Spielbericht

Stille Nacht

Mit 2:3 unterliegen die Löwen Frankfurt am Weihnachts-Vorabend in Bad Tölz

Bad Tölz (MK) – Zum bereits dritten Mal im Monat Dezember verspielten die Löwen Frankfurt bei ihrem Gastspiel in Bad Tölz eine 2:0-Führung – doch die 2:3-Niederlage bei den Artgenossen aus Oberbayern verliert angesichts der Ereignisse des Tages vollkommen an Bedeutung.

Die Löwen trauern um Nachwuchsspieler Niclas Kaus, der am 23. Dezember an den Folgen eines am vergangenen Wochenende erlittenen Sportunfalls beim Spiel seiner Löwen verstorben ist und sind in Gedanken bei der Familie und den Angehörigen.

Südhessen mit Zwei-Tore-Führung

Nach einer Schweigeminute für Niclas Kaus starteten beide Teams verhalten in die Partie. So dauerte es bis zur 13. Spielminute, ehe sich Erwähnenswertes auf dem Eis zutrug. Nach einem missglückten Abschluss des Tölzers Tom Horschel trugen Pierre Preto und Darren Mieszkowski die Scheibe ins Drittel der Gastgeber, wo Manuel Strodel dem Ex-Frankfurter Jimmy Hertel im Tölzer Tor mit einer gekonnten Vorhand-Rückhand-Finte keine Abwehrchance ließ.

Und die Südhessen legten gegen die nach Aufsteiger Selb mit bereits 103 Gegentoren zweitschlechteste Defensive direkt nach: Yannick Wenzel erhöhte keine drei Zeigerumdrehungen abermals nach einem schnellen Konter aus dem eigenen Drittel auf 2:0 (16.).

Dezimierte Buam stecken nicht auf

Doch die Oberbayern steckten nicht auf und kamen dank ihrer mit Abstand gefährlichsten Sturmformation um Lubomir Dibelka, Cam Spiro und Tyler McNeely umgehend zum Anschlusstreffer.

Nach starkem Forechecking stibitzte Rotschopf McNeely nach einer Unachtsamkeit die Scheibe von Kevin Maginot und vollendete nach missglücktem Poke-Check Rettungsversuchs von Frankfurts Schlussmann Jake Hildebrand (18.) höchstselbst.

Der Tabellenführer versuchte in der Folge mit der knappen Führung im Rücken die eigene Kadertiefe aus- und den mit nur 13 Feldspielern agierenden Kontrahenten müde zu spielen, ließ dabei die Zielstrebigkeit im Offensivspiel jedoch vermissen.

Dies sollte sich rächen, da die von Kevin Gaudet betreuten Mannschaften qua ihrer chronisch kurzen Bänke mit reichlich Cleverness und Ausdauer ausgestattet sind. So setzten die Hausherren vereinzelte Nadelstiche. Konnte Jake Hildebrand gegen Philipp Schlager in höchster Not noch parieren (32.), war er beim Einschussversuch Dennis Millers wenig später (34.) machtlos.

Offensive gefragt

Als Kevin Maginot dann nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge die erste Strafzeit der Begegnung aufgebrummt bekam, bot sich den gelb-schwarz gekleideten Löwen bei vierminütiger Überzahl gar die Chance zur ersten Führung der Partie (39.).

Und diese wussten sie umgehend zu nutzen. 20 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da verwertete Lubor Dibelka ein Zuspiel von Cam Spiro (41.).

Nun wäre eigentlich die Frankfurter Offensive gefragt gewesen, doch die Hausherren stellten gegen die Frankfurter die Passwege geschickt zu.

Darüber hinaus agierten die Buam überaus diszipliniert: Das ligaweit gefürchtete Powerplay der Südhessen kam in der 49. Minute zum ersten und einzigen Kurzeinsatz. Auch das aufgrund einer Strafe gegen Max Faber nur 52 Sekunde währende Überzahlspiel konnte das Angriffsspiel der Löwen an diesem Abend nicht mehr ankurbeln. Fünf Torschüsse im Schlussabschnitt waren letztlich zu wenig, um aus Oberbayern noch etwas Zählbares mitzunehmen.

Ausblick: Sonntag gegen Kaufbeuren

Am 2. Weihnachtstag geht es für die Löwen ab 18:30 Uhr gegen den ESV Kaufbeuren weiter. Auf den bekannten Kanälen berichtet das Social-Media-Team der Löwen natürlich auch an Weihnachten live für Euch.

Tölzer Löwen - Löwen Frankfurt 3:2  (1:2; 1:0; 1:0)

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