Spielbericht

Unkonzentriertes Schlussdrittel kostet Löwen Erfolg in Landshut

Lange Zeit absolvieren die Löwen ein gutes erstes Auswärtsspiel. Doch fünf unachtsame Minuten im Schlussdrittel kosten sie den Erfolg. Landshut siegt 4:2.

Landshut (HW) - Das erste Auswärtsspiel der DEL2-Saison 2020/2021 führte die Löwen Frankfurt, die erneut ohne Adam Mitchell, Maximilian Faber, Stephen MacAulay und Mike Mieszkowski antreten mussten, zum EV Landshut nach Niederbayern.

Durch Tore von Martin Buchwieser und Christian Kretschmann führten die Löwen nach zwei Dritteln mit 2:0, ehe die Hausherren das Spiel im Schlussabschnitt durch ein Tor von Felix Schütz und zwei Überzahltreffer von Zach O'Brien drehten und durch ein Empty-Net-Tor von Maximilian Forster endgültig mit 4:2 (0:1, 0:1, 4:0) für sich entschieden.

Löwen Head Coach Olli Salo forderte nach dem Spiel eine konzentriertere Leistung seiner Schützlinge über die vollen 60 Minuten: "Im 3. Drittel haben wir unsere Konzentration in der Kabine vergessen, uns drei unnötige Fouls geleistet und dann in Unterzahl nicht so gespielt, wie wir das wollen. Im 2. Drittel haben wir dagegen sehr gut gespielt - jetzt müssen wir lernen, auch über 60 Minuten gut zu spielen."

Buchwieser trifft wieder zuerst

In einem insgesamt ausgeglichenen Anfangsdrittel erwiesen sich die Löwen als das effizientere Team. Wie schon am Freitag war es  Buchwieser vorbehalten, das erste Tor der Partie zu erzielen. Alexej Dmitriev hatte seinen Verteidiger aus der Zone vor dem Tor gelockt und so den Weg für unsere Nummer 16 freigemacht, der den Puck am Schoner von Ex-Nationalkeeper Dimitri Pätzold vorbei, flach ins Eck legte (12. Spielminute).

Alle Versuche Landshuts, den Rückstand noch vor der Drittelpause auszugleichen, machte Patrick Klein zunichte. Sowohl Lukas Mühlbauers Schlenzer aus dem High-Slot (13.), als auch O'Briens Chance am kurzen Pfosten (17.) parierte der Löwen-Keeper souverän.

Selbst als es in der Schlussminute des Drittels noch eine Strafe gegen die Löwen setzte und die Hausherren vehement auf den Ausgleich drängten, blockte die Frankfurter Unterzahlformation alle Schussversuche und brachten die knappe Führung erfolgreich in die erste Pause.

Löwen übernehmen die Kontrolle

Kaum waren die Hessen im Mittelabschnitt wieder komplett, übernahmen sie die Initiative und trafen auch gleich zum 2:0. Einen Schuss von Neuzugang Kyle Wood konnte Pätzold zunächst noch mit dem Schoner in den Slot abwehren, doch Kretschmann setzte sich dort erfolgreich gegen seinen Bewacher durch und netzte mit der Rückhand ein (25.). Für den 27-jährigen Stürmer war dies der erste Treffer im Löwen-Trikot.

Die Löwen blieben in dieser Phase spielbestimmend und hatten weitere gute Chancen, jedoch blieb ihnen das Schussglück versagt. Nach einem gewonnenen Offensivbully traf Manuel Strodel mit seinem Direktschuß nur die Latte, direkt danach parierte Pätzold mit einem Reflex gegen Sebastian Collberg (30.).

Selbst als das Team von Olli Salo nach einer Bankstrafe wegen eines vermeintlichen Wechselfehlers in Unterzahl spielen mussten, ließen sie keine einzige Torchance der Landshuter zu (33.).

Drei frühe Strafen kosten den Sieg

Nach einer frühen Strafe im Schlussabschnitt verteidigten die Löwen in Unterzahl zunächst ähnlich stark wie zuvor, doch kaum war die Strafe abgelauften, konnte Olympia-Silbermedalliengewinner Felix Schütz freistehend Maß nehmen und mit seinem dritten Saisontreffer den Anschluss erzielen (44.).

Kurze Zeit später waren die Hausherren dann auch in Überzahl erfolgreich. Zunächst scheiterte O'Brien noch am linken Pfosten, Sekunden später zielte der Kanadier bei seiner nächsten Chance dann aufs rechte Eck und traf dort zum Ausgleich (46.).

Als die Löwen zwei Minuten später erneut eine Strafe zogen, ahnte man das Unheil wieder heraufziehen. Erneut schnürte die Landshuter Paradereihe die Frankfurter vor dem eigenen Tor ein und erneut war es O'Brien, der traf: Mit einer sehenswerten Einzelleistung kurvte er vors Tor und schaufelte den Puck mit der Rückhand an Klein vorbei ins lange Eck (49.).

In der Folge arbeitete sich das Team von Olli Salo zwar wieder disziplinierter ins Spiel, die Niederbayern verteidigten ihren kanppen Vorsprung jedoch geschickt. Nach einer Auszeit in der 57. Spielminute nahm Frankfurts finnischer Coach seinen Keeper früh vom Eis, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Zwar entwickelten die Löwen noch einmal viel Druck, doch als EVL-Stürmer Forster den Puck im Zweikampf klären konnte und die Scheibe über die gesamte Eisfläche ins leere Löwen-Tor trudelte, war die erste Saisonniederlage der Löwen besiegelt.

Nächster Gegner: Heilbronn

Weiter geht es für die Löwen am kommenden Freitag, den 13.11., um 19:30 Uhr auf heimischem Eis gegen die Heilbronner Falken. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen von Bund und Ländern sind derzeit keine Zuschauer zu Profisportveranstaltungen zugelassen, die Partie wird aber Live auf SpradeTV übertragen.

EV Landshut - Löwen Frankfurt 4:2 (0:1; 0:1; 4:0)

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