Spielbericht

Souverän gegen Landshut: Löwen setzen Siegesserie fort

Die Löwen Frankfurt siegen mit einer über lange Strecken dominanten Leistung mit 5:2 gegen Landshut.

Frankfurt (DS) – Vor 4.198 Zuschauern in der heimischen Eissporthalle siegten die Löwen Frankfurt am 31. Spieltag der DEL2-Saison 2019/2020 gegen den EV Landshut mit 5:2 (4:0, 1:0, 0:2) und beschenkten damit sich und die Löwen-Fans am zweiten Weihnachtsfeiertag mit dem vierten Sieg in Folge. Max Eisenmenger mit einem Doppelpack, Eddie Lewandowski, Adam Mitchell und Martin Buchwieser trafen für die Löwen, bei denen sich nach der Rückkehr von Alex Roach das Lazarett weiter lichtet.

„Das 1. Drittel war besonders gut“, erklärte Löwen Coach Marko Raita nach dem Spiel. Kein Wunder, führten die Löwen doch bereits mit 4:0. „Auch das Penaltykilling war sehr gut. Dazu hat uns Patrick Klein mit seinen Paraden den Rücken freigehalten.“

Zwar bemängelte Raita, dass die Löwen im Schlussabschnitt einen Gang runterschalteten und nicht mehr so konsequent spielten wie in den ersten 40 Minuten, doch bei der Menge an Spielen – immerhin sieben in nur 17 Tagen – sei den Löwen das auch aufgrund von weiterhin sieben Ausfällen verziehen.

Löwen mit viel Offensivpower und vier Toren

Ohne Abtasten legten die Löwen los wie die Feuerwehr. In der 2. Spielminute behauptete Roope Ranta beim ersten Angriff der zweiten Sturmformation hinter dem gegnerischen Tor den Puck, legte dann zurück in den hohen Slot auf Buchwieser, der den neben dem Pfosten stehenden Lewandowski perfekt bediente. Lewandowski musste den Puck dann nur noch zur 1:0-Führung ins Tor schieben.

Kaum war der Torjubel der Löwen-Fans verhallt, legten die Frankfurter direkt nach. In der 4. Spielminute stürmten sie mit viel Tempo ins Angriffsdrittel, der nachgerückte Marius Erk setzte aus dem hohen Slot einen Onetimer auf das Tor von EVL-Goalie Jaroslav Hübl, der den Puck nicht kontrollieren konnte. Max Eisenmenger verwertete den Rebound im Slot gedankenschnell zur 2:0-Führung.

Ab der 5. Minute agierten die Löwen das erste Mal in Überzahl. Mit schnellen Kombinationen erspielten sie sich sehr gute Einschussmöglichkeiten, aber Steven Delisle, Carter Proft und Max Faber verfehlten jeweils knapp das Tor. In den ersten zehn Minuten war von den Gästen wenig zu sehen, da die Löwen mit aggressivem Forechecking und einer konsequenten Defensive keinen einzigen Torschuss der Gäste zuließen.

Für den ersten Torschuss der Gäste (12.) bedurfte es eines Überzahlspiels, den der im Löwen-Tor stehende Klein souverän entschärfte. In der 15. Spielminute musste Klein dann sein ganzes Können zeigen, als die Gäste gegen die zu weit aufgerückten Löwen einen gefährlichen Konter generieren konnten. Aber Klein parierte mit zwei Glanzparaden die Torschüsse von Christoph Fischhaber und Jeff Hayes.

Im zweiten Überzahlspiel des Abends erhöhten die Löwen in der 15. Minute auf 3:0. Kapitän Mitchell nutzte den sich bietenden Platz, zog von der rechten Außenbahn in den Slot und netzte den Puck von dort mit einem Handgelenksschuss in den linken Torwinkel ein. Die Löwen waren nun auf den Geschmack gekommen und legten in der 19. Spielminute direkt das zweite Powerplay-Tor des Abends nach. Mitchell legte von der rechten Außenbahn einen scharfen Pass in den Slot auf Max Eisenmenger, der den Puck unhaltbar in den linken Torwinkel zum 4:0 abfälschte.

