Spielbericht

Verpatztes Anfangsdrittel sorgt für Niederlage in Bad Tölz

Drittes punktloses Spiel für die Löwen Frankfurt gegen die Tölzer Löwen: Vier Gegentreffer im ersten Drittel sorgen früh für klare Verhältnisse.

Frankfurt (MH) – Mit einer 3:7-Niederlage kehren die Löwen Frankfurt am Dienstagabend aus Oberbayern zurück. In der Nachholpartie des 23. Spieltages der laufenden DEL2-Saison verpatzten die Frankfurter bei ihren Artgenossen in der Wee-Arena vor allem das Anfangsdrittel und kassierten in diesem zwei Unterzahl-Tore. Erst nach der Hälfte des Spiel kamen auch die Löwen in der Offensive zum Erfolg: Carter Proft, Max Faber und Sebastian Collberg trafen für Ihr Team und nährten die Hoffnung auf ein episches Comeback; ein weiterer Gegentreffer besiegelte aber letztlich die 7:3 (4:0, 2:2, 1:1) Niederlage.

Früher Nackenschlag ebnet den Weg eines bitteren Anfangsdrittel

Sowohl der erste Tor-Abschluss als auch das erste Tor im Spiel gehörte den Hausherren und schien für das Anfangsdrittel richtungsweisend. Keine zwei Minuten waren gespielt, da ließen die Löwen erst Lubor Dibelka den Puck zu einfach weiterleiten, dann Oliver Ott zu ungestört ins eigene Drittel ziehen und fingen sich promt das 0:1. Bastian Kucis war bei dem platzierten Flachschuss ohne Chance (2., 0:1).

Die hessischen Löwen versuchten sich zurück ins Spiel zu kämpfen – und kamen zumindest zu mehr Spielanteilen: Wenngleich keine unmittelbare Antworte gelang, konnte Dmitriev mit einem verdeckten Flachschuss Maximilian Franzreb zu einer Parade mit dem Schoner bringen (7.). Die erste Strafzeit im Spiel zogen die Oberbayern (12.), die aber durch eine Schinko-Strafe nach 39 Sekunden schnell egalisiert wurde. Eine weitere Hinausstellung gegen Carter Proft brachte den ECBT noch in der selben Phase erstmals in Überzahl.

Und die Hausherren nutzten diese Gelegenheit umgehend. Eine schnelle Kombination musste Lubor Dibelka nur noch zum 0:2 einschieben (13.), in der weiteren Überzahl versenkte erneut Dibelka freistehend vor Kucis zum 0:3 (15.). Die euphorisierten Tölzer blieben bis zur Pause das deutlich bessere Team. Nach einem Scheibengewinn im Forechecking spielte Reid Gardiner den eingewechselten Patrick Klein aus und erhöhte noch vor der Pause auf 0:4 (19.). Kyle Sonnenburg hatte kurz darauf die Möglichkeit, die erste Frankfurter Duftmarke zu setzen, Sieger blieb aber doch Franzreb – der damit das 0:4-Pausenergebnis besiegelte.

Löwen melden sich nach weiteren Gegentreffern zurück

Mit einer Kerbashian-Chance meldeten sich die Löwen aus der Kabine zurück, aber als Auftakt zu einem Comeback taugte diese nicht. Zumal auch das folgende Überzahlspiel aus hessischer Sicht absolut nicht so lief wie erhofft: Manuel Edfelder eroberte die Scheibe im Mitteldrittel, leitete zum gestarteten Philipp Schlager weiter – der mit einem trockenen Handgelenkschuss platziert auf 0:5 erhöhte (25.).

Mike Fischer hatte die nächste Frankfurter Chance, doch der Tölzer Markus Eberhardt blockte doppelt. Die nächste Frankfurter Überzahl verstrich erfolglos, auch die weiteren Sturmläufe der Löwen blieben fruchtlos. Besser machten es die Tölzer mit einem Mann mehr, die einen durch Marius Erk abgefangenen Querpass – durchaus glücklich – vor die Füße bekamen und nur einschieben mussten – Tyler McNeely war nun der Nutznießer (32.) zum 0:6.

Erst nachdem die Tölzer das halbe Dutzend an Treffern komplett machten, kamen auch die Löwen erstmals aufs Scoreboard: Eine Direktabnahme aus dem high-Slot versenkte Carter Proft zum ersten Frankfurter Treffer (44., 1:6). Drei Minuten später traf Max Faber, ebenfalls per One-Timer, zum 2:6 aus Löwen-Sicht (47.). Eine folgende Überzahl ließen die Löwen wiederum ungenutzt. 

Stürmende Löwen gegen verwaltende Löwen im Schlussdrittel

Das Schlussdrittel begann auf beiden Seiten anfangs verhalten. Verteidiger Leon Hüttl tauchte vor dem Tölzer Tor frei auf (42.), doch abermals „Buam“-Goalie Maximilian Franzreb konnte den Versuch des Frankfurter Verteidigers mit der Schulter ins Fangnetz lenken. Die Löwen spielten weiter mit kontrollierter Offensive nach vorne und belohnten sich sodann: Sebastian Collberg fälschte unmittelbar vor Franzreb einen Faber-Schuss zum 3:6 ab – womit die Frankfurter Sturmläufe Fahrt aufnahmen (46.), für die sich die Südhessen folglich dennoch nicht belohnen konnten.

Siebeneinhalb Minuten vor Ende gerieten die Löwen zum fünften Mal an diesem Abend in Überzahl, in der Carter Proft ein Eisenmenger-Zuspiel nicht entscheidend abfälschen konnte und damit die einzige Chance in diesen zwei Minuten verpasste. Einen Bad Tölzer 2-auf-1-Konter im Anschluss an die Überzahl vollendete viereinhalb Minuten vor Ende Reid Gardinger zum 3:7 und damit zum Endstand.

Ausblick

Auch das nächste Löwen-Spiel ist ein Auswärtsspiel: Am kommenden Donnerstag, den 01.04.2021, reisen die Löwen zum letzten Vergleich zu den Bayreuth Tigers. Spielbeginn im Bayreuther Kunsteisstadion ist um 20:00 Uhr. Das nächste Heimspiel ist dann ein Derby: Am Samstagabend (03.04.2021) reist der EC Bad Nauheim zum letzten Vergleich an den Main. Spielbeginn ist 19:30 Uhr in der Eissporthalle Frankfurt.

Tölzer Löwen – Löwen Frankfurt 7:3 (4:0, 2:2, 1:1).

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