Spielbericht

3 für 2

Mit einem 5:2-Heimsieg über den SC Riessersee zementieren die Löwen ihren Tabellenplatz und stehen dank der drei Punkte schon vor den letzten beiden Spieltagen als Tabellenzweiter der regulären Saison fest.

Fünf Minuten dauerte es bis die Löwen ins Spiel fanden. Nach sechs Minuten stand es 1:0, nach 19 Minuten gar 3:0 und in der ersten Pause deutete alles auf den fünften Sieg der Löwen in Serie hin.

Doch ganz so flockig wie es scheint, lief die Partie nicht. Weder zu Beginn des ersten Drittels, noch im restlichen Spielverlauf, denn der SC Riessersee versuchte durchaus die Löwen zu ärgern und das Offensivspiel von Paul Gardners Team nicht so zur Entfaltung kommen zu lassen, wie es die Löwen sonst pflegen.

Die Löwen ließen sich davon allerdings nur wenige Minuten beeindrucken. Dann hatten sie ihr Spiel auf das frühe Forechecking der Gäste angepasst und überbrückten den Weg bis ins Drittel der "Garmischer Buam“ mit wenigen schnellen Pässen und gutem Laufspiel.

Auch nach dem Eintritt in die Offensivzone vermieden sie exzessive Passkombinationen sondern suchten schnelle Abschlüsse, zumal der SCR bei Puckgewinnen mindestens einen Flügelstürmer bereits auf der Reise in Richtung Brett Jaeger hatte, um nach Möglichkeit Kontergelegenheiten zu kreieren. So ergaben sich auch während des ersten Drittels einige Abschlussgelegenheiten für die Werdenfelsener; ernsthaft in Bedrängnis gerat Brett Jaeger in solchen Situationen allerdings nie. Zumal auch die Verteidiger der Löwen stets wachsam agierten.

Ein Schuss, ein Treffer
Auf die Anzeigentafel brachte die Löwen wieder einmal Matt „Pistol“ Pistilli, der mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie auf Vorlage von Patrick Jarrett das 1:0 besorgte (6. Minute).

Mit dem Treffer übernahmen die Löwen zunehmend die Kontrolle über das Spiel und drängten Riessersee vermehrt in die Defensive.

Kapital schlugen die Löwen erneut in der 16. Minute, als Nils Liesegang mit Matt Tomassoni die Rollen tauschte. Nach einem Doppelpass mit Eric Stephan brachte Liesegang den Puck von der blauen Linie aufs Tor, Tomassoni hielt die Kelle rein und erhöhte auf 2:0.

Nils Liesegang stand erstmals nach überstandener „Lower-Body-Injury“ wieder im Aufgebot der Löwen und bereicherte zunächst die vierte Reihe um Roman Pfennings und Ricco Ratajczyk. Später agierte er in Doppelschichten, stellenweise auch in der Reihe neben Patrick Jarrett und Richie Mueller.

Als zwei Minuten später Pawel Dronia eine Vorlage von Matt Tomassoni durch die halbe Offensivzone vom linken Bullykreis gar zum 3:0 versenkte, schien sich ein lockerer Sieg für die Löwen zu entwickeln.

Zumal sich die besten Offensivszenen der Gäste nach dem 1:0 auf zwei Sequenzen verteilten. Einerseits während eines Powerplays, in dem sie einige Schüsse aus der Distanz auf das Tor der Löwen brachten und den Puck durch gute Arbeit um das Tor in ihren Reihen hielten. Andererseits durch eine starke Kombination über ihr skandinavisches Duo Rope Raanta und Mathias Beck, dessen Schuss allerdings Brett Jaeger mit dem fliegenden Handschuh aus dem langen Eck fischte.

Kein Spaziergang
Doch dem Spiel des SC Riessersee merkte man spätestens im zweiten Drittel an, um was es für das Team von Trainer Tim Regan geht. Die Qualifikation für die Pre-Play-Offs ist mittlerweile zum Minimalziel der Garmisch-Patenkirchner geworden. Größte Hypothek beim Kampf um Platz 10 ist die Verletztenmisere die das Team bereits seit Dezember plagt und die hauptverantwortlich dafür war, dass der SCR im Januar bis auf Platz 11 abrutschte.

Ermuntert von ihrem Sieg in Dresden, bei dem sie ebenfalls zurücklagen, steckten die Jungs von Tim Regan trotz des Rückstands und ihrer kurzen Bank nicht auf.

