Spielbericht

Torhungrige Löwen feiern Kantersieg

Entfesselt aufspielende Löwen besiegen Aufsteiger EV Landshut mit 8:0.

Frankfurt (DS) – 3.883 Zuschauer sahen am 8. Spieltag der DEL2-Saison 2019/2020 über 60 Minuten teilweise wie im Rausch aufspielende Löwen, die dank zweier Hattricks von Roope Ranta und Eddie Lewandowski sowie durch einen Doppelpack von Adam Mitchell den EV Landshut mit 8:0 (3:0, 4:0, 1:0) deklassierten und Patrick Klein seinen ersten Shutout der Saison bescherten.

Damit bleiben die Löwen auch im vierten Heimspiel der noch jungen Saison ungeschlagen. „Heute haben wir 60 Minuten gutes Eishockey gespielt und genau die Reaktion auf den Auftritt am Mittwoch gezeigt, die wir uns vorgenommen hatten“, kommentierte Dreifach-Torschütze Ranta den Sieg.

Frühes Offensivspektakel

Direkt vom Eröffnungsbully weg zwangen die Löwen dem EV Landshut ein bedingungsloses Offensivspiel auf, in dem die Löwen die Landshuter phasenweise schwindelig spielten. Stephen MacAulay scheiterte nur wenigen Sekunden nach Spielbeginn am Landshuter Goalie Jaroslav Hübl, doch direkt im Anschluss, nach gerademal 24 Sekunden, erzielen die Löwen das 1:0. David Suvanto schlenzte von der blauen Linie aufs Tor, den Rebound konnte Mitchell unbedrängt von rechts außen zur frühen Führung einschieben.

In 3. Spielminute setzt Ranta nach einem feinen Zuspiel von Mitchell eine Direktabnahme aus dem hohen Slot knapp links neben das Tor. Landshut suchte sofort den frühen Ausgleich, und so entwickelte sich ein rasantes „Coast to Coast“-Spiel mit 8:7-Torschüssen nach gerade einmal 6 Spielminuten. Zwei gefährliche Gegenstöße der Landshuter konnte Klein in der Folge festhalten.

Bei einem schnellen Break belohnen sich die Löwen dann in der 8. Spielminute für ihre offensive Spielweise mit dem 2:0 durch Lewandowski. Carter Proft scheiterte freistehend an Hübl, aber Lewandowski stand goldrichtig und konnte den Rebound im Slot durch die Schoner des Landshuter Goalies einnetzen.

Die Löwen spielten nun wie im Rausch. Nur zwei Minuten später erhöhten sie mit einem sehenswerten ausgespielten 2-gegen-1-Konter zum 3:0. Max Eisenmenger legte vor dem Tor quer auf den mitgelaufenen Lewandowski, der mit einem Tip-In auf der linken Seite traf.

Die Löwen ließen nicht locker und setzten sich immer wieder im Angriffsdrittel fest und erarbeiteten sich gute Einschussmöglichkeiten. Nach einer Unaufmerksamkeit in der Defensive der Löwen traf Mathieu Pompei in der 16. Minute den Außenpfosten. Eine hochkarätige Chance von Lukas Koziol vereitelte Hübl in der 19. Spielminute in höchster Not.

Lupenreiner Hattrick von Ranta

Im 2. Drittel spielten die Löwen druckvoll weiter. Das gelang in den vorherigen sieben Spielen trotz einiger starker Anfangsphasen nicht immer. Doch an diesem Freitagabend konnten sie den Hebel endlich dauerhaft umlegen. Sie kontrollierten das Spiel aus einer gesicherten Defensive und mit einem geordneten und sicheren Spielaufbau und ließen so den EVL nicht ins Spiel kommen.

In der 26. Spielminute scheiterte Max Eisenmenger aussichtsreich im Slot an Hübl. Vier Minuten später erzielte Ranta dann aus dem hohen Slot mit einem platzierten Handgelenkschuss in den rechten Torwinkel das 4:0 (30.), nachdem er den Schuss verzögert hatte und zuvor mustergültig von MacAulay von der linken Außenbahn bedient wurde.

In der 33. Spielminute wurde Ranta regelwidrig bei einem Konter der Löwen gestoppt. Den fälligen Penalty schob der Finne Hübl abgezockt durch die Schoner zum 5:0. Damit nicht genug: In der 36. Spielminute machte Ranta dann seinen lupenreinen Hattrick im 2. Drittel mit einem Powerplay-Tor perfekt, als er nach einem butterweichen Zuspiel von MacAulay mit einem Schlagschuss in den rechten Winkel zum 6:0 traf.

Landshut wechselte den Torhüter, aber nur 53 Sekunden später fälschte Lewandowski im Slot einen Schlagschuss von Marius Erk unhaltbar für den nun im Landshuter Tor stehenden Patrick Berger zum 7:0 ab (37.) und machte seinen Hattrick an diesem Abend ebenfalls perfekt.

Klein macht Shutout perfekt

Mit schnellem Offensivspiel der Löwen ging es auch ins 3. Drittel. Suvanto scheiterte in Überzahl nach einem Solo am rechten Außenpfosten. Die nächste Überzahl spielten die Löwen dann mit einer Passstafette erfolgreich aus und erhöhten zum 8:0 (45.) durch Mitchell, als er einen Schlagschuss von Alex Roach abfälschte und seinen zweiten Treffer des Abends erzielte.

Die vierte Sturmreihe bekam nun viel Eiszeit und Magnus Eisenmenger scheiterte in der 56. Spielminute aussichtsreich an Berger. In den letzten Minuten verteidigten die Löwen das zu Null – zwei Mal auch auf Kosten von Faustkämpfen. Erst ließ Mike Fischer die Handschuhe fallen. Kurz vor dem Ende teilte Max Eisenmenger noch ordentlich aus. Am Ende hielten sich die Löwen schadlos und sicherten damit Klein seinen ersten Shutout der laufenden DEL2-Saison.

Ausblick: Löwen gegen Bad Tölz

Am Sonntag, den 6. Oktober 2019 treten die Löwen auswärts in Bad Tölz an. Das nächste Heimspiel bestreiten die Löwen am Freitag, den 11. Oktober 2019 gegen die Bayreuth Tigers. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr. Karten für alle Löwen-Heimspiele gibt es im Löwen-Ticket-Shop.

Löwen Frankfurt – EV Landshut 8:0 (3:0, 4:0, 1:0)

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