Spielbericht

Ein Feuerwerk zum Jahresabschluss

Die Löwen Frankfurt siegen im letzten Spiel des Jahres in einer intensiven Partie mit 6:2 gegen Heilbronn.

Frankfurt (HW) - Insgesamt acht Tore und eine handfeste Keilerei zum Abschluss sorgten beim 6:2 (3:1, 1:1, 2:0)-Heimsieg der Löwen Frankfurt gegen die Heilbronner Falken für einen Jahresabschluß mit einigen Knalleffekten.

Max Faber, Mathieu Tousignant, Carter Proft, Eddie Lewandowski und zwei Mal Adam Mitchell erzielten die Tore für die Löwen, die bis auf einen "Sekunden-Schlaf" zu Spielbeginn alles im Griff hatten, sich selbst von der teils überharten Gangart der Gegner nicht aus dem Konzept bringen ließen und am Ende den 22. Sieg im 32. Spiel feiern durften. Damit beenden die Löwen das Jahr 2018 auf dem 2. Tabellenplatz und in Schlagdistanz zur Spitzenposition.

 

Ruppige Falken


Wenn sich die Löwen einen guten Vorsatz fürs neue Jahr nehmen wollen, dann vielleicht den, künftig keine Gegentreffer in den Anfangsminuten ihrer Spiele mehr zu kassieren. Auch an diesem Sonntagabend war es wieder der Gegner, der den ersten Treffer setzte. Doch wie so oft in dieser Saison, liessen sich die Löwen davon nicht aus der Ruhe bringen und verliessen am Ende mit drei weiteren Punkten auf ihrem Konto das Eis.

Gerade einmal 34 Sekunden dauerte es im Spiel gegen die Falken, bis es die Gäste auf die Anzeigetafel geschafft hatten: Nach einem recht harmlos wirkenden Schuss Derek Damon, den Löwen-Keeper Ilya Andryukhov nicht festhalten konnte, war Liga-Topscorer Roope Ranta zur Stelle, um für die frühe Gästeführung zu sorgen.

Im Anschluß an den frühen Treffer versuchten die Falken mit hartem und teils überhartem Körperspiel die Löwen von der Aufholjagd abzuhalten. Schon früh musste Magnus Eisenmenger nach einemfragwürdigen Check das Eis verlassen. Trotz der harten Gangart blieben die Löwen cool und diszipliniert. Sie ließen sich nicht provozieren von der ruppigen Spielweise der Gäste - sondern konterten zunächst mit zwei Treffern in den daraus resultierenden Überzahlspielen.

 

Die richtige Antwort


Erst war es Faber, der davon profitierte, dass die Falken selbst in Unterzahl noch die Zweikämpfe an der Bande suchten. Lewandowski und Mitchell behaupteten den Puck an der rechten Außenbande, so dass Faber auf der linken Seite nach einem langen Querpass des Löwen-Kapitäns ohne Gegnerdruck seine Direktabnahme ins Ziel bringen konnte (7. Spielminute).

Den Führungstreffer für Frankfurt erzielte dann Tousignant ebenfalls bei numerischer Überlegenheit. Dan Spang war von rechts kommend vors Tor gezogen. Zwei Schüsse des Löwen-Verteidigers konnte Falken-Goalie Mirko Pantkowski noch parieren, ehe die Scheibe zu Tousignant gelangte, der komplett freistehend einschob (16.).

Dass sie auch bei gleicher Spielerzahl torgefährlich sind, bewiesen die Hausherren kurz vor Drittelende, als Proft nach Zuspiel von Max Eisenmenger mit einem Handgelenkschuss ins kurze Eck traf, nachdem Lewandowski dem Falken Goalie erfolgreich die Sicht nahm (19.).

Beide Teams treffen

Im Mittelabschnitt erwischten die Löwen den besseren Start. Nach einem Schuss Kevin Maginots servierte Pantkowski den Puck mit einer Schonerabwehr direkt auf die Kelle von Lewandowski, der sich die Gelegenheit aus spitzem Winkel ins offene Tor zu treffen nicht nehmen ließ (26.).

Die Gäste aus Heilbronn steckten trotz des Drei-Tore-Rückstandes nicht auf, sondern suchten ihr Heil in der Flucht nach vorne. Dies brachte auch Konterchancen für die Löwen, die gleich mehrfach scheiterten. Und so konnten plötzlich die Falken doch wieder jubeln. Dank der guten Vorarbeit Damons, der zunächst die Scheibe von Lukas Koziols Schläger stibitze und anschliessend Löwen-Goalie Andryukhov weit aus dem Tor lockte, durfte Teamkollege Ranta sein Torkonto nach kurzem Zuspiel und freier Schussbahn weiter in die Höhe schrauben (34.).

Der Treffer beflügelte die Falken weiter. Mit aller Macht drängten sie die Löwen nun in die Defensive und flogen Angriff auf Angriff aufs Frankfurter Tor, wo sich Andryukhov jedoch als unüberwindbar zeigte. Für die Löwen ergaben sich durch den Offensivdrang der Gäste einige Kontergelegenheiten. Die größte vereitelte Pantkowski, als Tim Schüle kurz vor Drittelende nach einem langen Pass alleine aufs Falkentor stürmte (38.).

Explodierende Fäuste

Auch im Schlussabschnitt zeigten sich die Löwen weiter torhungrig. Drei Minuten waren gespielt, als Löwen-Kapitän Mitchell Tousignant in Szene setzte. Ein Foulspiel sowie der Schoner Pantkowskis verhinderten zwar den direkten Torerfolg unserer Nummer 7, doch Mitchell war dem Spiel gefolgt und verwertete den Nachschuss bei angezeigter Strafe (44.).

Die Falken erwiesen sich angesichts des Spielstandes und ihrer kräfteraubenden Spielweise des Anfangsabschnittes nun zunehmend als flügellahm, während die Löwen ihre gesamte Kadertiefe nutzten, um Spiel und Gegner zu kontrollieren.

Für das letzte spielerische Highlight des Jahres sorgte der Löwen-Kapitän persönlich, als er mit dem Rücken zum Tor stehend zunächst noch per Rückhand an Pantkowski scheiterte, dann aber seinen eigenen Nachschuss zum 6:2-Endstand in Überzahl verwertete (58.).

Vorausgegangen war eine Bankstrafe gegen die Gäste wegen unsportlichem Verhalten. Davon gab es im Laufe der Partie einiges. Und schließlich hatten die Löwen genug von der früh im Spiel begonnenen ruppigen Spielweise der Gäste. Erst platzte Leon Hüttl und Maginot der Kragen, als sie sich mit Richie Gelke und Brad Ross duellierten. Wenig später entlud Proft all seinen aufgestauten Frust an Markus Eberhardt.

Ausblick

Das war das Eishockeyjahr 2018 ... aber schon am kommenden Mittwoch, den 2. Januar 2019 bestreiten die Löwen in der Eissporthalle ihr erstes Heimspiel des neuen Jahres. Ab 19:30 Uhr sind die Dresdner Eislöwen zu Gast.

Löwen Frankfurt - Heilbronner Falken 6:2 (3:1, 1:1, 2:0)


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