Spielbericht

Finale, oho!

Mit einem fulminanten 7:2-Sieg gegen den direkten Verfolger Icefighters Leipzig machen die Löwen den Einzug in die Aufstiegsrunde perfekt.

Kaum einer hatte angesichts des bisherigen makellosen Saisonverlaufs noch ernsthaft daran gezweifelt, doch am Freitagabend wurde es dann auch endlich Gewissheit: die Löwen Frankfurt sind für die Aufstiegsrunde zur DEL 2 qualifiziert.

Beim erneuten Kantersieg gegen den Meister der Oberliga Ost in der mit 5.739 Zuschauern bestens gefüllten Eissporthalle demonstrierte das Löwen-Rudel einmal mehr sowohl auf dem Eis als auch auf den Rängen, wie sehr man sich höhere Aufgaben herbeisehnt.

Paradeformation dominiert

Wer angesichts der ausgeglichenen Auftaktminuten der Partie erwartete, dass die von Löwen-Legende Mannix Wolf betreuten Icefighter dem ungeschlagenen Tabellenführer ein wenig mehr Paroli bieten würde als die bisherigen Kontrahenten, wurde schnell eines Besseren belehrt.

Denn mit dem Führungstreffer durch Top-Scorer Clarke Breitkreuz in der 8. Spielminute erhöhten die Hausherren das Tempo spürbar. Insbesondere die Paradeformation um Breitkreuz, Nils Liesegang und Chris Stanley war fortan durch die Leipziger Defensive nicht zu bändigen.

Die Sturmreihe zeichnete sich in Person von Nils Liesegang (12.) und Top-Torschütze Chris Stanley (14.) daher auch für die Treffer 2 und 3 verantwortlich und hätte mit etwas mehr Scheibenglück sogar eine noch höhere Führung herausschießen können, doch die beiden Kanadier hatten bei zwei Pfostentreffern (6., 15.) Pech im Abschluss.

Marc Wittfoth (16.) blieb es so überlassen, die Führung mit seinem Überzahltreffer vor der ersten Sirene auf 4:0 auszubauen.

Torloses Schlussdrittel

Doch auch in der Kabine fanden die Messestädter kein Mittel gegen Nils Liesegang und seine Flügel. Der geniale Spielmacher im Löwen-Dress erhöhte in der 26. Spielminute auf 5:0.

Erst bei doppelter Überzahl konnten sich die Gäste vom Dauerdruck der Südhessen befreien: Hannes Albrecht nutzte die Gelegenheit auf Zuspiel von Edward Gale zum ersten Treffer für die Gäste (27.), die durch Florian Eichelkraut knapp fünf Minuten später auf 5:2 (32.) verkürzten.

Damit trug sich zwar auch die Leipziger Paradereihe doppelt in die Torschützenliste ein, dennoch verlor sie das direkte Duell mit der ersten Sturmreihe auf Löwenseite deutlich, für die Chris Stanley (37.) gar ein fünftes Mal erfolgreich war.

Den Schlusspunkt der Partie setzte Richard Gelke mit dem 7:2 bereits kurz vor Ende des zweiten Drittels, da die Hausherren im Schlussabschnitt einen Gang zurück schalteten und den Meister der Oberliga Ost so vor der zweiten zweistelligen Niederlage nach dem 3:12 in Leipzig verschonten.

Letzte Pflichtaufgaben gegen Hamm und in Königsborn

Bevor es ab dem 28.03. in der Aufstiegsrunde ernst wird, stehen für die Löwen jedoch noch zwei weitere Pflichtaufgaben gegen zwei alte Bekannte auf dem Programm.

Am nächsten Freitag geben zum fünften und definitiv letzten Mal in dieser Spielzeit die Hammer Eisbären ihre Visitenkarte in der Frankfurter Eissporthalle ab. Spielbeginn ist wie gewohnt um 19:30 Uhr. Tickets für diese Partie können im Löwen-Ticket-Shop erworben werden.

Zum aus Löwensicht hoffentlich letzten Pflichtspiel gegen ein Team der Oberliga-West kommt es dann am darauffolgenden Sonntag. Ex-Löwen-Coach Frank Gentges und seine Königsborn Bulldogs erwarten ab 18:30 Uhr Chris Stanley und Co. zum Abschluss der Qualifikationsrunde.

Löwen Frankfurt - Icefighters Leipzig 7:2 (4:0, 3:2; 0:0)

1:0 (7:37) Clarke Breitkreuz (Nils Liesegang, Chris Stanley)
2:0 (11:44) Nils Liesegang (Chris Stanley, Clarke Breitkreuz)
3:0 (13:41) Chris Stanley (Nils Liesegang)
4:0 (15:14) Marc Wittfoth (Richard Mueller, Márton Vas) PP1
5:0 (25:12) Nils Liesegang (Clarke Breitkreuz)
5:1 (26:32) Hannes Albrecht (Edward Gale, Florian Eichelkraut) PP2
5:2 (31:26) Florian Eichelkraut (Edward Gale, Sebastian Alt)
6:2 (36:18) Chris Stanley (Nils Liesegang, Stephan Kreuzmann)
7:2 (38:42) Richard Gelke (Noureddine Bettahar)

Strafminuten: Frankfurt 8 - Leipzig 4.

Zuschauer: 5.739.

Löwen Frankfurt: Linda (Johnson); Kreuzmann, Schoofs, Ansink, Manuel Neumann, Marcel Neumann, Vas, Cespiva, Oprée, Jarvis; Schaub, Bettahar, Schmid, Wittfoth, Gradl, Wichert, Mueller, Breitkreuz, Stanley, Gelke, Liesegang.