Spielbericht

Hessen-Cup: Löwen nutzen gegen Huskies ihre Chancen nicht

Die Löwen Frankfurt verlieren das erste Spiel im Hessen-Cup 2013 mit 3:4 - trotz überragendem Schussverhältnis.

Die Löwen Frankfurt haben ihre dritte Testspielwoche mit einer Niederlage beendet. Im Rahmen des Hessen-Cups unterlagen die Frankfurter mit 3:4 (1:2, 1:1, 1:1) den Kassel Huskies. Wie auch in den letzten Spielen konnte Löwen-Coach Tim Kehler aus dem Vollen schöpfen. Die Try-Out-Spieler Tobias Stolikowski, Nico Oprée, Marc Wittfoth, Tom Fiedler und Noureddine Bettahar waren ebenfalls dabei.

Löwen beginnen stürmisch

Nur drei Minuten waren gespielt, da konnte der Frankfurter Anhang das erste Mal jubeln. Nach einer Puckeroberung hinter dem Gehäuse der Kassler zog Roland Mayr ab, scheiterte zwar zunächst an Kai Kristian, doch den Nachschuss versenkte der Stürmer.

Auch in der Folge erarbeiteten sich die Gastgeber Chance um Chance. Erst ab Minute 10 kamen die Schlittenhunde zu Torchancen. In Überzahl war nach Schüssen von Schwab und Snetsinger Endstation bei Björn Linda. Auf der anderen Seite war es mal wieder die Reihe um Gare, Stanley und Breitkreuz, die die Defensive des Gegners unter Druck setzte (15.).

Dass die Chancen nicht genutzt wurden, sollte sich nun rächen: Nach einem Konter der Gäste schloss Sven Valenti auf Zuspiel von Tobias Schwab eiskalt ab (16.). Nachdem Patrick Schmid kurz vor der Pause noch eine Strafzeit erhielt, gelang den Nordhessen sogar noch der Führungstreffer. Exakt eine Sekunde vor Ablauf der Zeit versenkte Kyle Doyle den Puck unter der Latte.

Löwen verzweifeln an Kai Kristian

Schon kurz nach Beginn des Mitteldrittels ergab sich den Gastgebern die Gelegenheit zum Ausgleich in doppelter Überzahl, doch immer scheiterten sie an Kai Kristian (24., 25., 26., 28.).

Der Gäste-Keeper, der den verletzten Benjamin Finkenrath ersetzte, war aber nicht der einzige der sich in dieser Zeit des Spiels in den Mittelpunkt brachte. Immer wieder blickte man bei ausgesprochenen Strafzeiten der Unparteiischen in fragwürdige Blicke bei den Zuschauern.

So enstand auch die nächste Riesenchance der Südhessen im Powerplay. Kai Kristian rutschte der Puck durch die Schoner, im letzten Moment kratzte ein Verteidiger der Gäste das Spielgerät noch von der Linie (31.).

Vier Minuten später waren die Hausherren erneut in Überzahl und erzielten den Ausgleich (35.), doch lange währte die Freude nicht.

Nachdem die Frankfurter den Puck nicht aus dem eigenen Drittel klären konnten, musste Constantin Schneider nur noch einschieben, so dass die Nordhessen erneut mit einer Führung in die Pause gingen.

Löwen können Überlegenheit nicht nutzen

Die 4.025 Zuschauer sahen nun endgültig nur noch ein Team spielen. In doppelter Überzahl rettete zunächst noch das Torgestänge für die Huskies (46.), doch wenige Sekunden darauf war es Roland Mayr, der zum zweiten Mal an diesem Abend traf (46.).

Der Sturmlauf der Gastgeber ging weiter, so ergab sich in der 50. Minute die Gelegenheit durch einen Penalty, nachdem Lanny Gare frei vor Kristian zu Fall gebracht wurde. Der Löwen-Stürmer verlor aber kurz vor dem Tor die Kontrolle über den Puck, sodass auch diese Möglichkeit leichtfertig vergeben wurde. Die Kassler machten es besser und machten aus ganzen vier Torschüssen im Schlussabschnitt ein Tor.

Nach dem Bullygewinn von Snetsinger, hämmerte Gregor Stein die Hartgummischeibe in den Knick (55.). Frankfurt wollte noch den Ausgleich und nahm kurz vor Schluss sogar noch den Keeper vom Eis, aber Kai Kristian bewahrte sein Team vor diesem. Trotz 60:23 Schüssen verloren die Südhessen die erste Partie des Hessen-Cups.

"Wir waren nach dieser Woche mit Sicherheit müde - das darf aber keinesfalls eine Entschuldigung für das heutige Ergebnis sein", so Löwen-Kapitän Stephan Kreuzmann.

Das Team hat jetzt einige spielfreie Tage, erst am 18.09. steht der nächste Test auf dem Programm. Dann sind die Löwen beim EV Duisburg zu Gast.

Löwen Frankfurt - Kassel Huskies 3:4 (1:2, 1:1, 1:1)
1:0 (02:57) Roland Mayr (Norman Martens)
1:1 (15:50) Sven Valenti (Alexander Heinrich, Tobias Schwab)
1:2 (19:59) Kyle Doyle (Daniel Willaschek) PP1
2:2 (34:03) Chris Stanley (Lanny Gare, David Cespiva) PP1
2:3 (38:48) Constantin Schneider (Florian Böhm, Marc Hemmerich)
3:3 (45:43) Roland Mayr (Nils Liesegang, Patrick Schmid) PP2
3:4 (54:17) Gregor Stein (Brad Snetsinger)

Strafminuten: Frankfurt 12 - Kassel 22.

Zuschauer: 4.025.

Löwen Frankfurt: Linda (Johnson); Kreuzmann - Vas, Neumann - Cespiva, Ansink - Stokowski, Schoofs - Opree; Gare - Stanley - Breitkreuz, Martens - Liesegang - Schmid, Schaub - Wichert - Wittfoth, Gradl - Mayr - Bettahar, Fiedler