Löwen weiter mit Druck

Die Gäste versuchten zu Beginn des. 2. Drittels durch eine taktische Änderung in der defensiven Zuordnung das Spiel zu beruhigen und mehr Spielanteile zu generieren. Entsprechend verhalten und ausgeglichen gestalteten sich die ersten fünf Spielminuten, da die Löwen ihrerseits nun weniger Platz für ihr schnelles Angriffsspiel hatten und den Fokus auf eine geordnete Defensive legten. Die Gäste hatten nun zwar mehr Spielanteile als zuvor, aber anfangs ohne echte Torchancen.

Mit zunehmendem Spielverlauf erhöhten die Löwen den Druck auf die Gäste und erspielten sich einige gute Einschussmöglichkeiten, die allesamt das Tor der Bayern knapp verfehlten. In einem Unterzahlspiel der Löwen stand Klein dann ab der 31. Minute im Mittelpunkt, als er mehrere gute Einschussmöglichkeiten der Landshuter zunichtemachte. Im Gegenzug erlief der von der Strafbank gekommene Ranta den Puck an der gegnerischen blauen Linie und setzte einen Handgelenksschuss aufs Tor. Den Abpraller verwertete Buchwieser durchsetzungsstark zum 5:0 (33.).

Der EV Landshut gab sich trotz des hohen Rückstands nicht geschlagen. In der 34. Spielminute entschärfte Klein einen Torschuss von Max Hofbauer spektakulär mit der Fanghand. Auf der Gegenseite konnte sich Hübl gegen Proft, Stephen MacAulay und Buchwieser auszeichnen. Da die Löwen nun zu passiv agierten, hatten die Gäste in den letzten fünf Minuten wieder mehr Spielanteile, konnten aber den großartig haltenden Klein nicht überwinden und blieben nach 40 Spielminuten weiter ohne Torerfolg.

Landshut kann nur noch verkürzen

Das 3. Drittel begann mit einem Überzahlspiel für die Gäste, in dem die Löwen mit einem guten Penaltykilling keine gefährlichen Torschüsse zuließen. Im Anschluss übernahmen die Löwen schnell wieder die Spielkontrolle, ohne dabei zwingende Torchancen zu generieren. Der EVL verteidigte sehr verbissen die eigene blaue Linie, um einen noch höheren Rückstand zu vermeiden. Die Löwen ihrerseits konzentrierten sich auf ein geordnetes Backchecking und eine dicht gestaffelte Defensive, mit der sie nur ungefährliche Schüsse der Gäste von der Außenbahn auf das Tor von Klein zuließen.

In der 50. Spielminute fiel dann aber doch der erste Treffer für die Gäste. Bei einem Entlastungskonter konnten die Löwen den Puck nicht aus dem Slot klären und Marco Baßler brachte im Nachsetzen den Puck an Klein vorbei im Tor unter. In der 54. Spielminute agierten die Löwen in Überzahl, als Patrick Berger, der Hübl zu Beginn des Schlussdrittels im Landshuter Tor ersetzte, einen Schuss von Mitchell noch an den Pfosten ablenken konnte.

Das sechste Tor für die Löwen an diesen Abend verhinderte Berger in der 60. Spielminute gegen Buchwieser mit den Schonern. Im direkten Gegenzug erzielte Robbie Czarnik bei einem Konter den zweiten Treffer für die Gäste, der nach Konsultierung des Videobeweises durch die beiden Hauptschiedsrichter nachträglich anerkannt wurde.

Ausblick: Schlag auf Schlag im Zwei-Tage-Rhythmus

Am Samstag, den 28. Dezember gastieren die Löwen bei den Namensvettern aus Bad Tölz bevor am 30. Dezember um 19:30 Uhr das nächste Heimspiel gegen die Heilbronner Falken ansteht. Karten für alle Löwen-Heimspiele gibt es im Löwen-Ticket-Shop.

Löwen Frankfurt – EV Landshut 5:2 (4:0, 1:0, 0:2)

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