Spielbericht

Comeback-Sieg gegen Königsborn

Mit einem schwer erkämpften 4:3 Auswärtssieg gegen die Königsborn Bulldogs beenden die Löwen mit 6 Punkten das erste Wochenende der Meisterrunde. Spieldauererstrafe für Nils Liesegang.

 

Auch gegen Königsborn bleiben die Löwen in der Erfolgsspur, jedoch war das Spiel schwerer als gedacht. Das Team von Tim Kehler zeigte nach einem 3:0 Rückstand nach dem ersten Drittel eine starke Charakterleistung und erkämpfte sich am Ende einen knappen aber verdienten 4:3 Sieg. Neben Roland Mayr und Marc Schaub mussten die Löwen auch auf Richard Mueller verzichten.

Nachdem die Frankfurter in den letzten beiden Spielen durch ihre physische Spielweise punkten konnten, fanden sie sich heute nach ihren Checks allzu oft auf der Strafbank wieder und gerieten in der Folge schnell in Rückstand. Im zweiten Drittel hielt Torwart Braeden Johnson die Löwen im Spiel und sie konnten den Rückstand egalisieren, bevor Chris Stanley im letzen Abschnitt den Siegtreffer markieren konnte.

Unterzahlsituationen bringen Löwen in Rückstand
Nach einem vorsichtigen Beginn beider Mannschaften konnten die Königsborn Bulldogs nach 10 Minuten durch einen Powerplaytreffer von Martin Filo in Führung gehen. Als der Schiedsrichter kurz darauf nach Beratung mit seinen Linesmen eine umstrittene Spieldauerstrafe gegen den Frankfurter Spielmacher Nils Liesegang verhängte, mussten die Löwen erneut 5 Minuten in Unterzahl agierten und erneut musste Torhüter Braden Johnson hinter sich greifen: Konstantin Firsanov traf per Schlagschuss zum 2:0 für die Hausherren (15.).

Kurz darauf verhinderte Johnson Schlimmeres, als er zwei weitere Großchancen der Königsborner vereitelte (17.). Sein Gegenüber, der Ex-Löwe Jan Kremer stand ihm jedoch nicht nach und parierte gekonnt gegen den frei vor ihm auftauchenden Patrick Schmid (18.). In der 19. Minute war es dann Robby Hein, der dem Löwengoalie im Nachschuss keine Chance mehr lies und die Heimmannschaft mit 3:0 in Führung brachte.

Löwen starten Aufholjagd
Die Löwen kamen nach diesem deutlichen Rückstand entschlossen aus der Kabine, jedoch scheiterten sowohl Schmid als auch Kreuzmann zunächst noch am Königsborner Keeper. Kurz darauf hatte Clarke Breitkreuz im Powerplay dann aber nach einem Schlagschuß von Márton Vas keine Mühe mehr, den Nachschuss im Netz unterzubringen (25.).

Mitte des zweiten Drittels forderte Nico Oprée hinter dem linken Bullykreis stehend vehement den Puck. Christian Wichert folgte der Aufforderung seines Kollegen und Oprée hämmerte die Hartgummischeibe per Direktabnahme zum 3:2 in die Maschen (33.). Als kurz darauf Stefan Stresser auf Königsborner Seite nach einem Bandencheck für 2 Minuten auf die Strafbank musste, zeigte sich einmal mehr die Effizienz des Löwen-Powerplays: Lanny Gare verlud nach schönem Pass von Márton Vas den Königsborner Torhüter mit einem Schuß in den Winkel (37.) und erzielte so den Ausgleich für die Löwen.

Siegtreffer im Schlußdrittel
Die Löwen knüpften im letzten Spielabschnitt dort an, wo sie vor der Pause aufgehört hatten und versuchten Königsborn weiter unter Druck zu setzen. Spielerisch war man am heutigen Tag von den Glanzvorstellungen der letzten beiden Spiele ein gutes Stück weit entfernt, jedoch stimmten auf Frankfurter Seite die Einstellung und der Siegeswille.

Nachdem Vas und Wichert zunächst noch kurz nacheinander an Jan Kremer gescheitert waren (43.), behielt Chris Stanley eine Minute später einen kühlen Kopf und lies Kremer beim 3:4 aus kurzer Distanz keine Chance. In der Folge kontrollierten die Löwen das Spiel und brachten den Sieg am Ende routiniert über die Zeit.
 
"Wir alle wissen, dass dies heute nicht die Art war, wie wir eigentlich spielen wollen", meinte nach dem Spiel Torschütze Nico Oprée. "Nach dem ersten Drittel war es eine schwere Situation für uns, aber wir haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern die richtige Reaktion gezeigt und am Ende verdient gewonnen".

Auch Löwencoach Kehler zeigte sich nach dem Spiel durchaus zufrieden "Wir haben heute nicht unser technisch bestes Spiel gezeigt, aber die Mannschaft hat Charakter bewiesen und ich bin stolz darauf, wie sich das Team diesen Sieg heute erkämpft hat."

Das nächste Heimspiel bestreiten die Löwen am 27.12. um 19:30 Uhr gegen die Kassel Huskies. Tickets für dieses Spiel und alle weiteren Heimspiele der Meisterrunde sind im Löwen-Ticket-Shop erhältlich.

Königsborn Bulldogs - Löwen Frankfurt 3:4 (3:0, 0:3, 0:1)

1:0 (10:18) Martin Filo (Oliver Duris, Sebastian Pigache) PP1
2:0 (14:19) Konstantin Firsanov (Oliver Duris, Sven Linda) PP1
3:0 (18:25) Robby Hein (Kevin Thau, Marius Schmidt)
3:1 (24:35) Clarke Breitkreuz (Márton Vas, Stephan Kreuzmann)
3:2 (32:49) Nico Oprée (Christian Wichert, Marc Wittfoth)
3:3 (36:47) Lanny Gare (Márton Vas) PP1
3:4 (44:08) Chris Stanley (Clarke Breitkreuz, Frederik Gradl)

Strafminuten: Königsborn 8 - Frankfurt 13 + 20 (Liesegang) + 10 (Gare)

Zuschauer: 231

Löwen Frankfurt: Johnson (Linda); Kreuzmann, Schoofs, Ansink, Neumann, Vas, Cespiva, Oprée, Jarvis; Martens, Gare, Schmid, Wittfoth, Gradl, Wichert, Stanley, Liesegang