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Ungleiches Duell! Löwen reisen an die tschechische Grenze

6. Spieltag – Selber Wölfe vs. Löwen Frankfurt – So., 17.10. - DEL2-Saison 2021/2022

Es läuft bei den Löwen Frankfurt! Mit der perfekten Punktausbeute im Gepäck begibt sich die Löwen-Meute am 6. Spieltag zum ersten DEL2-Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger Selber Wölfe.

Angepfiffen wird die Partie der Oberfranken und Südhessen in der Netzsch-Arena um 17:00 Uhr. Auch aus Selb werden alle daheim gebliebenen Löwen-Fans via SpradeTV mit Live-Bildern und via der Social-Media-Kanäle und dem Löwen-Live-Ticker mit Informationen versorgt.

Lage der Löwen: Nicht zu stoppen

Hätte sich Oberlöwe Franz-David Fritzmeier vor Saisonbeginn einen Auftakt wünschen können, hätte er einen Start mit fünf Dreiern am Stück, 24:5 Toren wohl als zu vermessen abgetan.

Doch genau bei dieser Bilanz stehen die Löwen nach den zwei klaren Heimsiegen gegen Landshut und Dresden nun nach fünf Spielen. Neben der Tabellenführung, die ihnen auch am Sonntag nicht zu nehmen ist, können die Löwen auch stolz auf die bis dato beste Offensive, beste Defensive, das effizienteste Powerplay und die stabilste Unterzahleinheit verweisen.

Das neue Goalie-Gespann aus Jake Hildebrand und Bastian Kucis weist mit 95% bzw. 98% abgewehrter Abschlüsse die beiden besten Fangquoten aller Torhüter mit mindestens einem Start auf, die Neu-Löwen Rylan Schwartz, Dylan Wruck und Ryon Moser stehen mit neun Punkten auf dem mit drei weiteren Spielern geteilten zweiten Rang der Scorerliste. Einzig der Lausitzer Peter Quenneville kann mit zehn Zählern ein Pünktchen mehr aufweisen.

Der Gegner: Lehrgeld bezahlt

Ganz anders stellt sich die Situation beim Aufsteiger aus Selb dar, der nach der 3:5-Niederlage in Heilbronn die rote Laterne von den Kassel Huskies übernahm.

Auswärts konnte die Mannschaft von Trainer Herbert Hohenberger bislang noch keinen Zähler erringen, auch eine 3:0-Führung nach 20 Minuten gab das Team um die Ex-Löwen Lanny Gare und Richard Gelke am Freitag noch aus der Hand.

Doch nicht nur in der Ferne, auch in der heimischen Netzsch-Arena mussten die Wölfe schon einiges an Lehrgeld bezahlen. Nach einem 4:3-Coup gegen den Vorjahresfinalisten aus Kassel am zweiten Spieltag setzte es zuletzt mit einem 3:6 gegen die Lausitzer Füchse und einem 1:10 gegen den EV Landshut Heimpleiten.

Überhaupt ist die Defensive bislang die Achillesferse der Oberpfälzer. Mit 28 Gegentoren stellt man bis dato zwar die „Schießbude“ der Liga, angesichts von über 40 pro Partie zugelassenen Schüssen können sich die Blau-Roten nicht zuletzt bei ihrem Keeper Evan Weninger bedanken, dass es nicht noch mehr geworden sind. Mit einer Fangquote von über 91% zeigte sich der 25-jährige Kanadier bislang als sturmerprobt.

Prognose: David gegen Goliath?

Aufgrund des Aufstiegs der Selber in der Vorsaison ist die gemeinsame Pflichtspielhistorie überschaubar. Beim bislang letzten Aufeinandertreffen in der Qualifikation zur DEL2 in der Spielzeit 2013/2014 siegten die Löwen mit 5:1 in der Netzsch-Arena, außer den unentwegten Löwen-Fans ist jedoch keiner der damaligen Frankfurter in der Mainmetropole verblieben.

Angesichts der völlig konträren Saisonverläufe ist die Favoritenrolle vor dem Aufeinandertreffen eindeutig. Doch der Sieg der Wölfe gegen die auf dem Papier ebenfalls deutlich stärker einzuschätzenden Huskies sollte den Löwen Warnung genug sein.