Spielbericht

Treffsichere Löwen holen vierten Sieg in Folge

Dank eines 6:2-Siegs in Landshut festigen die dezimierten Löwen Frankfurt den 4. Tabellenplatz.

Frankfurt (DS) – Am 45. Spieltag der DEL2-Saison 2019/2020 konnten sich die stark dezimierten Löwen Frankfurt beim EV Landshut mit 6:2 (4:1, 0:1, 2:0) durchsetzen und den vierten Sieg in Folge holen.

Mit Magnus Eisenmenger, Darren Mieszkowski, Manuel Strodel, Eduard Lewandowski, Max Eisenmenger und Roope Ranta trafen gleich sechs Spieler für die Löwen, die an diesem Abend gleich auch zehn Spieler verzichten mussten. Neben den sieben Verletzten Steven Delisle, Carter Proft, Dominik Meisinger, Christian Kretschmann, Lukas Koziol, Mike Fischer und Thomas Gauch fehlten die noch immer angeschlagenen Jimmy Hertel und Martin Buchwieser sowie Leon Hüttl, der für das Top Team Peking des DEB im Einsatz war.

Löwen Head Coach Matti Tillikainen lobte nach dem Spiel die effektive Chancenverwertung der Löwen im 1. Drittel, welches die Löwen auf die Siegerstraße brachte, sowie die Einsatzbereitschaft und Cleverness im 3. Drittel, mit der die Löwen den Sieg perfekt machten.

Unglücklicher Start und torreiche Antwort der Löwen

Die Partie begann äußerst unglücklich für Löwen. Gleich im ersten Angriff erzielten die Gastgeber nach gerade einmal 32 Sekunden den 1:0-Führungstreffer durch Robbie Czarnik, als dieser bei einem schnell vorgetragenen Angriff unbedrängt von der rechten Seite den Puck in den linken Winkel schoss, und Patrick Klein im Tor der Löwen keine Abwehrchance ließ.

Doch die Antwort der Löwen kam postwendend. Blieben die Löwen in ihrem ersten Überzahlspiel des Abends noch torlos, erzielte Darren Mieszkowski in der 6. Spielminute dann den Ausgleich. Max Faber spielte einen langen Aufbaupass aus der eigenen Zone an die gegnerische Blaue zu Stephen MacAulay, dieser legte den Puck direkt auf den durchstartenden Mieszkowski quer, der alleine vor das Tor lief und den Puck durch die Schoner von EVL Goalie Dimitri Pätzold ins Tor einnetzte.

Und nur eine Minute später legten die Löwen nach und Strodel traf zur 2:1-Führung, als er den Rebound des initialen Torschusses von Max Eisenmenger aus dem hohen Slot gedankenschnell verwertete.

Die Löwen waren jetzt oben auf und in der 8. Minute scheiterte MacAulay gleich zweimal an Pätzold. Das kurz darauffolgende zweite Powerplay des Abends gestalteten die Löwen dann mit einer schnellen Passstafette erfolgreich und trafen zum 3:1, als Lewandowski ein feines Zuspiel von Adam Mitchell quer durch den Torraum am rechten Pfosten stehend ins Tor einschob.

Die Löwen waren jetzt in Torlaune. In der 14. Minute eroberte Max Eisenmenger beim Backchecking den Puck, lief mit diesem über die komplette linke Seite bis zum Tor der Gastgeber und schoss den Puck mit chirurgischer Präzision durch eine kleine Lücke an Pätzold vorbei ins linke obere Eck.

Die Löwen bestimmten nun komplett das Spielgeschehen und Mike Mieszkowski scheiterte in der 16. Minute an Pätzold, der mit einer Glanzparade das mögliche 5:1 der Löwen vereitelte.

EVL kann nur verkürzen

Das 2. Drittel begann mit einem Torwartwechsel bei Landshut und erneut mit einem frühen Treffer für die Gastgeber. Mathieu Pompei traf in der 21. Minute aus kurzer Distanz zum 2:4 aus Sicht des EVL, nachdem die Löwen den Puck im eigenen Drittel verloren hatten und Czarnik den Puck auf Pompei unbedrängt querlegen konnte.

In der Folge neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken, da die Defensive beider Teams sehr kompakt stand und keine gefährlichen Torschüsse zuließ. Das erste Überzahlspiel der Gastgeber an diesem Abend neutralisierten die Löwen ab der 30. Minute durch ein sehr gutes Penaltykilling.

In der 36. Minute hatten die Löwen bei einem schnell vorgetragenen Angriff dann endlich Platz und Max Eisenmenger scheiterte an Jaroslav Hübl im Tor der Gastgeber. Den Rebound konnte der mitgelaufene Strodel nicht kontrollieren und deshalb nicht zu einem Torerfolg ummünzen.

Im direkten Gegenzug parierte dann Löwen-Goalie Klein eine Großchance von Tomas Plihal, der nach einem sehenswerten Zuspiel von Matt Pompei freistehend im Slot zum Torschuss kam.

Effektive Löwen und ein starker Klein sichern Sieg

In den ersten fünf Minuten des 3. Drittels agierten die Löwen recht passiv und Klein verhinderte mit starken Reflexen den möglichen Anschlusstreffer der Landshuter durch Robbie Czarnik, Stephan Kronthaler und Maximilian Forster, die mit ihren Topchancen allesamt an Klein scheiterten.

Im zweiten Unterzahlspiel des Abends funktionierte das Penaltykilling bei den Löwen nicht optimal und Klein musste einmal mehr gegen den im Slot nachsetzenden Plihal eingreifen. Beflügelt durch die zahlreichen Torchancen bestimmte nun der EVL das Spielgeschehen und drängte auf den Anschlusstreffer.

Als die Landshuter Verteidigung in der 48. Minute zu tief aufgerückt war, rutschte ein Befreiungspass von Faber von der eigenen Grundlinie in der neutralen Zone durch, Ranta schnappte sich den Puck, lief alleine aufs Tor und schoss den Puck gegen die Laufrichtung von Hübl in den linken Torwinkel zum 5:2 für die Löwen.

Das vierte Überzahlspiel nutzen die Löwen nur fünf Minuten später in der 53. Spielminute zu ihrem zweiten Powerplaytreffer an diesem Abend. Magnus Eisenmenger verwertete ein Zuspiel von David Sovanto mit einer Direktabnahme von der rechten Seite ins kurze Eck zum 6:2 und setzte damit den Schlusspunkt auf den vierten Sieg in Folge für die Löwen.

Ausblick: Erst Family Day, dann Derby

Am Sonntag, den 9.  Februar 2020 kommt es zum Löwen-Duell in der heimischen Eissporthalle gegen die Namensvetter aus Bad Tölz. Mit den Tölzer Löwen gastiert zum Family Day einer der direkten Liga-Konkurrenten um die direkte Playoff-Qualifikation, sodass ein echtes Topspiel für die ganze Familie ansteht. Spielbeginn in der Eissporthalle ist bereits um 16:00 Uhr.

Nur zwei Tage später steht das letzte Derby der Saison an. Die Löwen empfangen den EC Bad Nauheim. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr. Karten für alle Löwen-Heimspiele gibt es im Löwen-Ticket-Shop.

EV Landshut – Löwen Frankfurt 2:6 (1:4,1:0,0:2)

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