Spielbericht

Zehnter Löwen-Sieg in Serie bringt Tabellenführung

Die Löwen Frankfurt schlagen Crimmitschau mit 7:1 und feiern den 21. Heimsieg der Saison.

Frankfurt (DS) – Was Anfang Dezember niemand für möglich gehalten hätte, ist jetzt freudige Realität: Die Löwen Frankfurt grüßen von der Tabellenspitze. Am 50. Spieltag der DEL2-Saison 2019/2020 feierten sie einen nie gefährdeten und souveränen 7:1 (0:0, 3:1, 4:0)-Sieg gegen die Eispiraten Crimmitschau und profitierten gleichzeitig vom Ausrutscher von Erzrivale Kassel in Bad Tölz. Nun stehen also die Löwen zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde drei Punkte vor den Schlittenhunden auf Platz 1.

Den Grundstein für den 21. Heimsieg der Saison und den zehnten Erfolg in Serie legte der Hattrick von Kapitän Adam Mitchell im Mittelabschnitt. Im Schlussdrittel trafen dann noch Luis Schinko (2), Max Eisenmenger und Stephen MacAulay. Markus Kankaanperä erzielte zudem seinen ersten Assistpunkt für die Löwen, die weiter auf sechs Langzeitverletzte verzichten mussten.

Löwen Head Coach Matti Tillikainen lobte nach dem Spiel Mitchell, der mit seinem Torhunger im 2. Drittel die Mannschaft pushte, freute sich über das sehr gute Penaltykilling sowie den Erfolg der vierten Reihe und die zweite Überzahlformation der Löwen, die dem Team in der Breite eine große Qualität verliehen.

Keine Tore im 1. Drittel

Das Spiel begann mit einer Großchance der Gäste, als Patrick Pohl in der 1. Minute frei zum Abschluss kam und auch im Nachsetzen in Jimmy Hertel seinen Meister fand. Die Löwen übernahmen fortan die Spielkontrolle und übten mit viel Puckbesitz Druck aus und unterbanden so den Spielfluss der Gäste. Zudem erspielten sich die Löwen zahlreiche sehr gute Abschlussmöglichkeiten, blieben aber ohne Torerfolg.

Zweimal Mitchell in der 5. und 7. Minute, sowie MacAulay und Magnus Eisenmenger im Powerplay ab der 9. Minute scheiterten am aufmerksamen Michael Bitzer im Tor der Gäste. In der 12. Minute verpasste Mike Mieszkowski den Führungstreffer, als er einen Schlagschuss von Daniel Wirt knapp neben das Tor abgefälschte.

Hertel musste nur ein weiteres Mal in der 7. Minute eingreifen, als er einen verzögerten Abschluss von Carl Hudson aus dem hohen Slot glänzend parierte. Ab der 17. Minute spielten die Löwen knapp 40 Sekunden in der doppelter Unterzahl. Mit einem beeindruckenden und physisch harten Penaltykilling ließen sie keine Abschlussmöglichkeit der Gäste zu. Vor allem Marius Erk gewann mit hartem Einsatz sämtliche defensiven Zweikämpfe hinter dem eigenen Tor und unterband damit ein geordnetes Powerplay der Gäste.

Mitchell-Festspiele

18 Sekunden nach Wiederanpfiff fiel dann der überfällige Führungstreffer für die Löwen. Max Faber spielte den Puck mit einem Schlenzer von der blauen Line vors Tor der Gäste, wo Mitchell den Puck im Nachsetzen an Michael Bitzer vorbei zum 1:0 einschieben konnte.

Das zweite Powerplay an diesem Abend brachte dann das 2:0 für die Löwen in der 28. Minute. Einmal mehr Faber bediente von der Blauen mit einem präzisen Zuspiel Mitchell vor dem Tor, der seinen Abschluss im Nachsetzen aus kurzer Distanz über die Torlinie schlenzte.

Eine Minute später fiel wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer für die Gäste, als die Löwen den Puck im Aufbau abgaben und damit Alexander Wideman im Slot zu viel Platz ließen, und dieser aus kurzer Distanz den Puck unhaltbar für Hertel im Tor unterbringen konnte.

„Der Boss zum Dritten“ stellte in der 30. Minuten dann wieder den Zwei-Tore-Vorsprung her. MacAulay und Kankaanperä spielten einen Konter sehenswert aus, den Mitchell nach Zuspiel von MacAulay vom linken Bullypunkt aus ins Tor zum 3:1 abschloss. Damit gelang dem Löwen-Kapitän innerhalb von neun Minuten des 2. Drittels ein lupenreiner Hattrick.

Bei eigener Unterzahl wäre Mitchell dann fast sogar der vierte Treffer geglückt, als er einen verzögerten Abschluss aus zentraler Halbdistanz knapp neben das Tor setzte. Die Gäste verteidigten jetzt mit Mann und Maus, und konnten sich ohne einen weiteren Gegentreffer in die Drittelpause retten.

Löwen geben sich keine Blöße

Die Löwen kamen mit viel Druck aus der Kabine und erzwangen ein frühes Überzahlspiel. Im vierten Powerplay des Abends trafen sie mit ihrem zweiten Powerplay-Tor des Abends in der 42. Minute zum 4:1. Magnus Eisenmenger legte vom rechten Bullypunkt auf seinen Bruder Max quer, der den Puck mit einer Direktabnahme ins rechte Eck zimmerte.

In der 48. Minute narrte Leon Hüttl mit einem fulminanten Solo die komplette Abwehr der Gäste, umkurvte drei Gegenspieler und scheiterte denkbar unglücklich aus kurzer Distanz am kurzen Pfosten an Bitzer.

Nur eine Minute später machte Schinko dann den Deckel auf den zehnten Sieg in Folge der Löwen drauf. Eddie Lewandowski legte aus zentraler Position den Puck auf den rechts durchstartenden Schinko, der den Puck vom rechten Bullypunkt aus mit einem platzierten Schuss ins kurze Eck zum 5:1 (49. Minute) einnetzte.

Ein letztes Aufbäumen der Gäste unterband Hertel, als er ein Solo des durchgestarteten Pohl mit einem starken Reflex in der 54. Minute entschärfte. Als die Löwen-Fans in den letzten beiden Spielminuten ausgelassen die errungene Tabellenführung der Löwen feierten, erzielte Schinko in der 59. Minute nach Vorlage von Darren Mieszkowski das 6:1.

Den Schlusspunkt gegen resignierte Gäste setzte dann MacAulay in der 60. Minute zum 7:1, als er 37 Sekunden vor Spielende einen Schlagschuss von Alex Roach unhaltbar ins Tor abfälschte.

Ausblick: Letztes Spieltags-Wochenende der Hauptrunde

Am Freitag, den 28. Februar empfangen die Löwen im letzten Heimspiel vor den Playoffs die Eislöwen aus Dresden am Ratsweg. Spielbeginn in der Eissporthalle ist um 19:30 Uhr. Am Sonntag, den 1. März treten die Löwen am letzten Spieltag vor den Playoffs bei den Heilbronner Falken an. Spielbeginn ist dort um 18:30 Uhr. Karten für alle Löwen-Heimspiele gibt es im Löwen-Ticket-Shop.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 7:1 (0:0, 3:1, 4:0)

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