Spielbericht

Überragender Heimsieg am Valentinstag

Der 14.02. als Tag der Liebenden war auch für die Frankfurter Löwen von außerordentlichem Erfolg gekrönt. Nach dem Spielmarathon der letzten Tage mussten die Frankfurter heute am 32. Spieltag gegen die Ravensburg Towerstars durchstarten. In einem fulminanten letzten Drittel machten die Löwen alles klar und besiegten die Oberschwaben mit einem verdienten 7:1. (1:0, 1:0, 5:1)

Für die Towerstars hatte sich am Freitag schon ein schwieriges Wochenende abgezeichnet. Auch gegen die Kassel Huskies schafften es die Towerstars nicht, ihre Pleitewelle auf dem Eis zu durchbrechen. Zwar kamen die Ravensburger nach jeder Pause gut aus der Kabine, jedoch fehlte häufig die Effektivität im Abschluss gegen Kassels Goalie Gerald Kuhn. Trotz allem galten die Towerstars als schwerer Gegner, da auch die aktuelle Ausfallliste der Löwen um Martin Buchwieser ergänzt werden musste. Neben ihm fielen auch Sebastian Collberg, David Suvanto, Kyle Wood, Constantin Vogt und Manuel Strodel aus.

Nach der Niederlage am Freitag gegen die Bietigheim Steelers waren die Löwen jedoch nicht weniger zuversichtlich, da sie davor auf eine Siegessträhne von fünf Spielen blicken konnten.

Verhaltener Start

Schon früh störten die Ravensburg Towerstars die Frankfurter in ihrem Aufbau und sorgten mit ihrem frühen Forechecking für die ersten Schreckminuten bei den Löwen. Mit ihrer Vorgehensweise provozierten sie die Großkatzen zu Fehlern und so musste Mike Mieszkowski schon in der zweiten Minute auf die Bank. Gekonnt schaffen es die Löwen, sich in Unterzahl durchzusetzen und erste Angriffe auf das Tor der Oberschwaben mit Jonas Langmann zu starten. Ein Überzahlspiel ab der 6. Minute konnten die Löwen nicht für sich nutzen und so standen beide Teams sich im Offensivspiel zur Mitte des Drittels in nichts nach. Sowohl Bastian Kucis wie auch Langmann zeigten ihre Stärke und schafften es, ihre Kästen frei zu halten. Gerade zum Ende des Drittels wirkte es, als lägen die Towerstars in ihrer Spritzigkeit und Aktivität weit hinter den Gastgebern zurück. Von der anfänglichen Agilität war nicht mehr viel zu sehen. Zum Abschluss dieser Drangphase der Löwen fehlte nur noch das entscheidende Tor, welches in der 18. Minute durch Mike Fischer erzielt werden konnte. Fast schon ungebremst und ungestört stand Fischer gegen Langmann und versenkte das Tor. Nach 20 zu 6 Torschüssen für die Frankfurter war dies der lang ersehnte und hart erkämpfte Triumph.

Ausgeglichenes zweites Drittel

Die Oberschwaben schafften es auch im zweiten Drittel gleich zu Beginn eher offensiv gegen die Löwen vorzugehen und hielten den Puck über längere Zeit im Drittel der Löwen. Doch der entscheidende Abschluss fehlte ihnen. Auch Schüsse aufs Tor von Kucis konnten von ihm pariert werden oder landeten gleich vollkommen abseits des Kastens. In der 26. Minute versuchte David Zucker einen Angriff auf das Löwentor, doch hatte er hier die Rechnung ohne den Frankfurter Goalie gemacht, der ein gutes Gespür bewies und lange vorher reagierte.

Die eher aktivere Spielweise der Towerstars, zeigte sich auch in den 9 zu 7 Torschüssen, die aber nur eine geringe Gefährlichkeit für die Großkatzen mit sich brachten. Das die Anzahl der Torschüsse nicht immer entscheidend ist, versprach der Treffer von Stephen MacAulay in der 32. Spielminute. Nachdem sein erster Angriff abprallte, fing er diesen gekonnt ab und bugsierte ihn in den Kasten der Oberschwaben. Die konsternierte Haltung der Gäste sorgte für weitere Torschüsse durch die Löwen, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren.  

Löwen zementieren ihren Sieg

Kaum aus der Kabine griffen die Löwen auch schon hart an. Von der Spritzigkeit der Gegner war hier nur noch wenig zu sehen. Ging der erste Schuss aufs Tor nach 20 Sekunden im dritten Drittel noch daneben, so gelang MacAulay in der 48. Minute sein zweiter Treffer an diesem Abend. Nach einem harten Pass von Mike Mieszkowski versenkte MacAulay das 3:0 gegen die Ravensburger. Alleingelassen von seiner Abwehr musste sich der Goalie der Gäste gegen die Löwenpower geschlagen geben. Immer wieder versuchten die Oberschwaben zurück ins Spiel zu finden, aber Erfolge wie das 4:0 durch Leon Hüttl in der 52. Minute von der blauen Linie wiesen sie immer wieder in ihre Schranken.

Ab jetzt ging es Schlag auf Schlag und für die Towerstars gab es keine Möglichkeit mehr, das Ruder zurück an sich zu reißen. Im Slot wird Darren Mieszkowski freigespielt und zimmert das 5:0 genau ins Kreuzeck. Unhaltbar für Langmann - und aufgrund der Vorlage der fünfte Scorerpunkt für Stephen MacAulay am heutigen Abend. Der Kasten der Towerstars war nun offen wie ein Scheunentor und so musste Eddie Lewandowski in der 57. Minute den Puck nur vollkommen beiläufig für das 6:0 einlochen. Die Defensive der Towerstars war nahezu nicht mehr vorhanden  und auch in der Offensive fehlten wichtige Impulse. Auch die letzte Spielminute wurde durch die Löwen ausgenutzt und Carter Proft versenkte mit dem 7:0 das letzte Tor für die Großkatzen an diesem Abend.

Nicht unerwähnt soll jedoch das einzige Tor für die Towerstars bleiben. Dieses wurde durch Yannick Drews in den letzten Spielminuten erzielt und sollte Kucis nicht die Freude über den verdienten Sieg der Löwen vermiesen. Die starke Leistung der Löwen, trotz vieler Ausfälle wurde heute durch ein Torfeuerwerk belohnt.

Ausblick

Schon am Dienstag, den 16.02.2021 können die Löwen Frankfurt zu Hause zeigen, dass die Niederlage gegen Bietigheim am 10.02.2021 ein Ausrutscher war und der Sieg am Sonntag die eigentliche Stärke des Teams wiederspiegelt. Gegen die Bietigheim Steelers ist Spielbeginn um 19:30 Uhr in der Frankfurter Eissporthalle. SpradeTV überträgt die Partie natürlich live.

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