Entwickelten sich zunächst, wie im ersten Drittel, primär Einzelgelegenheiten (u.a. Loiseau, 22.), gelang es dem SCR im weiteren Verlauf, begünstigt durch etwas passivere Löwen, auch die sich bietenden Räume, vor allem im Zentrum, besser zu nutzen. So zwang u.a. Mathias Beck Brett Jaeger nach starker Vorlage von hinter dem Tor zu einer starken Reaktion nach seinem Schuss aus kurzer Distanz (25.).

Machtlos war der Goalie der Löwen beim Gegentreffer durch Stephan Wilhelm (28.). Mit zwei Querpässen durch die Offensivzone hebelten die Gäste die Defense der Löwen aus und Wilhelm verwandelt die Vorlage von Jakob Mayenschein aus halbrechter Position.

Auch wenn die Löwen unmittelbar nach dem Treffer wieder aktiver agierten, öffnete das Tor die Begegnung zu einem zumindest phasenweisen coast-to-coast Spiel. Kaum hatten sich Roope Rantaa und Mathias Beck mit einem weiteren "give-and-go" zu einem Abschluss durchkombiniert, scheiterte Richie Mueller im Gegenzug an dem mittlerweile eingewechselten Ilya Sharipov (32.).

Der Back-up-Goalie hielt auch in Überzahl seinen Kasten sauber, selbst wenn es den Löwen immer wieder gelang Brett Breitkreuz, Christoph Gawlik oder C.J. Stretch „auf der Türschwelle“ vor dem Tor zu finden. Doch keinem der Löwen gelang es den Puck über die Linie zu drücken.

Eine eigene Strafzeit wiederum brachte die Löwen im 3. Drittel schließlich doch noch einmal ein wenig in Zugzwang. Wegen sechs Spielern auf dem Eis musste ein Löwe in die Kühlbox, und Mathias Beck ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen um auf 2:3 zu verkürzen. Brett Jaeger parierte Becks Schuss auf die kurze Ecke aus linker Position zwar, aber der Puck segelte im hohen Bogen über ihn und kullerte schließlich ins Tor (47.).

Lohn der Arbeit
Obwohl Riessersee in der Folge natürlich den Ausgleich erzielen wollte, ließen sich die Löwen nicht in die Defensive drängen und erarbeiteten sich das Momentum zurück.

Und wie schon am Sonntag beim Comeback gegen Kaufbeuren war es einer der „Young-Guns“, der den Weg zur Entscheidung bereitete. Roman Pfennings überlief bei seinem Gegenstoß zwei Gegner, legte trotz Bedrängnis perfekt quer auf Patrick Jarrett und der Captain der Löwen schob die Scheibe mit der Rückhand vorbei an Ilya Sharipov (54.).

In den Schlussminuten ließen die Löwen dann nichts mehr anbrennen, verteidigten den Vorsprung teilweise schon im Drittel der Gäste und kamen durch Christoph Gawliks Empty-Netter zum 5:2 Entstand (60.).

Da die Eislöwen Dresden beim 2:8 in Kassel mit den Huskies Schlitten fuhren, stehen die Löwen nunmehr als Tabellenzweiter nach der Vorrunde fest.

Ausblick
Am Freitag, den 3.3 reisen die Löwen nach Freiburg um bei den Wölfen vorzuspielen. Die Partie im Breisgau beginnt um 19.30 Uhr.
Am 52. und letzten Spieltag gastiert mit den Bayreuth Tigers nochmals ein potentieller Play-Off-Gegner der ersten Runde in der Eissporthalle. Wie gewohnt, beginnt die Partie am Sonntag, den 5.3. um 18.30 Uhr in unserer Eissporthalle.

Die Tickets für die Heimspiele erhaltet Ihr wie immer im Löwen-Ticket-Shop. Außerdem überträgt SpradeTV die Partie natürlich live.

 

Löwen Frankfurt – SC Riessersee 5:2 (3:0, 0:1, 2:1)

Statistik

 

Löwen Frankfurt:

Torhüter: Brett Jaeger, Florian Proske

Verteidiger: Mike Card, Eric Stephan, Max Gläßl, Pawel Dronia, David Cespiva, Joel Keussen, Matt Tomassoni

Angreifer: Patrick Jarrett, C.J. Stretch, Ricco Ratajczyk, Roman Pfennings, Brett Breitkreuz, Matthew Pistilli, Christoph Gawlik, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Dennis Reimer, Lukas Laub, Nils Liesegang

Trainer: Paul Gardner