Spielbericht

Ranta erlöst angeschlagenes Löwen-Rudel

Im Rückspiel der "Home-and-Home"-Serie gegen die Lausitzer Füchse gewinnen die Löwen mit 4:3 nach Verlängerung.

Frankfurt (DJ) – „Wir müssen wieder einen Weg finden zu gewinnen“ lautete das einfache aber treffende Fazit von Matti Tiilikainen nach der Niederlage vergangenen Freitag in Weißwasser. Nicht mehr und nicht weniger taten seine Löwen am 42. Spieltag der DEL2-Hauptrunde im Rückspiel der "Home-and-Home"-Serie gegen die Lausitzer Füchse. 4.944 Zuschauer in der Eissporthalle sahen zumeist spielbestimmende Löwen, die nach Toren von Adam Mitchell (2) und Stephen MacAulay im 3. Drittel kurzzeitig mit 3:1 führten und letztlich durch den Sudden-Death-Treffer von Roope Ranta in der Verlängerung mit 4:3 (2:1, 0:0, 1:2, 1:0) gewannen.

Für die einmal mehr stark dezimierten ein echter Kraftakt. Mit Steven Delisle, Carter Proft, Christian Kretschmann, Lukas Koziol, Thomas Gauch, Mike Fischer (alle verletzt), Martin Buchwieser (krank) und Mike Mieszkowski (Sperre) fehlten gleich acht Löwen. Alex Roach und Dominik Meisinger gingen angeschlagen in die Partie, welche Meisinger nicht zu Ende spielen konnte.

Verhaltener Beginn

Im Vergleich zur Partie am Freitag in der Lausitz bauten die Löwen-Coaches die Sturmreihen punktuell um. Anstelle von Luis Schinko rückte Arbeitstier Manuel Strodel in die zweite Reihe zu Eddie Lewandowski und Max Eisenmenger, Schinko lief dafür in der dritten Reihe neben Magnus Eisenmenger und Darren Mieszkowski auf.

Für Gefahr im Drittel der Füchse sorgte in den ersten 20 Minuten allerdings vor allem der Paradesturm der Löwen mit MacAulay, Ranta und Mitchell. Beide Tore der Löwen im ersten Abschnitt gingen auf das Konto des Trios, bei zwei weitere Gelegenheiten fehlten nur Zentimeter.

Mitchell eröffnete das Scoring für die Löwen mit einem Powerplay-Treffer in der 6. Minute, als er frei im Slot stehend einen Schuss von Max Faber unhaltbar für Füchse-Goalie Marvin Cüpper abfälschte.

MacAulay hätte im nächsten Wechsel der Formation beinahe auf die gleiche Art und Weise das 2:0 besorgt, scheiterte jedoch noch an der Latte. Drei Minuten später passte sein nächster Tip-In besser und Cüpper war erneut bezwungen (10.). Erneut kam der Schuss von Faber.

Löwen gegen Cüpper

In beiden Szenen chancenlos, war der Goalie der Füchse jedoch der entscheidende Faktor, dass Weißwasser während der gesamten Partie im Spiel blieb. Schon im 1. Drittel parierte Cüpper mit einem „Monster-Save“ seines linken Schoners gegen Meisinger, der den dritten Treffer der Löwen schon auf der Kelle hatte (15.) sowie mit einem starken Reflex gegen Strodel (18.). Auch ein Konter von Schinko (30.) und eine Reboundchance im Powerplay (37.) endeten bei Cüpper, der krakengleich immer irgendwie ein Bein, Arm oder Schläger an den Puck zu bekommen schien, um den dritten Treffer der Löwen zu verhindern.

Dieser gelang den Löwen erst im 3. Drittel, als das Powerplay der Löwen zum zweiten Mal zuschlug. Diesmal nicht in Form eines Tip-Ins, sondern mit einem vehementen Zug zum Tor von Mitchell, der Cüpper den Puck von rechts kommend einfach durch die Beine ins Tor steckte (43.).

Auf der Gegenseite hatte Jimmy Hertel trotz 24 statistisch erfasster Schüsse auf sein Gehäuse einen relativ ruhigen Sonntagabend in den ersten beiden Dritteln. Lediglich in der 24. Minute war Hertels volle Athletik gefragt, als er nur mit einem Hecht den Puck aus dem Torraum wischen konnte. Umso ärgerlicher war es für Hertel und die Löwen, dass die Füchse in der 10. Minute dennoch zum zwischenzeitlichen Ausgleich treffen konnten, als Jordan George den im Slot herrenlos umherhoppelnden Puck aufs Tor und in den Winkel klopfte.

Finish mit Verlängerung

Nach Mitchells Tor zum 3:1 schienen sich die Löwen kurzzeitig den entscheidenden Vorteil erspielt zu haben. Doch zwei folgenschwere Puckverluste brachten die Füchse zügig zum Ausgleich, noch ehe diese signifikante Umstellungen in ihrem Spielsystem hatten vornehmen müssen.

Zunächst eroberte Brad Ross die Scheibe hinter dem Löwen-Tor und bediente mit seiner schnellen Ablage in den Slot den dort lauernden Tomas Andres, der den Puck mit einem schnellen Snapshot vorbei an Hertel zum 2:3 versenkte (45.).

Nur drei Minuten später verlor Alex Roach die Scheibe im Spielaufbau an Clarke Breitkreuz, der in Ermangelung anderer Optionen selbst den Abschluss suchte und mit einem platzierten Schuss über Hertels Fanghand zum 3:3-Ausgleich traf (48.).

Obwohl völlig offen, griff keines der beiden Teams in der Folge voll an, um den Sieg zu erzwingen. Bis in die letzten fünf Minuten hinein passierte vor allem offensiv wenig, dann hatten MacAulay und Max Eisenmenger noch einmal zwei Gelegenheiten für die Löwen sowie Robert Farmer und Andres für die Füchse. Doch in allen Szenen parierten die Goalies und hielten den Spielstand ausgeglichen.

In der Verlängerung schienen die Gäste zunächst ein wenig risikofreudiger, scheiterten mit ihren Abschlüssen aber entweder an Hertel oder an Marius Erk, der in der 62. Minute Ross bei dessen 2-gegen-1-Situation gar nicht erst zum Schuss kommen ließ.

Rantas Treffer erlöste die Löwen dann in der 64. Minute und sicherte seinem Team den verdienten Extrapunkt, der die Löwen in der Tabelle weiterhin vor Bad Nauheim auf dem 4. Platz stehen lässt.

Ausblick

Am kommenden Wochenende erwartet die Löwen zunächst das Duell mit den Ravensburg Towerstars. Spielbeginn in der Eissporthalle am Freitag, den 31. Januar ist wie gewohnt um 19:30 Uhr. Karten sind im Löwen-Ticket-Shop erhältlich.

Sonntags reisen die Löwen dann zum ESV Kaufbeuren. Die Partie bei den Jokern beginnt berits um 17:00 Uhr, SpradeTV überträgt natürlich live.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 4:3 n.V. (2:1, 0:0, 1:2, 1:0)

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