.

Frankfurt (DJ) – Das heißeste Team der Liga gegen das Überraschungsteam der Saison. Platz 2 gegen Platz 3 der Tabelle. Frankfurt gegen Freiburg. Teil 2 der „Home-and-Home"-Serie gegen den EHC Freiburg brachte die Wölfe am 48. Spieltag der laufenden DEL2-Saison in die Höhle der Löwen.

Trotz zweimaligen Rückstandes und eines unangenehmen Gegners gelang den Löwen dabei vor 4.798 Zuschauern in der Eissporthalle Frankfurt die Fortsetzung ihre Siegesserie. Roope Ranta (2x), Alex Roach und Max Eisenmenger sorgten für die Tore in der regulären Spielzeit, ehe David Suvanto in der Verlängerung den umjubelten Siegtreffer zum 5:4 (1:1, 2:3, 1:0, 1:0) erzielte.

Der mit den Wölfen tanzt 

Emotional wurde es in der Eissporthalle schon vor dem Spiel, als bei den Vorstellung der Freiburger Top-Six Simon Danner erstmals seit zehn Jahren wieder zurück in der Eissporthalle begrüßt wurde. Bei den Lions schaffte Danner einst den Durchbruch in der DEL, vor wenigen Wochen wechselte er dann aus Schwenningen zurück zu seinem Heimatverein nach Freiburg. An alter Wirkungsstätte lief Danner an der Seite von Niko Linsenmaier und Cam Spiro in der Top-Line der Wölfe auf, die bei den Löwen allerdings zunächst ziemlich abgemeldet war. Möglicherweise auch aufgrund des Ausfalls von Top-Scorer Luke Pither, der sich im „Hinspiel“ am Freitag verletzt hatte.

Erst Ende des 2. Drittels trat das Trio in zwei kurz aufeinanderfolgender Powerplays und beim vierten Freiburger Treffer nachhaltig in Aktion. Aber der Reihe nach: Gefordert waren die Löwen in der Verteidigung zunächst vor allem gegen Freiburgs zweite Reihe mit Scott Allen, Nico Kolb und Christian Billich. Letzterer hatte im 1. Drittel die beiden einzigen wirklich guten Freiburger Chancen: In der 4. Minute wedelte Billich im Slalom durch die Löwen-Verteidigung und scheitere erst an Patrick Klein. Aber als Klein kurz nach Ablauf einer Strafe gegen die Löwen in der 19. Minute einen Schlagschuss von Spiro in den Slot parierte, landete der Puck genau auf Billichs Kelle, so dass dieser nur noch einschieben musste.

Defense wins...

Das Hauptaugenmerk beim Löwen-Rudel lag allerdings auf Verteidiger Markus Kankaanperä, der an der Seite von Leon Hüttl im zweiten Verteidigerpärchen zu seinem Heimspieldebüt kam. Kankaanperäs kompromissloses Defensivspiel brachte ihm am Freitag noch drei Strafen ein - dieses Mal kam lediglich eine hinzu. Der finnische Stay-at-Home-Defender an seiner Seite erlaubte Hüttl wiederum verstärkt seine Qualitäten im Spielaufbau einzubringen oder selbst zum Abschluss zu kommen.

Wie schon im Hinspiel war es in der Partie häufig die zweite Reihe der Löwen, welche die Wölfe vor Probleme stellte. Vor allem während eines Shifts in der 8. Minute brannte es in der Zone der Wölfe, doch Max Eisenmenger und Martin Buchwieser verpassten die Führung für die Löwen knapp.

Goalgetter getting goals

Die (ersten) Tore besorgte die Top-Line der Löwen in Person von Goalgetter Ranta. In der 14. Minute traf er zunächst zum 1:0, als er eine Hereingabe von Adam Mitchell in den High-Slot direkt abnahm und perfekt in den Winkel von Ben Meisners Tor nagelte.  

