Spielbericht

JAAA! AUFSTIEG! DEL 2, Löwen sind dabei!

Die Löwen Frankfurt sichern sich mit einem 2:4 Auswärtssieg bei den Eispiraten Crimmitschau vorzeitig als erstes Team den Aufstieg in die DEL 2. Marc Wittfoths Doppelpack führt die Löwen auf die Siegerstraße.

Crimmitschau (HWI) - Einen Tag nachdem sich die Deutsche Meisterschaft der Lions zum 10. Mal jährte, kannte die Freude bei Team, Fans und Offiziellen erneut keine Grenzen: Wie schon bei der Meisterschaft vor 10 Jahren flogen nach dem Schlusspfiff Schläger, Handschuhe und Helme auf das Eis und das ganze Team stürzte sich wild jubelnd auf seinen Torhüter. Die Mannschaft von Löwencoach Tim Kehler krönte eine außergewöhnliche Saison mit einem souveränen 2:4 Auswärtssieg beim punktgleichen Tabellenzweiten in Crimmitschau und belohnte sich selbst mit dem vorzeitigen Aufstieg in die DEL 2.

Nach einer Saison in der Regional- und drei Jahren in der Oberliga West sichern sich die Löwen somit die Rückkehr in die deutschen Eishockey-Profiligen und erreichen ihr großes Saisonziel bereits am drittletzten Spieltag der Saison. Nach einer sensationellen Serie von 49 ungeschlagenen Spielen in Folge, der Meisterschaft der Oberliga West und dem ungeschlagenen Durchmarsch durch die Qualifikation zur Aufstiegsrunde bewiesen die Löwen ihre Klasse auch beim bislang zu Hause ungeschlagenen Zweitligateam aus Crimmitschau.

Offensivfeuerwerk zu Beginn

Die Löwen starteten hochkonzentriert und furios in die Partie und setzten die Gastgeber von Beginn an unter Druck. Zunächst konnte das Team um Kapitän Kreuzmann aus seiner Feldüberlegenheit noch kein Kapital schlagen und blieb selbst bei einer anderthalbminütigen 5-gegen-3-Überzahl ohne Torerfolg (2.), doch verfolgten sie geduldig ihre taktische Marschroute bis Marc Wittfoth den bis dahin fehlerfreien Crimmitschauer Goalie Ryan Nie per Bauerntrick überwinden konnte (14.). Kurz vor Drittelende mußte David Cespiva für 2 Minuten auf die Strafbank. Wer aber dachte, dass die Eispiraten nun vielleicht auf den Ausgleich drängen würden, sah sich schnell getäuscht: Nachdem Christian Wichert völlig ungestört ins Angriffsdrittel fahren konnte, bediente er erneut Marc Wittfoth, der den Puck ins Netz knallte (19.). In der letzten Spielminute des ersten Drittels hatten Richie Mueller und Chris Stanley weitere Chancen in Unterzahl, verpassten aber eine höhere Führung.

Ausgeglichenes Mitteldrittel

Offenbar hatte Eispiratencoach Fabian Dahlem in der Drittelpause die richtigen Worte gefunden, denn sein Team fand nach dem Seitenwechsel deutlich besser in die Partie und konnte sich nun auch einige torgefährliche Chancen erarbeiten. Björn Linda, der im ersten Abschnitt kaum gefordert wurde, zeigte nun, warum er sich zum Ende der Saison die Starterposition im Frankfurter Tor sichern konnte und hielt sein Team mit großartigen Paraden im Spiel. Auf der anderen Seite vereitelte Ryan Nie alle Frankfurter Versuche, die Führung weiter auszubauen. Als ausgerechnet Marc Wittfoth, der Doppeltorschütze des ersten Drittels, auf die Strafbank musste, war auch Björn Linda gegen die Crimmitschauer Angriffsbemühungen machtlos: Nachdem er zunächst noch die Schußversuche von Topscorer Harrison Reed und T.J. Fast abblocken konnte, lies ihm Scott Pitt im dritten Nachschuß keine Chance und erzielte den Anschlußtreffer zum 1:2 (33.).

Löwen sichern sich den Aufstieg

Im Schlußabschnitt machten die Löwen schnell klar, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten: James Jarvis versuchte einen Bauerntrick, bei dem Ryan Nie die Scheibe nicht aus dem Slot klären konnte und Lanny Gare, der sich zuvor einen Positionsvorteil vor dem Tor erarbeitet hatte, netzte eiskalt zur 3:1 Führung ein (42.). Kurz später machte Norman Martens aus zentraler Position nach sehenswerter Vorarbeit durch Frederik Gradl mit dem vierten Löwentreffer des Abends den Sack zu (49.). Crimmitschau konnte in der Folge nicht mehr zulegen, während die Löwen selbst während einer weiteren Unterzahl das Spiel nach Belieben kontrollierten (54.). Zwar konnten die Hausherren in der letzten Spielminute noch einen Treffer zum 2:4 Endstand markieren, doch änderte dies nichts mehr am Ausgang des Spiels. 30 Sekunden später stand der Aufstieg der Löwen fest und die Spieler stürmten jubelnd aufs Eis.

Während die Spieler anschliessend lautstark in der Kabine feierten, lobte Löwencoach Tim Kehler auf der Pressekonferenz: "Das erste Drittel war eines der besten Drittel, die meine Mannschaft in dieser Saison gespielt hat. Damit hat sie den Grundstein für den heutigen Sieg gelegt und sich so selbst für die viele harte Arbeit in dieser Saison belohnt. Ich könnte nicht stolzer auf mein Team sein".

Letztes Saisonheimspiel am Samstag, 19.4. um 20:00 Uhr

Beide Teams treffen am Samstag in der Frankfurter Eissporthalle erneut aufeinander. Für die Löwen ist dies das letzte Heimspiel der Saison und für die Fans eine Gelegenheit ihre Helden für diese wirklich außergewöhnliche Saisonleistung zu feiern. Anpfiff am Ostersamstag ist um 20 Uhr. Tickets für das letzte Heimspiel sind im Löwen-Ticket-Shop erhältlich.

Eispiraten Crimmitschau - Löwen Frankfurt 2:4 (0:2, 1:0, 1:2)

0:1 (13:08) Marc Wittfoth (Christian Wichert)
0:2 (18:59) Marc Wittfoth (Christian Wichert) UZ1
1:2 (32:58) Scott Pitt (Harrison Reed, T. J. Fast) PP1
1:3 (41:35) James Jarvis (Landon Gare)
1:4 (48:52) Norman Martens (Frederik Gradl, James Jarvis)
2:4 (59:30) Robin Thomson (Dominic Walsh, Christoph Kabitzky)

Strafminuten: Crimmitschau 4 - Frankfurt 8 + 10 (Liesegang)

Schiedsrichter: Cori Müns (Daniel Hedwig, daniel-Roger Knauss)

Zuschauer: 2.267

Löwen Frankfurt: Linda (Johnson); Kreuzmann, Schoofs, Ansink, Marcel Neumann, Vas, Cespiva, Oprée, Jarvis; Martens, Schaub, Gare, Schmid, Wittfoth, Gradl, Wichert, Mueller, Breitkreuz, Stanley, Gelke, Liesegang.