Spielbericht

Big game, big points, Teil 2

Mit 6:4 gewinnen die Löwen gegen den SC Riessersee und stehen nach einem 6-Punkte-Wochenende nun auf Tabellenplatz 2.

Manchmal kann auch ein Gegentor helfen. Am Freitag war es das fünfte Tor für die Dresdner, das die Löwen endgültig erwachen ließ und letztlich auf die Siegerstraße brachte. Beim heutigen Heimspiel gegen den SC Riessersee gab der 3:2 Führungstreffer für die Gäste den entscheidenden Ausschlag zum 6:4 Sieg der Löwen.

Bis zu diesem Tor der Garmischer in der 22. Minute war die Defensive der Löwen zu oft zu freundlich und ließ den Stürmern des SCR so manchen Raum zur freien Entfaltung. Und den nahmen diese mit drei Treffern dankend an. Ganze 24 Sekunden nach dem 1:0 der Löwen egalisierte Neuzugang Roope Raanta den Spielstand erstmals (3.), gut eine Minute nach Matt Pistillis 2:1 traf Andreas Eder zum zweiten Ausgleich (10.).

Und zu Beginn des zweiten Drittels gelang der neuen Paradereihe des SCR um Raanta, Eder und Beck mit einer sehenswerten „Tic-Tac-Toe“-Passkombination gar die erste Führung für ihr Team (22.), wobei vor allem Torschütze Raanta vor dem Tor zu ungestört verweilen durfte.

Momentum-Swing

Entgegen aller „Regeln“ des Momentums diktierten die Löwen allerdings ab diesem Gegentreffer zunehmend das Spiel, vor allem, da der Treffer das Ende der Freiräume, der einfachen Pass- oder offenen Schusswege in Frankfurts Defensive markierte. Entsprechend gelang es den Löwen nicht nur das Spiel zu drehen, sondern es letztlich auch sicher nach Hause zu bringen.

Zumal schon der Auftakt durchaus vielversprechend war. In der Offensive wirbelten die Löwen in der Zone des SCR und fanden mehrfach gute Schussgelegenheiten. Bereits nach etwas mehr als 2 Spielminuten klingelte es erstmals: Clarke Breitkreuz überlief seinen Gegenspieler beim Eintritt in die Offensivzone, seine Kelle fand Joel Keussen, der von seinem Verteidiger ebenfalls nicht gehalten werden konnte, mit einem feinen Pass in den Slot und der Puck segelte vorbei an Ilja Sharipov im Tor des SCR (3.).

Auch der schnelle Ausgleich danach warf die Löwen nicht zurück. Guter „Puck-Support“ und vor allem ein hoher Grad an Beweglichkeit im eigenen Spiel, ließ die Jungs von Paul Gardner zumindest in der Offensive immer wieder freie Anspielstationen und Schussbahnen finden. So erarbeiteten sich die Löwen auch den zweiten Treffer mit einem guten Gespür für die freien Räume. Von seiner Lieblingsposition an der Bande legte Nils Liesegang den Puck ab auf den in den High-Slot einrückenden Matt Pistilli, den die Abwehr der Riesserseer dort komplett vergessen hatte und Frankfurts #36 versenkte die Scheibe über die Fanghand von Sharipov (9.).

Defensive Fehlerminimierung

Im Gegensatz zu den Löwen gelang es dem Team von Coach Tim Reagan im zweiten Drittel aber nicht gut genug die eigenen Freiräume und Fehler in der Defensive zu minimieren. So egalisierte Mike Card die Führung des SCR mit einem satten Schlagschuss aus halbrechter Position, nachdem die Abwehr der Gäste es versäumte einen Rebound von Sharipov aus der Gefahrenzone zu klären (27.).

Verteidigerkollege Max Gläßl schien sich diese Szene genau angesehen zu haben. Nach einem gewonnen Bully von Lukas Laub fackelte auch der Youngster der Löwen nicht lange und versenkte die Scheibe nicht minder kompromisslos mit einem Laser von der blauen Linie (35.) zur erneuten Führung für die Löwen.

Endgültig auf die Siegerstraße brachten die Löwen Nils Liesegang und Matt Pistilli unmittelbar vor der zweiten Pause. Der Treffer war praktisch eine Kopie von Pistillis Tor im ersten Drittel, wobei der Handgelenkschuss Sharipov auch noch durch die Beine rutschte.

Spätestens mit dem zweiten Treffer von Clarke Breitkreuz (51.), der an der Seite seines Bruders und Lukas Laub sichtlich aufblühte, war das Spiel entschieden. Vor allem, da die Löwen auch im Schlussdrittel in der Defensive gut standen und den Gästen lediglich noch ein Powerplay-Tor zur Ergebniskosmetik durch Andreas Driendl erlaubten (57.).

Ausblick
Am nächsten Freitag gastieren die Löwen bei den Falken in Heilbronn. Die Partie in der Kolbenschmidt-Arena beginnt um 20.00 Uhr. Zum nächsten Heimspiel empfangen die Löwen den ETC Crimmitschau in der Eissporthalle. Wie üblich, beginnt die Partie am Sonntag, den 27.11. um 18.30 Uhr. Tickets erhaltet ihr im Löwen-Ticket-Shop. SpradeTV überträgt das Spiel aus Frankfurt live.

 

Löwen Frankfurt – SC Riessersee 6:4 (2:2, 3:1, 1:1)

Statistik

 

Löwen Frankfurt:
Torhüter:
Brett Jaeger, Florian Proske
Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Maximilian Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen, Matt Tomassoni
Angreifer:
Patrick Jarrett, C.J. Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Stefan Loibl, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Lukas Laub, Nils Liesegang
Trainer:
Paul Gardner