Spielbericht

Irres Comeback in Dresden

Dank eines 5-Tore-Schlussabschnitts drehen die Löwen bereits verloren geglaubte Partie beim direkten Konkurrenten.

Dresden (MK) - Nur 24 Stunden nach dem Welttag der Philosophie haben die Löwen Frankfurt eine der bekanntesten Sportlerweisheiten von Yogi Berra eindrucksvoll unterstrichen: "It Ain't Over Till It's Over". Zwar haben die Mannen von Löwen-Dompteur Paul Gardner in dieser Spielzeit bereits zahlreiche Rückstände umgebogen, doch nur die kühnsten Optimisten hätten nach den ersten beiden Dritteln wohl noch damit gerechnet, dass die Löwen in der sächsischen Hauptstadt das Eis als Sieger verlassen würden.

Löwen verschlafen Auftakt

Denn nach verschlafenem Auftakt lagen die Löwen früh mit 0:2 zurück. Mirko Sacher (4. Spielminute) und Marius Garten (5.) bescherten den Hausherren mit einem Doppelpack einen perfekten Start in die Partie. Auch in der Folge fanden die aufgrund eines Staus verspätet in Dresden angekommenen Südhessen nur langsam Zugriff auf die Partie.

Erste gute Einschussmöglichkeiten machte jedoch der nachverpflichtete österreichische Nationalkeeper René Swette zu Nichte.

Dresden baut Führung weiter aus

Mit Ville Hämäläinen sorgte auch der zweite als Reaktion auf den schwachen Saisonstart nachverpflichtete Importspieler der Dresdner für zusätzliche Sorgenfalten auf der Stirn von Löwen-Dompteur Paul Gardner.

Dessen Treffer zum 3:0 (24.) konterte Joel Keussen zwar mit seinem ersten Treffer im Löwendress (32.), doch Martin Davidek erstickte Hoffnungen auf ein neuerliches Löwen-Comeback mit einem sehenswert verwandelten Penalty (36.) im Keim - dachten zu diesem Zeitpunkt zumindest fast alle der knapp 2.300 Zuschauer.

Furiose Aufholjagd

Doch die hatten die Rechnung ohne die Frankfurter gemacht. Denn selbst von einem Drei-Tore-Rückstand ließ sich die Truppe um Löwen-Kapitän Patrick Jarrett nicht entmutigen.

Und nach gerade einmal 95 Sekunden im Schlussabschnitt war der Rückstand durch einen Doppelpack von Stefan Loibl (41., 42.), der auch an diesem Wochenende vom Kooperationspartner aus Straubing zur Verstärkung nach Frankfurt geschickt worden war, auf ein Tor verkürzt worden.

Das Löwen-Rudel hatte nun Fahrt aufgenommen und ließ sich auch von Brendan Cooks zwischenzeitlichem Treffer (44.) zum 5:3 nicht mehr bremsen. Paul Gardner setzte mit einem Torwartwechsel einen weiteren Impuls und seine Mannen hatten die Botschaft verstanden.

Matthew Pistilli (45.), Matt Tomassoni (48.) und Mike Card (51.) drehten die Partie binnen sechs Minuten und machten damit das bislang spektakulärste Comeback der Saison perfekt.

Sonntag gegen den SC Riessersee

Weiter geht es am kommenden Sonntag gegen den nächsten Verfolger, den SC Riessersee. Spielbeginn gegen die mit der Verpflichtung des Finnen Roope Ranta nochmals verstärkten Werdenfelser ist um 18:30 Uhr.

Tickets für diese und alle weiteren Partien können im Löwen-Ticket-Shop erworben werden.

Dresdner Eislöwen - Löwen Frankfurt 5:6 (2:0, 2:1, 1:5)

Statistik

Aufstellung:

Torhüter: Florian Proske, Brett Jaeger

Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Maximilian Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen, Matt Tomassoni

Stürmer: Patrick Jarrett, CJ Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Stefan Loibl, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Eddy Rinke-Leitans, Lukas Laub, Nils Liesegang

Trainer: Paul Gardner