Spielbericht

Löwen in Freiburg kalt erwischt

Löwen unterliegen dem EHC Freiburg mit 2:4, Chris Stanley und Nico Oprée erzielen Tore.

Freiburg (TS) - Nach dem 6:0-Erfolg zum Auftakt der Aufstiegsrunde am Freitag gegen Selb mussten die Löwen am Sonntag Abend nach 49 Siegen in Serie die erste Niederlage hinnehmen. In der Franz-Siegel-Halle unterlagen die Frankfurter vor 3220 Besuchern mit 2:4 (2:1, 0:1, 0:2).

Bei den Gästen fehlte weiterhin Roland Mayr verletzungsbedingt. Richard Mueller kehrte nach seiner abgesessenen Sperre wieder in die Mannschaft zurück, Noureddine Bettahar und Manuel Neumann mussten als überzählige Spieler auf der Tribüne Platz nehmen. Braeden Johnson startete zwischen den Pfosten, während Ian Gordon erstmal im Kader stand und Ersatztorhüter der Löwen war.

Es war die erste Begegnung zwischen den beiden Teams seit der Saison 2003/2004, in der die Frankfurter Mannschaft später den Titel holte. Damals konnten sich die Südhessen in allen vier Aufeinandertreffen durchsetzen.

Löwen mit Blitzstart
Es dauerte nur 35 Sekunden, da zappelte die Scheibe das erste Mal im Netz. Chris Stanley brachte seine Farben nach einer schönen Vorarbeit von Clarke Breitkreuz in Front. In der Folge erlebten die Löwen eine ähnliche Situation wie am Freitag: Freiburg stand sehr defensiv und versuchte das von Braeden Johnson gehütete Gehäuse immer wieder über Konter in Gefahr zu bringen. Aber auch der nächste Treffer gelang den Gästen - Richard Gelke setzte sich zunächst gegen mehrere Wölfe durch, Oprée traf zum 2:0. Freiburg erholte sich, begünstigt von vielen Powerplays, vom Schock des zweiten Tores, schaffte es jedoch zunächst nicht, den starken Braeden Johnson zu überwinden. Doch in der 17.Minute war dann auch der Löwen-Goalie machtlos, im dritten Nachschuss drückte David Appel in Überzahl über die Linie.

Freiburg kommt zum Ausgleich
Auch im zweiten Spielabschnitt dauerte es nicht lange, bis ein Treffer fiel. Nachdem die Hausherren zunächst ein Unterzahlspiel überstanden, traf Steven Billich nach einem Konter zum Ausgleich (22.). Die Löwen drängten auf den erneuten Führungstreffer, doch Nico Oprée (24.), Patrick Schmid (28.), David Cespiva und Pascal Schoofs (30.) gelang es nicht den starken Christoph Mathis zu überwinden. Die größte Chance vergab Norman Martens, der nach einem Pass von Clarke Breitkreuz freistehend im Slot über das Spielgerät schlug.

Frankfurt drückt, Freiburg trifft
Die Gäste machten da weiter, wo sie im zweiten Drittel aufgehört hatten. Frankfurt drückte, konnte aber aus den Torchancen kein Kapital schlagen. Durch zwei Strafzeiten gegen die Südhessen wurden die Wölfe wieder zurück ins Spiel gebracht, doch auch der Gastgeber schaffte es zunächst nicht, den Puck im Gehäuse unterzubringen. In der 57.Minute gelang den Hausherren jedoch dann der umjubelte Führungstreffer - Braeden Johnson rutschte der Puck nach einem Schlagschuss über die Fanghand. Frankfurt setzte nun alles auf eine Karte und nahm den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen, Freiburg gelang zwei Sekunden vor dem Ende noch das 4:2 durch den Ex-Löwen Michael Schmerda, der die Scheibe im leeren Tor versenkte.

Heim- und Auswärtsspiel gegen Kassel
Nun heißt es den Blick nach vorne zu richten und die Niederlage zu vergessen!
Am kommenden Wochenende treffen die Löwen Frankfurt gleich zwei Mal auf die Kassel Huskies, die sich gegen Kaufbeuren und Selb durchsetzten. Zunächst empfängt der Meister der Oberliga West die Nordhessen, nur zwei Tage später stehen sich die beiden Mannschaften in Kassel erneut gegenüber.

EHC Freiburg - Löwen Frankfurt 4:2 (1:2, 1:0, 2:0)
0:1 (00:35) Chris Stanley (Clarke Breitkreuz)
0:2 (06:27) Nico Oprée (Richard Gelke)
1:2 (17:54) David Appel (Patrick Vozar, Michael Schmerda) PP1
2:2 (21:49) Steven Billich (Nikolas Linsenmaier, David Danner)
3:2 (56:24) Patrick Vozar
4:2 (59:58) Michael Schmerda EN

Strafminuten: Freiburg 16 + 10 (Vozar) - Frankfurt 20

Schiedsrichter: Bidoul (Hauber, Holzer)

Zuschauer: 3220

Aufstellung: Johnson (Gordon); Kreuzmann, Schoofs, Ansink, Marcel Neuman, Vas, Cespiva, Oprée, Jarvis; Martens, Schaub, Gare, Schmid, Wittfoth, Gradl, Wichert, Mueller, Breitkreuz, Stanley, Gelke, Liesegang