Keine zwei Minuten nachdem Freiburg im 2. Drittel durch einen Distanzschuss von Alexander Brückmann mit 2:1 in Führung ging (27.), war es ebenfalls Ranta, der – erneut per One-Timer, diesmal aus dem linken Bullykreis - den Ausgleich besorgte. Bei Stephen MacAulays Querpass auf Ranta ahnte Wölfe-Goalie Meisner zwar schon, was kommen würde, einzig parieren konnte er Rantas Laser nicht.

Mit seinem ersten Saisontreffer brachte Alex Roach die Löwen nur wenig später gar mit 3:2 in Führung. Bei angezeigter Strafe gegen Freiburg sprang ein abgefälschter Pass in den Slot genau in Roachs Laderaum, was der Verteidiger zu einem mächtigen Pfund ins rechte Eck nutzte (31.).

Turnaround zum ersten...

Das Momentum auf Seiten der Löwen hielt sich allerdings nur kurz. Aus dem magischen Nichts trat dann erneut Brückmann in Szene und traf mit einem Schuss von links ins kurze Eck (33.). Scheinbar noch etwas verdutzt vom plötzlichen Ausgleich verpassten die auf dem Eis stehenden Löwen die Aktionen nach dem Neuanspiel und erlaubten Cam Spiro nicht nur zu einfach ins Drittel zu fahren, sondern auch einen freien Abschluss aus dem Zentrum, der nur 17 Sekunden nach dem 3:3 die Wölfe erneut in Führung brachte (33.).

Bis zum Drittelende brachten zwei durchaus fragwürdige Strafen die Löwen in Unterzahl nah an den erstmaligen Zwei-Tore-Rückstand, lediglich das auch mit dem Verlust der Positionsstruktur kämpferisch nie aufsteckende Penalty-Killing verhinderte das fünfte Wölfe-Tor.

Turnaround zum zweiten...

Die Krönung des Frankfurter Unterzahlspiels allerdings folgte im 3. Drittel. Als Mitchell auf der Strafbank weilte, brachten die Löwen ihren Gegner zunächst mit enormen Druck in Hektik beim Passspiel und den Abschlüssen und geneierten hieraus den Ausgleich in Unterzahl. Max Eisenmenger blockte zunächst einen hastigen Distanzschuss, lief seinem Gegner dann auf und davon und überwand letztlich auch noch den Poke-Check von Meisner, indem er die Scheibe perfekt in den Giebel schaufelte (50.).

So zügig Freiburg im 2. Drittel mit dem Doppelschlag das Spiel an sich riss, so schlagartig hatten die Löwen das Momentum nun auf ihrer Seite und drängten auf den Sieg. Dank der Rückkehr von Lukas Koziol hatten die Löwen wieder eine vierte Reihe zur Entlastung verfügbar. Die eingesparten Kräfte machten sich nun bemerkbar - doch weder Max Faber aus der Distanz, noch Mitchell aus dem Slot oder Koziol selbst per Backhander gelang der Siegtreffer vor der Sirene nach dem 3. Drittel.

Entsprechend folgte der Topspielzuschlag in Form der Verlängerung. Beide Teams riskierten hier zunächst nicht alles, aber als sich Eddie Lewandowski an der linken Bande gegen zwei Freiburger durchsetzte und im Zentrum Suvanto völlig freistehend fand, war das Spiel entscheiden. Suvanto kontrollierte die Scheibe, schaute sich Meisner aus, und verwandelte die entscheidende Chance eiskalt mit einem perfekt platzierten Schuss ins rechte Eck.

Ausblick

Weiter geht es für die Löwen am kommenden Freitag, den 21. Februar mit dem Auswärtsspiel in Bietigheim. Spielbeginn in der EgeTransArena ist um 20:00 Uhr, SpradeTV überträgt die Partie für alle daheimgebliebenen live.

Zum nächsten Heimspiel empfangen die Löwen am Sonntag, den 23. Februar die Eispiraten Crimmitschau. Wie Sonntags gewohnt beginnt diese Partie um 18:30 Uhr in der Eissporthalle. Tickets sind natürlich im Löwen-Ticket-Shop verfügbar

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 5:4 n.V (1:1, 2:3, 1:0, 1:0)

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